Elektrosmog verwirrt den Magnetsinn von Vögeln
Verfasst: 8. Mai 2014 15:59
Elektrosmog verwirrt den Magnetsinn von Vögeln
Vögel verlieren die Orientierung am Erdmagnetfeld, wenn sie in den Einflussbereich anderer Felder geraten.
Dass wir von etwas magnetisch angezogen werden, ist nur so eine Redeweise, wir haben ja keinen Magnetsinn, daran glaubte allenfalls Franz Anton Mesmer! Oder beeinflussen uns die Felder doch? Ende der 1970er-Jahre führte Robin Baker, Zoologe der Uni Manchester, Probanden mit verbundenen Augen kreuz und quer durch die Stadt. Dann nahm er ihnen die Augenbinde ab und bat sie, zum Ausgangspunkt der Wanderung zu weisen. Das gelang denen schlechter, die außer Augenbinden noch etwas am Kopf trugen, einen Stabmagneten.
Daraus schloss Baker, dass Menschen sich am Erdmagnetfeld orientieren, und dass andere Felder alles verwirren. Das schaffte es rasch in höchstrangige Journals, aber es konnte von niemandem reproduziert werden. Und dass es überhaupt einen Magnetsinn gibt, war relativ neu, 1965 hatte ihn Wolfgang Wiltschko (Frankfurt) an Zugvögeln entdeckt. Inzwischen hat er sich bei vielen Tieren gefunden, und bei Vögeln ist der Nachweis derart Routine, dass das Experiment zur Ausbildung der Studenten gehört, etwa an der Uni Oldenburg: Dort testet man Zugvögel in Holzhütten, man manipuliert ihre Flugrichtung durch Veränderungen von Magnetfeldern.
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Vögel verlieren die Orientierung am Erdmagnetfeld, wenn sie in den Einflussbereich anderer Felder geraten.
Dass wir von etwas magnetisch angezogen werden, ist nur so eine Redeweise, wir haben ja keinen Magnetsinn, daran glaubte allenfalls Franz Anton Mesmer! Oder beeinflussen uns die Felder doch? Ende der 1970er-Jahre führte Robin Baker, Zoologe der Uni Manchester, Probanden mit verbundenen Augen kreuz und quer durch die Stadt. Dann nahm er ihnen die Augenbinde ab und bat sie, zum Ausgangspunkt der Wanderung zu weisen. Das gelang denen schlechter, die außer Augenbinden noch etwas am Kopf trugen, einen Stabmagneten.
Daraus schloss Baker, dass Menschen sich am Erdmagnetfeld orientieren, und dass andere Felder alles verwirren. Das schaffte es rasch in höchstrangige Journals, aber es konnte von niemandem reproduziert werden. Und dass es überhaupt einen Magnetsinn gibt, war relativ neu, 1965 hatte ihn Wolfgang Wiltschko (Frankfurt) an Zugvögeln entdeckt. Inzwischen hat er sich bei vielen Tieren gefunden, und bei Vögeln ist der Nachweis derart Routine, dass das Experiment zur Ausbildung der Studenten gehört, etwa an der Uni Oldenburg: Dort testet man Zugvögel in Holzhütten, man manipuliert ihre Flugrichtung durch Veränderungen von Magnetfeldern.
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