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Kurzsichtig durchs Handy?

Verfasst: 20. Januar 2016 14:24
von Mahner
Lebensstil verschlechtert Augen
Kurzsichtig durchs Handy


Auszug:

Die intensive Nutzung von Smartphones wird nach Einschätzung von Experten zu einer spürbaren Zunahme der Kurzsichtigkeit in Deutschland führen. Derzeit seien hierzulande etwa 40 Prozent der Menschen kurzsichtig, sagte der langjährige Leiter der Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln, Wolfgang Wesemann. „Aber das geht auf jeden Fall weiter“, betonte er bei der Eröffnung der Optikmesse Opti am Freitag in München.[…]

In Asien habe sich der Anteil der Kurzsichtigen in den großen Metropolen innerhalb weniger Jahre von 20 auf 80 Prozent erhöht. Diese rasante Entwicklung könne nur mit gesellschaftlichen Veränderungen zusammenhängen. „Das kann auf keinen Fall eine genetische Entwicklung sein, sondern eine Veränderung der Lebensumstände.“

Auch in Deutschland nehme der Anteil der Kurzsichtigen in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen zu.

Kurzsichtigkeit (Myopie), bei der entfernte Objekte unscharf wahrgenommen werden, ist Folge eines zu starken Längenwachstums des Augapfels vor allem zwischen dem sechsten und 18. Lebensjahr – in dem Alter, in dem viele Heranwachsende kaum vom Handy oder Computer wegzubekommen sind. Starke Kurzsichtigkeit gilt auch als Risikofaktor für andere Augenleiden wie Grünen Star oder Netzhautablösungen.

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Re: Kurzsichtig durch EMF

Verfasst: 26. Januar 2016 19:27
von Wuff
Hier fällt mir ein Bericht eines EMF-Geschädigten ein. Die einzigen Gemeinsamkeiten zu Ihrem verlinkten Artikel sind der Oberbegriff EMF und die Beeinträchtung der Sehschärfe. Alle anderen Elemente sind anders.

Gemäss dem glaubwürdigen Bericht erlitt der Geschädigte jeweils bei naher Exposition gegenüber Fluoreszenzleuchten bzw. deren elektronischen Vorschaltgeräten innert Sekundenfrist eine Verstellung des Fokus. Die Sehstörung war hier nicht chronisch, sondern vorübergehend. Die Ursache waren beim Geschädigten mittelfrequente EMF, die mit ca. 40 kHz vom Vorschaltgerät abgestrahlt wurden. Zum Längenwachstum des Augapfels in dem von Ihnen verlinkten Artikel ist die Ursache anscheinend unklar.

Re: Kurzsichtig durchs Handy?

Verfasst: 27. Januar 2016 13:18
von Eva Weber
In meinem Beitrag geht es nun nicht explizit um Kurzsichtigkeit, vielmehr darum, gefundene Augenschäden durch gepulste elektromagnetische Strahlung einfach zu ignorieren.

Für mich ist klar verständlich, dass Augen, die nur noch im Nahbereich schauen, mit der Zeit im Fernbereich nicht mehr so gut sehen. Es ist eigentlich logisch, dass etwas, was nicht gebraucht wird, im Endeffekt nahezu verkümmert. Dazu kommen gepulste EMF mit denen elektronische Geräte betrieben werden. Je jünger die Kinder, umso näher an den Augen. Früher hieß es in der Schule: "Schreib nicht mir der Nase!" Tagtäglich wird empfohlen: "Sport machen", ansonsten werden Herz und Muskeln träge. Nun werden eben die Augen träge! Ich möchte es auch so weit führen, dass man doch tunlichst seinen Verstand gebrauchen sollte, damit man das Denken nicht verlernt. Was die Augenärzte hier feststellen, zunehmende Kurzsichtigkeit, könnte man demnach wohl mit häufigerem Gebrauch des Verstandes eindämmen.

Hierzu einen Beitrag aus den ICNIRP-Richtlinien. Dass bei diesen Folgen, im Gegensatz zur Kurzsichtigkeit, eine Brille nicht mehr hilft, ist für jedermann ersichtlich.
http://www.icnirp.org/cms/upload/public ... gdlger.pdf

"Einige Berichte lassen vermuten, daß die Retina, die Iris und das Hornhautendothel des
Primatenauges auf geringe Dosen gepulster Mikrowellenstrahlung empfindlich reagieren
(Kues et al. 1985; UNEP/WHO/IRPA 1993). Bei Absorption so geringer Energiemengen wie
26 mJ kg-1 wurde über degenerative Veränderungen in den lichtempfindlichen Zellen der
Retina berichtet. Nach Verabreichung von Timololmaleat, das zur Glaukombehandlung
verwendet wird, sank die Schwelle für die Netzhautschädigung durch gepulste Felder auf
2,6 mJ kg-1. Allerdings war ein in einem unabhängigen Labor durchgeführter Versuch, diese
Ergebnisse für CW-Felder (d. h. nicht gepulste Felder) partiell zu bestätigen, nicht erfolgreich
(Kamimura et al. 1994), und es ist daher zur Zeit nicht möglich, die potentiellen
Gesundheitsgefährdungen, die ursprünglich von Kues et al. (1985) gefunden wurden,
abzuschätzen."


Dass die Augen auf elektromagnetische Strahlung reagieren, ist an sich logisch, da das Sehen, überhaupt nur durch Licht, also elektromagnetische Strahlung, ermöglicht wird. Dass hierbei gepulste elektromagnetische Felder auf das Auge ungünstige Auswirkung haben, zeigt obiger Bericht aus den ICNIRP-Richtlinien. Eine Replikations-Studie mit CW, also ungepulsten Feldern, konnte die Ergebnisse, durchgeführt mit gepulsten Feldern, nicht bestätigen. Wie einfach - man bedient sich anderer Strahlung und alles ist im grünen Bereich! Und daraus schließt man bis 2016, nach einem Zeitraum von immerhin über 20 Jahren, immer noch messerscharf, dass es nicht möglich ist, die ursprünglich gefundenen Gesundheitsgefährdungen abzuschätzen, obwohl fast jeder ein so gepulstes Teil, sprich Smartphone, wie angewachsen in der Hand trägt und es sich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit vor die Augen hält.

Eva Weber