Schutz vor elektromagnetischen Handy-Strahlen. BAG warnt vor
Verfasst: 15. Dezember 2003 16:50
Schutz vor elektromagnetischen Handy-Strahlen BAG warnt vor zweifelhaften Produkten
Bern (sda) Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt vor zweifelhaften Produkten, die vor elektromagnetischer Handystrahlung schützen sollen. Diese könne bereits mit kostenlosen Massnahmen wirkungsvoll vermindert werden.
Gespräche via Handy, SMS und MMS werden über elektromagnetische Wellen übertragen. Diese bilden die Voraussetzung dafür, dass die Kommunikation via Mobiltelefon überhaupt möglich ist. Mit der Furcht der Konsumenten vor den möglichen Folgen dieser Strahlung spielen indes zahlreiche Produkte, die einen wirkungsvollen Schutz versprechen.
Erhältlich sind Handyhüllen, Kleber verschiedener Grösse, Antennenummantelungen oder Chips, die auf oder im Handy angebracht werden. Auch werden so genannte «Harmonisierungsprodukte» angeboten, die nach Angaben der Händler die «schädliche» Strahlung in «gutartige» umwandeln.
Abschirmungseffekt zu stark
Viele Abschirmungsprodukte hätten tatsächlich eine solche Wirkung, schreibt das BAG in seinem neuesten Bulletin. Aus verschiedenen Gründen würden sie aber die Strahlenbelastung beim Telefonieren nicht vermindern.
Manche dieser Produkte seien zu klein, so dass sie die Strahlung nicht abgeschirmt werde. Grosse Kleber oder Hüllen hätten zwar eine abschirmende Wirkung, würden sich aber auf andere Weise negativ auswirken.
So bewirkten diese durch ihre abschirmende Wirkung, dass die Antennen stärker strahlen müssten, um das Handy zu erreichen. Auch könne es vorkommen, dass ein Handy trotz guter Verbindung keine Verbindung aufbauen könne.
Die Wirkung von «Harmonisierungsprodukten» wiederum habe bisher durch wissenschaftliche Untersuchungen nicht nachgewiesen werden können, schreibt das BAG weiter.
SMS statt Telefonieren
Da die gesundheitlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlen noch nicht umfassend erforscht seien, empfiehlt das BAG aber, die Strahlenbelastung beim Mobiltelefonieren so niedrig wie möglich zu halten. Dies sei durch einfache, kostenlose Massnahmen machbar.
So kann ein strahlungsarmes Handy benutzt oder via Freisprechanlage telefoniert werden. Für kurze Nachrichten könnten SMS geschrieben werden und beim Telefonieren könne man sich kurz fassen, empfiehlt das BAG weiter. Der Verzicht auf Abschirmungsprodukte helfe ebenfalls, da so keine höhere Strahlung erzeugt werde.
(SDA-ATS)
Bern (sda) Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt vor zweifelhaften Produkten, die vor elektromagnetischer Handystrahlung schützen sollen. Diese könne bereits mit kostenlosen Massnahmen wirkungsvoll vermindert werden.
Gespräche via Handy, SMS und MMS werden über elektromagnetische Wellen übertragen. Diese bilden die Voraussetzung dafür, dass die Kommunikation via Mobiltelefon überhaupt möglich ist. Mit der Furcht der Konsumenten vor den möglichen Folgen dieser Strahlung spielen indes zahlreiche Produkte, die einen wirkungsvollen Schutz versprechen.
Erhältlich sind Handyhüllen, Kleber verschiedener Grösse, Antennenummantelungen oder Chips, die auf oder im Handy angebracht werden. Auch werden so genannte «Harmonisierungsprodukte» angeboten, die nach Angaben der Händler die «schädliche» Strahlung in «gutartige» umwandeln.
Abschirmungseffekt zu stark
Viele Abschirmungsprodukte hätten tatsächlich eine solche Wirkung, schreibt das BAG in seinem neuesten Bulletin. Aus verschiedenen Gründen würden sie aber die Strahlenbelastung beim Telefonieren nicht vermindern.
Manche dieser Produkte seien zu klein, so dass sie die Strahlung nicht abgeschirmt werde. Grosse Kleber oder Hüllen hätten zwar eine abschirmende Wirkung, würden sich aber auf andere Weise negativ auswirken.
So bewirkten diese durch ihre abschirmende Wirkung, dass die Antennen stärker strahlen müssten, um das Handy zu erreichen. Auch könne es vorkommen, dass ein Handy trotz guter Verbindung keine Verbindung aufbauen könne.
Die Wirkung von «Harmonisierungsprodukten» wiederum habe bisher durch wissenschaftliche Untersuchungen nicht nachgewiesen werden können, schreibt das BAG weiter.
SMS statt Telefonieren
Da die gesundheitlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlen noch nicht umfassend erforscht seien, empfiehlt das BAG aber, die Strahlenbelastung beim Mobiltelefonieren so niedrig wie möglich zu halten. Dies sei durch einfache, kostenlose Massnahmen machbar.
So kann ein strahlungsarmes Handy benutzt oder via Freisprechanlage telefoniert werden. Für kurze Nachrichten könnten SMS geschrieben werden und beim Telefonieren könne man sich kurz fassen, empfiehlt das BAG weiter. Der Verzicht auf Abschirmungsprodukte helfe ebenfalls, da so keine höhere Strahlung erzeugt werde.
(SDA-ATS)