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Kundenverfolgung mit dem Smartphone - WLAN als Lockmittel

Verfasst: 15. Dezember 2013 10:55
von Mahner

Kundenverfolgung mit dem Smartphone
WLAN-Netzwerk als Lockmittel


Je besser man seine Kunden kennt, desto mehr kann man ihnen verkaufen. Nach dieser Faustregel arbeiten Handelsketten schon seit jeher und geben etwa Kundenkarten aus. Doch waren die Möglichkeiten der Kundenanalyse in normalen Geschäftsfilialen bisher beschränkt, macht das Handy als ständiger Begleiter nun eine wesentlich genauere Art der Überwachung möglich.

Der kostenlos angebotene Drahtloszugang zum Internet wird von Geschäftsinhabern nämlich keineswegs uneigennützig angeboten. Haben die Kunden die WLAN-Funktion ihres Smartphones aktiviert, sucht dieses in regelmäßigen Abständen nach verfügbaren Netzen. Das machen sich spezialisierte Analysefirmen zunutze. Der Standort des einzelnen Kunden im Geschäft wird ermittelt und fortan verfolgt - ohne dass der Kunde etwas davon bemerkt.

Unternehmen wie die kalifornische Euclid Analytics haben sich darauf spezialisiert, diese Daten zu protokollieren und zu analysieren. Geschäftstreibende können mit der Technologie nachverfolgen, wie viele Kunden am Shop vorbeigehen, ihn betreten und ob sie später noch einmal wiederkehren. Auch die Aufenthaltsdauer vor den einzelnen Regalen im Geschäft lässt sich anhand der Bewegungsprofile nachvollziehen. Ganze Einkaufszentren werden derart überwacht, das Sortiment genau darauf abgestimmt(...)

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Verfasst: 15. Dezember 2013 13:22
von Eva Weber
Mahner hat geschrieben: Der kostenlos angebotene Drahtloszugang zum Internet wird von Geschäftsinhabern nämlich keineswegs uneigennützig angeboten. Haben die Kunden die WLAN-Funktion ihres Smartphones aktiviert, sucht dieses in regelmäßigen Abständen nach verfügbaren Netzen. Das machen sich spezialisierte Analysefirmen zunutze. Der Standort des einzelnen Kunden im Geschäft wird ermittelt und fortan verfolgt - ohne dass der Kunde etwas davon bemerkt.
Nachden alles kostenlos ist, stellt sich schon die Frage, wer das denn schlussendlich bezahlt? Der Steuerzahler und die Geschäftsleute oder beide? Erhöhte Gesamtbestrahlung aufgrund der Förderung von Kommerz und Ausspähung der Nutzer.

Eva Weber

Verfasst: 15. Dezember 2013 22:17
von Steve L.
Ob für die Erkennung der Bewegungsmuster von Kunden unbedingt WLAN erforderlich (und geeignet) ist, halte ich für fraglich. Sowas läßt sich auch mit stationären Personenerkennungssystemen realisieren.

Kostenloser WLAN-Zugang kann für die Unternehmen auch nach hinten losgehen, nämlich dann, wenn die Kunden mit ihrem Smartphone den EAN-Code der Ware scannen und anschließend im Internet nach günstigeren Einkaufsquellen suchen. Um das zu unterbinden, hat eine große Elektronikmarktkette einem TV-Bericht zufolge in ihren Filialen Handystörsender installiert.

Steve

Tracking und Werbung

Verfasst: 16. Dezember 2013 07:47
von Elisabeth Buchs
Im Swisscom Shop: bisher bei einem Automaten praktische Zettel ziehen für die Kundenreihenfolge: entspanntes Warten, man konnte sich im Laden umsehen, sah, wie lange es etwa noch dauert.
Jetzt eine Mitarbeiterin, die den Namen der Kunden aufnimmt, mit der Begründung, damit man die Kunden "persönlich begrüssen wolle" sowie Fotografieren des Kunden, damit dieser vom freien Mitarbeiter erkannt werde. Namen und Fotos würden dann... gelöscht (Garantie, Kontrolle?).
Das hat mir nicht gepasst, ich war Frau X und ohne Foto.
Am wenigsten tracken lassen sich meine betroffenen Kolleginnen, beide ohne Handy und Computer, aber es geht Richtung Handy- und PC-Pflicht, dass sonst manches nicht mehr ausgeführt werden kann.

Elisabeth Buchs

Handyzwang

Verfasst: 16. Dezember 2013 16:43
von Eva Weber
Elisabeth Buchs hat geschrieben: .....aber es geht Richtung Handy- und PC-Pflicht, dass sonst manches nicht mehr ausgeführt werden kann.
Fahrscheine per Smartphone, zahlen per Smartphone. Bald wird das Leben nicht mehr anders möglich sein. Wer kein solches Teil hat, wird als verdächtig mit auf die Wache genommen. Wenn er sagt, dass er unter dieser Technik leidet, wird er einem Psychiater vorgeführt, die Handvoll Umweltmediziner haben ihr Urteil schon gefällt. Alle niedergelassenen Ärzte sind umfangreich informiert worden. Der weitere Weg scheint vorgezeichnet.

Die Welt sie ist ein Narrenhaus!

Eva Weber