Kann eine Presse, die gegenüber ihrer eigenen Verquickung mit Problemen der Moderne wie der Mobilfunkfrage eine inhaltliche Tabuzone in ihrem Inneren errichtet, so verfasst sein, dass sie Druck von außen standhält? Druck, dessen Folgen am Welttag der Pressefreiheit zu recht beklagt werden.
Welttag der Pressefreiheit
https://www.unesco.de/kommunikation/wel ... iheit.html
Auf Vorschlag der UNESCO hat die UN-Generalversammlung 1993 den internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai ausgerufen. Dieser Tag erinnert an die "Erklärung von Windhoek", die 1991 mit dem Ziel der Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse in Windhoek, Namibia, verabschiedet wurde. Er erinnert aber auch an die Verletzung von Informations- und Freiheitsrechten in vielen Staaten der Welt.
Nicht nur in totalitären Staaten gibt es Anschläge auf die völkerrechtlich garantierte Presse- und Meinungsfreiheit, werden Journalistinnen und Journalisten mit Gewalt und Terror unter Druck gesetzt und mit Strafen belegt. Medien werden zensiert oder verboten. Besorgnis erregend ist, dass immer häufiger Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes ums Leben kommen.
Die Botschaft des 3. Mai lautet, dass jeder Journalist überall auf der Welt das Recht haben muss, frei und ohne Angst berichten zu können. Eine Beschränkung der Pressefreiheit ist immer auch eine Beschränkung der Demokratie.
[Farbliche Hervorhebungen vom Autor]
Eine Weltorganisation, die nicht bemerken möchte, dass die Wahrnehmung der Pflichten ihrer Institutionen von Machtinteressen unterlaufen werden, wirkt verloren, im schlimmsten Falle unglaubwürdig.
s. Kritik an WHO-EMF-Arbeitsgruppe durch RCNIRP
viewtopic.php?f=2&t=41589&p=70041&hilit ... IEV#p70041
Bedeutet als Journalist "unabhängig" zu sein, einen Freibrief für das Auslassen und Kleinreden von Fragen zu besitzen, die für Mitmenschen existenziell sind?
Journalisten werden mit Gewalt und Terror unter Druck gesetzt - woanders. Und die "feineren" Methoden hierzulande?
Pressefreiheit - war da was?
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schilte6i
Brotkorb und Hammer
Eine der feineren Methoden hierzulande beherrscht die Swisscom ganz gut: Doppelseitige Inserate, besonders dann, wenn mal wieder etwas Kritisches zu berichten wäre, z.B. über die (zwar ewig verzögerten und verwässerten) Resultate der REFLEX-Studie. Wenn ich mich recht erinnere, hat die Swisscom damals mit dem doppelseitigen Gandhi-Inserat den Schurnis mal wieder in Erinnerung gerufen, wo der Brotkorb hängt. Der Hammer, der gleich daneben hängt, ist fast immer überflüssig...
Oder anders gesagt: "Wenn man ein Problem mit Geld nicht lösen kann, löst man es mit viel Geld" (Bulgarische Volksweisheit).
Und Geld muss man sich erst mal leisten können.
Oder anders gesagt: "Wenn man ein Problem mit Geld nicht lösen kann, löst man es mit viel Geld" (Bulgarische Volksweisheit).
Und Geld muss man sich erst mal leisten können.
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conviva
Re: Pressefreiheit - war da was?
Illusion der Wahlfreiheit zwischen verschiedenen Qullen von Medieninformationen.
Hierzu gibt die Seite "dailyinfografic" eine Einsicht in die Vereinheitlichung der Medienlandschaft am Beispiel der USA: http://www.dailyinfographic.com/the-ill ... nfographic
Es wird erkenntlich, wie verhältnismässig wenig wir von den etablierten Medien zu erwarten haben.
Hierzu gibt die Seite "dailyinfografic" eine Einsicht in die Vereinheitlichung der Medienlandschaft am Beispiel der USA: http://www.dailyinfographic.com/the-ill ... nfographic
Es wird erkenntlich, wie verhältnismässig wenig wir von den etablierten Medien zu erwarten haben.
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conviva
Re: Pressefreiheit - war da was?
Wenn Anwälte Redaktionen drohenconviva hat geschrieben: Journalisten werden mit Gewalt und Terror unter Druck gesetzt - woanders. Und die "feineren" Methoden hierzulande?
Juristen gegen Journalisten
In vielen Redaktionen landen immer häufiger Schreiben von Anwälten, die gegen eine Berichterstattung über ihre Mandanten drohen, bevor diese überhaupt vollzogen wurde, also noch im Stadium der Recherche. Ein vergleichsweise kleines Medienhaus hat sich davon nicht einschüchtern lassen.
Von Michael Borgers, 16.10.2017
http://www.deutschlandfunk.de/wenn-anwa ... _id=398150
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conviva
Re: Pressefreiheit - war da was?
Medien unterlassen Berichterstattung aus Angst vor Rechtsstreitigkeitenconviva hat geschrieben:Wenn Anwälte Redaktionen drohenconviva hat geschrieben:urnalisten werden mit Gewalt und Terror unter Druck gesetzt - woanders. Und die "feineren" Methoden hierzulande?
In vielen Redaktionen landen immer häufiger Schreiben von Anwälten, die gegen eine Berichterstattung über ihre Mandanten drohen, bevor diese überhaupt vollzogen wurde, also noch im Stadium der Recherche.
Der Fall Harvey Weinstein
Das Schweigen der Journalisten
Seit den Missbrauchs-Enthüllungen über Harvey Weinstein produziert der Fall des Filmproduzenten täglich neue Schlagzeilen. Dabei auch im Fokus steht die Rolle US-Medien. Sie wussten zum Teil offenbar schon länger Bescheid, schwiegen aber aus Angst vor Rechtsstreitigkeiten.
Von Marcus Schuler, Los Angeles, 16.10.2017
http://www.deutschlandfunk.de/der-fall- ... _id=398324