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Neue Studie: Ergebnisse der Reflex-Studie nicht bestätigt

Verfasst: 9. Juli 2013 20:32
von Nordlicht
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat im Juni 2013 das Ergebnis einer Studie mit dem Titel "Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf menschliche Fibroblasten" veröffentlicht.

Mit der Studie sollte herausgefunden werden, ob sich die Ergebnisse der sog. "Reflex-Studie" nachvollziehen lassen. Das offensichtlich war nicht der Fall. Die Wissenschaftler konnten keine der in der Reflex-Studie angegebenen Effekte (DNA-Strangbrüche etc.) reproduzieren.

Aus dem Ergebnisbericht:

"Die in diesem Projekt erhobenen Daten weisen auf keine durch EMF induzierten gentoxischen Effekte hin. Trotz analoger Testbedingungen zur Reflexstudie, und dem darüber hinaus größeren Umfang der Studie, konnten weder im Comet-Assay noch im Mikrokerntest die Ergebnisse der Reflexstudie bestätigt werden. Es konnten keine statistisch signifikanten Einflüsse auf die Induktion von DNA-Strangbrüchen über den Comet-Assay nachgewiesen werden, unabhängig von Befeldungsintensität und -dauer. Es war auch keine vermehrte Bildung von ROS-induzierten DNA-Addukten nach 72-stündiger Befeldung nachzuweisen. Gentoxische Effekte über die Bildung von Mikrokernen über die Spontanrate hinaus waren ebenfalls nicht nachweisbar."

"Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass in dieser in-vitro-Studie kein Einfluss einer GSM1800-Exposition auf primäre humane dermale Fibroblasten nachgewiesen werden konnte. Gentoxische Schädigung von Fibroblastenzellen durch reine in vitro EMF-Befeldung konnten, nach den Daten dieser Studie, aus biologischer Sicht nicht festgestellt werden."

Vollständiger Bericht:
http://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn ... 2710906/3/
BfS_2013_3607S04504.pdf

Nordlicht