So gefährlich ist die Handy-Nutzung am Steuer
Verfasst: 29. Oktober 2014 23:34
So gefährlich ist die Handy-Nutzung am Steuer – Aufklärung halbiert das Risiko
Auszug:
Studie zeigt: Aufklärung schafft Konzentration
Forscher der Universität von Arizona haben in einer Studie erforscht, wie man Fahrern die Nutzung des Smartphones am Steuer abgewöhnen kann. Sie zeigen, dass vielen Menschen die Unfallgefahr bei einer schnell getippten Kurznachricht während der Fahrt nicht bewusst ist.
Ihre Studie begann das Wissenschaftler-Team um den Traumachirurgen Bellal Joseph mit einer Erhebung, wie weit verbreitet abgelenktes Fahren unter den medizinischen Mitarbeitern der Universität von Arizona war. Dafür observierten sie den Angestelltenparkplatz der Universitätsklinik und zählten die Benutzung von Smartphones während der Fahrt. Mit einer Umfrage überprüften sie das Bewusstsein unter den Autofahrern für die Gefahren der Handy-Nutzung am Steuer. Nur 35,5 Prozent der Befragten gaben zu, sich bei der Fahrt ablenken zu lassen, 4,5 Prozent hatten bereits einen Unfall wegen abgelenkten Fahrens.
Durch eine Aufklärungskampagne vor Ort gelang es den Forschern das Bewusstsein der Fahrer für die Gefährdung des eigenen Lebens und anderer Verkehrsteilnehmer zu schärfen. In einer zweiten Umfrage im Anschluss an die Kampagne durch die Wissenschaftler sowie Informationsmaterialien und Aufklärungsposter gaben 77 Prozent der Befragten an, sich nun besser informiert zu fühlen. Eine große Mehrheit von 91 Prozent sprach sich für Gesetze gegen abgelenktes Fahren aus.
Bei einer erneuten Zählung der Smartphone-Nutzer an der Ausfahrt des Angestelltenparkplatzes überraschte die Wissenschaftler ihre Beobachtung. Durch ihre Aufklärungskampagne ging die Zahl der abgelenkten Fahrer um 50 Prozent zurück. Einfaches Aufzeigen der Gefahr brachte die Hälfte der Fahrer zur Konzentration auf den Straßenverkehr. Durch eine weitere Zählung und eine dritte Umfrage zeigten die Forscher, dass der Effekt auch ein halbes Jahr nach der Aufklärungskampagne weiterhin anhielt.
Wie gefährlich ist Ablenkung am Steuer?
Zur Aufklärung der Autofahrer fanden die Forscher einfache und zugleich beeindruckende Beispiele: So entspreche etwa die Nutzung eines Handys beim Fahren einem Blutalkoholspiegel von 0,8 Promille - gesetzlich würde man mit solch einem Pegel als fahruntüchtig gelten. Zudem koste das Schreiben einer SMS im Durchschnitt fünf Sekunden der Aufmerksamkeit, die eigentlich der Straße gelten sollte. Fahre man mit knapp 90 Stundenkilometern sei das, als ob man ungefähr über die Länge eines Fußball-Feldes mit verbundenen Augen rase.
Mehr...
Auszug:
Studie zeigt: Aufklärung schafft Konzentration
Forscher der Universität von Arizona haben in einer Studie erforscht, wie man Fahrern die Nutzung des Smartphones am Steuer abgewöhnen kann. Sie zeigen, dass vielen Menschen die Unfallgefahr bei einer schnell getippten Kurznachricht während der Fahrt nicht bewusst ist.
Ihre Studie begann das Wissenschaftler-Team um den Traumachirurgen Bellal Joseph mit einer Erhebung, wie weit verbreitet abgelenktes Fahren unter den medizinischen Mitarbeitern der Universität von Arizona war. Dafür observierten sie den Angestelltenparkplatz der Universitätsklinik und zählten die Benutzung von Smartphones während der Fahrt. Mit einer Umfrage überprüften sie das Bewusstsein unter den Autofahrern für die Gefahren der Handy-Nutzung am Steuer. Nur 35,5 Prozent der Befragten gaben zu, sich bei der Fahrt ablenken zu lassen, 4,5 Prozent hatten bereits einen Unfall wegen abgelenkten Fahrens.
Durch eine Aufklärungskampagne vor Ort gelang es den Forschern das Bewusstsein der Fahrer für die Gefährdung des eigenen Lebens und anderer Verkehrsteilnehmer zu schärfen. In einer zweiten Umfrage im Anschluss an die Kampagne durch die Wissenschaftler sowie Informationsmaterialien und Aufklärungsposter gaben 77 Prozent der Befragten an, sich nun besser informiert zu fühlen. Eine große Mehrheit von 91 Prozent sprach sich für Gesetze gegen abgelenktes Fahren aus.
Bei einer erneuten Zählung der Smartphone-Nutzer an der Ausfahrt des Angestelltenparkplatzes überraschte die Wissenschaftler ihre Beobachtung. Durch ihre Aufklärungskampagne ging die Zahl der abgelenkten Fahrer um 50 Prozent zurück. Einfaches Aufzeigen der Gefahr brachte die Hälfte der Fahrer zur Konzentration auf den Straßenverkehr. Durch eine weitere Zählung und eine dritte Umfrage zeigten die Forscher, dass der Effekt auch ein halbes Jahr nach der Aufklärungskampagne weiterhin anhielt.
Wie gefährlich ist Ablenkung am Steuer?
Zur Aufklärung der Autofahrer fanden die Forscher einfache und zugleich beeindruckende Beispiele: So entspreche etwa die Nutzung eines Handys beim Fahren einem Blutalkoholspiegel von 0,8 Promille - gesetzlich würde man mit solch einem Pegel als fahruntüchtig gelten. Zudem koste das Schreiben einer SMS im Durchschnitt fünf Sekunden der Aufmerksamkeit, die eigentlich der Straße gelten sollte. Fahre man mit knapp 90 Stundenkilometern sei das, als ob man ungefähr über die Länge eines Fußball-Feldes mit verbundenen Augen rase.
Mehr...