EU-Parlamentspräsident warnt vor technologischem Totalitaris
Verfasst: 10. Februar 2014 11:34
Digitale Demenz
EU-Parlamentspräsident warnt vor technologischem Totalitarismus
"Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, sieht Freiheit und Demokratie von totalitären Tendenzen der digitalen Gesellschaft bedroht. In einem Beitrag für die F.A.Z. fordert er eine Verständigung über die technologische Entwicklung.(…)
Vor einem dramatischen Freiheitsverlust durch die Digitalisierung aller Lebensbereiche hat der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, gewarnt. Zwar habe er auf diese umfassende, rapide fortschreitende technologische Entwicklung „keine kulturpessimistische Sicht“, aber Politik und Gesellschaft müssten sich klarmachen, dass sie vor einer „epochalen Umwälzung“ stünden, schreibt der SPD-Politiker und Spitzenkandidat der europäischen Sozialisten für die Europawahlen in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Noch hätten wir es, so Schulz weiter, nur mit einer alles durchdringenden Technologie, „aber noch nicht mit einem totalitären politischen Willen zu tun“. „Doch die Verbindung von ,big data‘, also der gewaltigen Sammelleidenschaft für Daten durch Private und den Staat, und ,big government‘, also der hysterischen Überhöhung von Sicherheit, könnte in die anti-liberale, anti-soziale und anti-demokratische Gesellschaft münden.“ Es müsse darum eine Verständigung über die politische Gestaltung der digitalen Technologie gefunden werden."
Mehr…
siehe FAZ 05.02.2014
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 87107.html
........
Kommentar:
Bemerkenswert ist auch nachfolgender Hinweis im Artikel zur Aussage von Schulz:
“Schulz bekräftigte, dass die digitale Revolution eine ähnliche politische Herausforderung für die Humanisierung der technischen Entwicklung darstelle, wie es die Industrialisierung im 19. Jahrhundert gewesen sei. Wie seinerzeit werde eine soziale Bewegung gebraucht, welche „die Unverletzlichkeit der menschlichen Würde ins Zentrum ihrer Überlegungen stellt und die nicht zulässt, dass der Mensch zum bloßen Objekt degeneriert“.
EU-Parlamentspräsident warnt vor technologischem Totalitarismus
"Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, sieht Freiheit und Demokratie von totalitären Tendenzen der digitalen Gesellschaft bedroht. In einem Beitrag für die F.A.Z. fordert er eine Verständigung über die technologische Entwicklung.(…)
Vor einem dramatischen Freiheitsverlust durch die Digitalisierung aller Lebensbereiche hat der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, gewarnt. Zwar habe er auf diese umfassende, rapide fortschreitende technologische Entwicklung „keine kulturpessimistische Sicht“, aber Politik und Gesellschaft müssten sich klarmachen, dass sie vor einer „epochalen Umwälzung“ stünden, schreibt der SPD-Politiker und Spitzenkandidat der europäischen Sozialisten für die Europawahlen in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Noch hätten wir es, so Schulz weiter, nur mit einer alles durchdringenden Technologie, „aber noch nicht mit einem totalitären politischen Willen zu tun“. „Doch die Verbindung von ,big data‘, also der gewaltigen Sammelleidenschaft für Daten durch Private und den Staat, und ,big government‘, also der hysterischen Überhöhung von Sicherheit, könnte in die anti-liberale, anti-soziale und anti-demokratische Gesellschaft münden.“ Es müsse darum eine Verständigung über die politische Gestaltung der digitalen Technologie gefunden werden."
Mehr…
siehe FAZ 05.02.2014
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 87107.html
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Kommentar:
Bemerkenswert ist auch nachfolgender Hinweis im Artikel zur Aussage von Schulz:
“Schulz bekräftigte, dass die digitale Revolution eine ähnliche politische Herausforderung für die Humanisierung der technischen Entwicklung darstelle, wie es die Industrialisierung im 19. Jahrhundert gewesen sei. Wie seinerzeit werde eine soziale Bewegung gebraucht, welche „die Unverletzlichkeit der menschlichen Würde ins Zentrum ihrer Überlegungen stellt und die nicht zulässt, dass der Mensch zum bloßen Objekt degeneriert“.