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Erdverlegte Hochspannungstrasses

Verfasst: 12. Mai 2007 15:38
von mips
Zum aktuellen Artikel auf der Hauptseite von gigaherz.ch: Das Eidg. Starkstrominspektorat bekundet grosse Mühe mit der Wahrheit

Dass konventionelle Höchpannungskabeln (2x 380kV/1950A) höhere Magnetfelder zur Folge habe trifft nur gerade bis zu einem seitlichen Abstand von 6m zum erdverlegten Kabel zu. Die Anlagegrenzwerte werden bereits in einem Abstand von 11m klar eingehalten, Feileitungen mi Tonnenmasten ist dies erst in 64m Abstand der Fall.

Elektrische Felder sind bei erdverlgten Leitungen kein Thema. Erdverlegte Hoch- und Höchstspannungsleitungen weisen aber andere Nachteile auf. Das technische Hauptproblem sind die grossen Kapazitäten mit den Blindströmen als Folge, die alle 2-3km eine Kompensationsdrossel erfordern. Das andere Problem Energieverluste, die als Wärme abgeführt werden muss.

GIL stellen aus Sicht dar EMV und aus des Energiesparen eine interessante Alternative dar, ich würde die Treibhausproblematik von SF6 nicht dermass verharmlosen wie Herr Jakob. Di e neuste Generation an GIL von Siemens verwendet aber nicht mehr reines SF6, sondern verdünnt dieses mit Stickstoff. Ich bin der Ansicht, dass SF6 nicht in die Umwelt gelang darf, dafür sorgen aber auch technische Lösungen, denn SF6 darf auch aus betrieblichen Gründen nicht entweichen (Isolationsverlust, der zu einem Kurzschluss führt). Auch der Rückführprosses von SF6 gilt las gelösst. Somit kann eigendlich nur SF6 in die Umwelt gelangen, wenn die GIL zerstört wird (geprüftes Alurohr mit 1cm dicker Wandung).

Ich nam vor 2,5 Jahren Kontakt mit dem Vorsteher des Departemen für Umwelt, Verkehr und Energie auf, um die Idee einer GIL im Trasse der NEAT (inkl. Gotthart- NEAT- Tunnel) zu propagiern. Geantwortet hat das Bundesamt für Verkehr. Das Bundesamt will keine bahnfremde Infrastruktur im Tunnel, weil diese bei Wartungsarbeiten oder Störfällen den Betrieb der SBB beeintächtigen könnte. Auch herrschen in der Tunnelmitte Temperaturen, die für moderne Lokomotiven bereits im Grenzbereich seien und deshalb keine zusätzliche Wärmequellen im Tunnel installiert werden dürfe. Für diese Argumente habe ich absolut kein Verständnis. GIL sind sehr wartungsfei und äusserst störunanfällig. Zum Einen wird in unserer Energiedebatte oft Geothermie als Energie der Zukunft propagiert, zum Anderen hat man im Neattunel Wärmeenergie mit der man nichts anzufangen weiss.
Auch die Firma Siemens hat der Alpentransit AG schon GIL vorgestellt. Die Erbauer der Neat hätten aber deutlich gemacht, dass im Tunnelprofil kein Plaz für 3 GIL- Röhren bestände.