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Der wissenschaftlich-politisch-wirtschaftliche Digitalkomplex

Verfasst: 8. April 2017 21:19
von conviva
http://www.taz.de/!5395862/
Auszüge:
- In Berlin wurde das „Einstein Zentrum Digitale Zukunft“ eingeweiht. Einen Großteil der Finanzierung übernimmt die Industrie.
- „Hier ziehen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an einen Strang, um die Brain City Berlin zu einem international führenden Hotspot der Digitalisierung zu machen.“
- Einer der Industrievertreter, Ulrich Hartmann, Geschäftsführer der Bundesdruckerei, setzte noch eins drauf, als er von „Berlins herausragender Stellung in Deutschland als digitales Entwicklungslabor und Treibhaus einer digitalisierten Gesellschaft“ sprach.
- Der Plan sieht jetzt die Schaffung von 50 neuen Digital- und IT-Professuren an den Berliner Hochschulen vor, die sich zu interdisziplinären Projekten im ECDF zusammenfinden. Die Themen reichen von Smart Cities, digitaler Bildung, Bioinformatik, personalisierter Medizin, semantischer Datenintelligenz bis zum Internet der Dinge und Wearable Technologies.
- Kern des Modells ist die Finanzierung über eine „Public Private Partnership“
- „Die Kooperation aus öffentlicher Hand und privatwirtschaftlichen Akteuren ist in dieser Dimension sicherlich einmalig“, unterstreicht Günter Stock als Präsident der Einstein-Stiftung, die die Gelder einsammelt und an die Universitäten verteilt. Das soll den direkten Einfluss der Unternehmen auf die Unis abpuffern.

Was wird da wohl nicht erforscht?

Re: Der wissenschaftlich-politisch-wirtschaftliche Digitalkomplex

Verfasst: 11. April 2017 17:59
von Eva Weber
Eine andere Sichtweise.
conviva hat geschrieben: "Einer der Industrievertreter, Ulrich Hartmann, Geschäftsführer der Bundesdruckerei, setzte noch eins drauf, als er von „Berlins herausragender Stellung in Deutschland als digitales Entwicklungslabor und Treibhaus einer digitalisierten Gesellschaft““ sprach."
Um Gesundheit geht es mit Sicherheit nicht, außer jenen Daten, die man u.a. gleich an Ärzte und Krankenkassen übermitteln kann. Dass mögliche Beeinträchtigung der Gesundheit durch nicht ionisierende Strahlung zu bedenken ist, ist wohl das Letzte was hierbei interessieren könnte. Den Ethikrat kann man wohl abschaffen, denn zu sagen hat er mMn sowieso nichts.

Berlin ein digitales Entwicklungslabor! Liebes Berlin, entwickle dich ruhig weiter. Man kann Dir ja sogar schon ein 100 kg schweres goldenes „Ahornblatt“ davon rollen. Vielleicht bringen diese Entwickler es dann irgendwann auch zustande einen Flughafen im 3D-Druck zu erstellen, oder man tüftelt gleich daran, Reisende zu ihrer Destination zu beamen, weil man handfeste Dinge, die man vor einigen Jahren noch konnte, nicht mehr zuwege bringt.
Die herkömmliche, bewährte Art zu arbeiten, gerät ja immer mehr in Vergessenheit.

Ein „Treibhaus einer digitalisierten Gesellschaft“. Anscheinend ist die Bevölkerung noch immer zu umtriebig, besser gesagt, noch nicht träge genug. Da muss noch viel getan werden, um auch noch den letzten Rest von Eigenständigkeit aufzustöbern und in gewünschten Bahnen vor sich herzutreiben. Des Menschen Denken muss mittels Digitalisierung auf ein Minimum beschränkt werden. Gehirne müssen entmachtet werden, reduziert auf Weniges, eben darauf, dass Menschsein und Sicherheit in besten Händen sind, kurzum voll digitalisiert. Natürlich größtenteils mit gepulsten nicht ionisierenden Feldern, die, aus bestimmter Warte betrachtet, bis heute keine Nebenwirkungen haben.

Übrigens, nicht nur menschliche Energie, die für abstruseste Anwendungen digitaler Technik vertan wird, schlägt zu Buche, sondern auch die Energie, die hierfür Verwendung findet und ganz selbstverständlich aus der Steckdose kommt. Bereits am 3. April 2017, hat Deutschland soviel Kohlendioxid ausgestoßen, wie für das ganze Jahr 2017 vorgesehen. (Münchner Merkur 10.4,2017).
Immer mehr unsinnigster Mobilfunk dürfte einen nicht gerade geringen Anteil daran haben.

Eva Weber

Re: Der wissenschaftlich-politisch-wirtschaftliche Digitalkomplex

Verfasst: 8. März 2018 16:26
von Gast
:roll: Demokratisierung des Internets der Dinge :roll:
https://www.augsburger-allgemeine.de/au ... 25616.html
(Hinweis von E. Weber auf http://www.hese-project.org/Forum/allg/ ... hp?id=8321)

Die Software soll demnach nicht mehr nur auf dem Smartphone stattfinden, sondern ein Netzwerk über möglichst viele Geräte hinweg spannen und in Echtzeit mit dem Internet sowie Alltagsgeräten wie Kühlschränken oder Fernsehern kommunizieren.
"SmartThings" nennt Samsung diese globale, autonom lernende Infrastruktur, ...

Ziel:
Handys übernehmen die Interpretation der Wirklichkeit
Schon seit einiger Zeit gibt es den Trend des "Quantified Self", frei übersetzt "vermessenes Selbst". Die Idee: Körperdaten rund um die Uhr überwachen und auswerten. Das tun smarte Uhren wie die Apple Watch und Fitness-Armbänder wie Huawei Fit oder VivoFit von Garmin schon heute. Apps messen die Herzfrequenz, überwachen den Schlaf und benutzen integrierte LED-Leuchten, um mittels Pulsoxymetrie den Sauerstoffgehalt im Blut zu messen. Sogar der Blutzucker kann ermittelt werden.
Mit "Wearables", intelligenter, am Körper getragener Kleidung, könnte man seine Lebensdaten auf Schritt und Tritt überwachen. Ärzte hätten damit umfassendere Informationen über ihre Patienten als jemals zuvor, in Notfällen wäre schnell Hilfe zur Stelle. Ungeklärt ist bislang allerdings, wie sich solch sensible Daten zuverlässig schützen lassen.

Dieses Krämergeschrei klingt wie ein Statement von D.Bär. Notfälle werden schon wegen der chronischen Strahlenbelastung nicht ausbleiben können. Ein "Datenschutz wie aus dem 18. Jahrhundert" ist dabei auch recht praktisch. :mrgreen:
Auch all den Leuten, die vor ihrem verstrahlten Gesicht erschrecken, kann geholfen werden.
Wer mit seinem eigenen Äußeren unzufrieden ist, könnte dann statt in den Spiegel zu schauen einfach auf automatisch geschöntes Selfies zurückgreifen.

Mit "Demokratisierung des Internets der Dinge" ist eine innigere Kooperation der IT-Konzerne gemeint. 8)
Es scheint so, dass man sich inzwischen auch bei der Wahl von Marketingbegriffen auf eine Art Begriffsschönungssoftware stützt. Das kommt so locker rüber wie die Software zur "situationsorientierten Abgasregulation" bei Autos. Wenig Gehirn scheint sich ziemlich leicht ersetzen zu lassen.
Mit dem "Google Assistant" lassen sich Erinnerungen auf Grundlage eines Ortes erstellen. Zuhause sagt man dann dem Google-Home-Lautsprecher einfach, dass man im Supermarkt noch Milch einkaufen muss, und wird vor Ort über das Smartphone automatisch daran erinnert.
Woanders hin als in die Demenz soll der Mensch sich verlieren, wenn er ständig solche strahlenden Spielsachen benutzt, die das Gehirn kastrieren.