Neue App warnt vor Smartphone-Abhängigkeit
Verfasst: 17. Februar 2014 09:54
Neue App warnt vor Smartphone-Abhängigkeit
Informatiker und Psychologen untersuchen suchtähnlichen Mobiltelefon-Gebrauch
“Mit dem Smartphone schnell an der Haltestelle den Busfahrplan prüfen, dann nochmal E-Mails checken, bevor der Bus kommt. Während der Fahrt dann das neueste Mini-Spiel testen und die Ergebnisse in drei sozialen Netzwerken teilen. So ähnlich sieht die Routine vieler Smartphone-Nutzer aus. Seit Handys immer mehr Funktionen übernehmen, wird auch die Abhängigkeit von den Geräten immer häufiger diskutiert. Mit einer neuen App sollen Nutzer mit Hilfe von Informatikern und Psychologen ihren Umgang mit dem Mobiltelefon messen können.(…)
Die neue App namens Menthal ist Teil eines größeren Forschungsvorhabens zur Untersuchung des Smartphone-Gebrauchs.
Wer Menthal installiert, kann damit etwa sehen, wie viel Zeit er täglich mit dem Telefon verbringt und welche Anwendungen er am häufigsten verwendet. Die wichtigsten Kerndaten werden anonymisiert an einen Server übermittelt, wo die Wissenschaftler sie auswerten.
In einer bislang unveröffentlichten Studie haben die Forscher mit Menthal das Telefonverhalten von 50 Studenten über einen Zeitraum von sechs Wochen untersucht. "Die Ergebnisse waren zum Teil erschreckend", kommentiert Christian Montag, Privatdozent für Psychologie an der Bonner Universität. So nutzte ein Viertel der Probanden sein Telefon mehr als zwei Stunden pro Tag. Im Schnitt aktivierten die Studienteilnehmer 80 Mal täglich ihr Telefon – tagsüber durchschnittlich alle zwölf Minuten. Bei einigen Probanden fielen diese Zahlen gar doppelt so hoch aus.
"Dennoch wissen wir, dass der Umgang mit dem Mobiltelefon suchtähnliche Symptome hervorrufen kann", betont Montag. Ein übermäßiger Konsum kann zur Vernachlässigung von wichtigen täglichen Aufgaben oder des direkten sozialen Umfelds führen. "Bei Nichtnutzung kann es sogar zu regelrechten Entzugserscheinungen kommen."“
Quelle:scinex
(Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 16.01.2014 - AKR)
Mehr...
Informatiker und Psychologen untersuchen suchtähnlichen Mobiltelefon-Gebrauch
“Mit dem Smartphone schnell an der Haltestelle den Busfahrplan prüfen, dann nochmal E-Mails checken, bevor der Bus kommt. Während der Fahrt dann das neueste Mini-Spiel testen und die Ergebnisse in drei sozialen Netzwerken teilen. So ähnlich sieht die Routine vieler Smartphone-Nutzer aus. Seit Handys immer mehr Funktionen übernehmen, wird auch die Abhängigkeit von den Geräten immer häufiger diskutiert. Mit einer neuen App sollen Nutzer mit Hilfe von Informatikern und Psychologen ihren Umgang mit dem Mobiltelefon messen können.(…)
Die neue App namens Menthal ist Teil eines größeren Forschungsvorhabens zur Untersuchung des Smartphone-Gebrauchs.
Wer Menthal installiert, kann damit etwa sehen, wie viel Zeit er täglich mit dem Telefon verbringt und welche Anwendungen er am häufigsten verwendet. Die wichtigsten Kerndaten werden anonymisiert an einen Server übermittelt, wo die Wissenschaftler sie auswerten.
In einer bislang unveröffentlichten Studie haben die Forscher mit Menthal das Telefonverhalten von 50 Studenten über einen Zeitraum von sechs Wochen untersucht. "Die Ergebnisse waren zum Teil erschreckend", kommentiert Christian Montag, Privatdozent für Psychologie an der Bonner Universität. So nutzte ein Viertel der Probanden sein Telefon mehr als zwei Stunden pro Tag. Im Schnitt aktivierten die Studienteilnehmer 80 Mal täglich ihr Telefon – tagsüber durchschnittlich alle zwölf Minuten. Bei einigen Probanden fielen diese Zahlen gar doppelt so hoch aus.
"Dennoch wissen wir, dass der Umgang mit dem Mobiltelefon suchtähnliche Symptome hervorrufen kann", betont Montag. Ein übermäßiger Konsum kann zur Vernachlässigung von wichtigen täglichen Aufgaben oder des direkten sozialen Umfelds führen. "Bei Nichtnutzung kann es sogar zu regelrechten Entzugserscheinungen kommen."“
Quelle:scinex
(Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 16.01.2014 - AKR)
Mehr...