Bald strahlt das Handynetz von unten
Verfasst: 10. Oktober 2015 17:33
Auszug:
Wegen des ständig wachsenden Datenvolumens will Swisscom Antennen in den Strassen versenken und Ende 2020 dem alten GSM-Netz den Stecker ziehen.
Das Datenvolumen im Mobilfunk explodiert. Besonders der Siegeszug der Smartphones hat die Zunahme der Datenübertragung durch die Luft beschleunigt. Und die Entwicklung hält an: Alle zwölf Monate verdoppelt sich das Volumen. Mit diesem exponentiellen Tempo müssen die Schweizer Mobilnetzbetreiber beim Ausbau Schritt halten, wenn sie ihre Kunden nicht mit langsamen Netzen und Datenstau verärgern wollen.
Um Kapazität im Netz zu schaffen, plant die Swisscom (SCMN 493.6 0.53%) einen radikalen Schritt: Bis Ende 2020 will der Telecomkonzern das GSM-Netz stilllegen. Heute laufen noch rund 30 Prozent der Sprachverbindungen über GSM.
Antennen ohne spezielle Bewilligungspflicht
Um noch vor der GSM-Abschaltung mehr Kapazität im Netz zu gewinnen, setzt Swisscom auf einen neuen Trick. In den grossen Ballungszentren wird der Telecomkonzern damit beginnen, Antennen in den Strassen zu versenken. Bis jetzt beschränkte sich die Installation solcher als Mikrozellen bezeichneter Antennen auf Busstationen oder Häuserfassaden.
Der Clou: Besondere Bewilligungsverfahren entfallen. Solche kleinen Antennen mit einer Sendeleistung von weniger als 6 Watt werden von der Verordnung über den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NISV) nicht erfasst. Beim Bau von Antennen mit höherer Sendeleistung müssen den zuständigen Behörden jeweils die Details und Leistungsmerkmale des geplanten Standorts vorgelegt werden. Swisscom beteuert, dass «der relevante Immissionsgrenzwert für nicht ionisierende Strahlung jederzeit eingehalten wird».
Mehr...Tages-Anzeiger 08.10.15
Wegen des ständig wachsenden Datenvolumens will Swisscom Antennen in den Strassen versenken und Ende 2020 dem alten GSM-Netz den Stecker ziehen.
Das Datenvolumen im Mobilfunk explodiert. Besonders der Siegeszug der Smartphones hat die Zunahme der Datenübertragung durch die Luft beschleunigt. Und die Entwicklung hält an: Alle zwölf Monate verdoppelt sich das Volumen. Mit diesem exponentiellen Tempo müssen die Schweizer Mobilnetzbetreiber beim Ausbau Schritt halten, wenn sie ihre Kunden nicht mit langsamen Netzen und Datenstau verärgern wollen.
Um Kapazität im Netz zu schaffen, plant die Swisscom (SCMN 493.6 0.53%) einen radikalen Schritt: Bis Ende 2020 will der Telecomkonzern das GSM-Netz stilllegen. Heute laufen noch rund 30 Prozent der Sprachverbindungen über GSM.
Antennen ohne spezielle Bewilligungspflicht
Um noch vor der GSM-Abschaltung mehr Kapazität im Netz zu gewinnen, setzt Swisscom auf einen neuen Trick. In den grossen Ballungszentren wird der Telecomkonzern damit beginnen, Antennen in den Strassen zu versenken. Bis jetzt beschränkte sich die Installation solcher als Mikrozellen bezeichneter Antennen auf Busstationen oder Häuserfassaden.
Der Clou: Besondere Bewilligungsverfahren entfallen. Solche kleinen Antennen mit einer Sendeleistung von weniger als 6 Watt werden von der Verordnung über den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NISV) nicht erfasst. Beim Bau von Antennen mit höherer Sendeleistung müssen den zuständigen Behörden jeweils die Details und Leistungsmerkmale des geplanten Standorts vorgelegt werden. Swisscom beteuert, dass «der relevante Immissionsgrenzwert für nicht ionisierende Strahlung jederzeit eingehalten wird».
Mehr...Tages-Anzeiger 08.10.15