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Weihnachtsgedicht 2014

Verfasst: 6. Dezember 2014 09:43
von Eva Weber
Weihnachten 2014

Es stand einmal ein Tannenbaum,
einen Schöneren gab es kaum,
doch ich sah mit jedem Jahr,
drohender für ihn Gefahr,
ein langsam Sterben hat begonnen,
und bald ward ihm die Kraft genommen.

Da kam am Ende gar die Stadt,
prüft, ob man ihn vergiftet hat?
Doch hierfür sind die Gärtner blind,
dass nah ein Dutzend Sender sind,
die ihn so fürsorglich „umstrahlen“
und ihm sein prächtig Leben stahlen.

Doch Bäumen gibt man kein Gewicht,
es kümmern auch die Menschen nicht,
die der Strahlung preisgegeben,
wen int'ressiert schon wie sie leben?
Ein großes Werk gilt's zu vollenden,
früh muss man sich an Kinder wenden.

Wie wird es diesen Kindern gehen?
Da muss man nicht in Sterne sehen!
Was sagen uns denn die Experten,
die alles prüfen und bewerten:
„Wenn sich Ratten nicht beklagen,
kann Strahlung jedes Kind vertragen.“

Das Allerwichtigste ist jetzt,
rund um die Uhr weltweit vernetzt,
konzentriert auf's Smartphone blicken,
wischen, wischen, tippen, tippen,
blindlings durch die Gegend laufen
und jedes Jahr ein Smartphone kaufen.

Und da das Netz ja nichts vergisst, es sicher immer möglich ist,
auf einem Display 6 x 10 einen „Weihnachtsbaum“ zu seh'n!!


Eva Weber

Dieses Gedicht kann jederzeit überall veröffentlicht werden, jedoch mit dem Zusatz "durch Mobilfunk geschädigt, am normalen Leben gehindert, seit nunmehr 10 Jahren."

Das Originalgedicht ist mit entsprechenden Fotos versehen.

Re: Weihnachtsgedicht 2014

Verfasst: 7. Dezember 2014 20:20
von Elisabeth Buchs
Vielen Dank an Frau Weber für das eindrückliche Weihnachtsgedicht.

Die passenden Baum-Bilder findet man hier: http://www.hese-project.org/Forum/allg/ ... hp?id=7104