130 dB bei eingehendem SMS...

open mind
Beiträge: 239
Registriert: 29. Januar 2007 09:42
Wohnort: Eingekreist von 5 GSM/UMTS Anlagen

130 dB bei eingehendem SMS...

Beitrag von open mind » 21. Mai 2007 15:38

Ein Kollege von mir hat mit einem SPM, Sound Pressure Meter, der die Lautstärke eines Ereignisses messen kann,

bei einem eingehenden SMS auf sein Natel, das während der Messung direkt neben dem SPM lag, sage und schreibe 130 dB gemessen.

130 dB entspricht in etwa einem startenden Jumbo-Jet auf der Startbahn.

Und so eine Belastung mitten im Wohnzimmer, sobald nur ein SMS eingeht.

Kein Wunder, versagt langsam unsere Gesundheit, unser Körper, denn 130 dB sind einfach zuviel für unsere empfindlichen Zellen und unseren delikaten, fein-austarierten Stoffwechsel.


Wer kann Messung und Bedeutung bestätigen?


+open mind+
NISV-Grenzwerte = Nicht einklagensfähige, Straf-freie VERSTRAHLUNGS-Zulassungswerte.

WAIDS = Wireless Aired Immune Deficiency Syndrome.

Der Weltrekord im Handy-Weitwurf hat aktuell der Finne Tommi Huotari inne mit 89,62 Metern.

unwichtig
Beiträge: 891
Registriert: 27. Januar 2007 16:23

Beitrag von unwichtig » 21. Mai 2007 18:15

Liegt es am Klingelton?

Im Ernst, es klingt ein wenig als könne das Messgerät die Strahlung nicht vertragen und zeigt daher etwas an? Technische Geräte müssen ja auch deutlich weniger aushalten können als Menschen.

Das klingt logisch, wenn man bedenkt das wir ein bioelektrisches Wesen sind dessen Funktionen sämtlich mit sehr geringen Strömen und Frequenzen von wenigen Hz bis 1000 Hz gesteuert werden. Dumm das dies genau im Bereich der Pulsung vielen funkenden Spielzeuge liegen. Aber, wer sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt kommt schnell dahin, dass es ja zum Glück Grenzwerte gibt.

http://www.diagnose-funk.ch/printable/a ... c2f0b.html

137 V/m Netzhautschäden bei einem Antennentechniker nach 30 Min. Exposition. (Nachtblind, Farbenblind.)

ca. 55 V/m, lokal (Peak: 120V/m) Feldstärke am Kopf mit Handy in ca. 2 cm Abstand. Für Handys existieren lediglich Richtwerte, keine Grenzwerte.

41, 58, 61 V/m Immissionsgrenzwerte für GSM900, GSM1800, UMTS (Aussenbereich). Die Werte wurden von der ICNIRP, einem privaten Verein industrienaher Experten, empfohlen und von den meisten Landesregierungen ohne weitgehende wissenschaftliche Prüfung übernommen. CH-Bundesrat (Gilt auch in D, F, UK, u.a.)


Da der Deutsche im Allgemeinen als extrem resident gegen Strahlung gilt, gelten die Grenzwerte dort auch innen. In der Schweiz werden Sie durch Gebäudedämpfung automatisch erreicht. Für die meisten Bewohner dieses Planeten, Die nicht in solch massiven Häusern wohnen gilt das nicht. Dafür erreichen in Gebäuden gerne genutzte Spielzeuge wie DECT/WLAN dort nicht solche hohen Werte wie bei uns...

Diese Werte gelten im übrigen nur für eine sechs Minütige Einwirkzeit und schützen nicht vor längerfristigen Gefahren wie Krebs, so zumindest die WHO.

In den USA wurden Handys sogar von den IEEE/ANSI Grenzwerten ausgenommen, weil sonst hätte man die "schöne" Mobilfunktechnik gar nicht auf den Markt bringen dürfen.

Bild

Wenn man die oben genannten Werte anschaut, wäre solch eine Bekleidung wohl auch zur Nutzung eines Handy angebracht. Gut, würde dann keiner tun, weil das nächste Festnetzgerät wäre wahrscheinlich schneller zu erreichen, als die Zeit um die umfangreiche unc schweißtreibende Ausrüstung anzulegen.

Aber die Grenzwerte schützen ja, oder?

Michael

Beitrag von Michael » 21. Mai 2007 21:15

Aber die Grenzwerte schützen ja, oder?
Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen :!:
Die 130 dB sind NF und keine HF. Wie viel dB wurde der Verstärker ausgesteuert? Wie geschirmt waren die Kabel?

Zu wenig geschirmte Kabel können auch vom Alternator und Zündung Störungen in die NF von Audiogeräten übertragen. Auch Autos haben sehr viel HF im Fahrgastraum, sicher mehr als ein Handy Sms.

Das Bild mit den Schutzanzügen ist für Antennenmonteure die zum Teil an sehr starken Anlagen arbeiten müssen wie TV oder Radiosender mit mehreren Kilowatt.

unwichtig
Beiträge: 891
Registriert: 27. Januar 2007 16:23

Beitrag von unwichtig » 22. Mai 2007 00:15

Michael hat geschrieben:
Aber die Grenzwerte schützen ja, oder?
Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen :!:
Die 130 dB sind NF und keine HF.

"Im Ernst, es klingt ein wenig als könne das Messgerät die Strahlung nicht vertragen und zeigt daher etwas an? Technische Geräte müssen ja auch deutlich weniger aushalten können als Menschen."

Das war meine Vermutung zur Anzeige des Messgeräts, bitte genau lesen vor dem Antworten.
Michael hat geschrieben: Das Bild mit den Schutzanzügen ist für Antennenmonteure die zum Teil an sehr starken Anlagen arbeiten müssen wie TV oder Radiosender mit mehreren Kilowatt.
Und Mobilfunksender mit mehreren Kilowatt:

http://gigaherz.ch/pages/posts/ende-der ... 5.php?g=63

Die gerne mitten in Wohngebieten aufgestellt werden, im Gegensatz zu TV oder Radiosendern.

Kurt

ERP vs.Sendeleistung

Beitrag von Kurt » 22. Mai 2007 07:56

unwichtig hat geschrieben: Und Mobilfunksender mit mehreren Kilowatt:

http://gigaherz.ch/pages/posts/ende-der ... 5.php?g=63

Die gerne mitten in Wohngebieten aufgestellt werden, im Gegensatz zu TV oder Radiosendern.
Lieber unwichtig,

wenn man sich direkt vor eine Mobilfunkantenne stellt dann geht es nicht
um die ERP, die tatsächlich im kW-Bereich liegen kann, sondern um die
tatsächlich abgestrahlte Leistung. Und diese ist im Bereich einiger 10 W.
Weiterhin befindet man sich direkt vor einer Richtantenne mit einem
derartigen Gewinn sicher nicht im Fernfeld, also gelten wieder andere
Regeln.
Oder haben Sie etwa Angst sich vor einen Autoscheinwerfer zu stellen,
der eine äquivalente Strahlungsleitung einer Lampe von ca. 40 ... 60 kW
hat? Auch da gilt, dass diese Aussage erst in einer Entfernung sinnvoll
ist, die wesentlich größer, als der Durchmesser des Scheinwerfers ist.

Kurt

unwichtig
Beiträge: 891
Registriert: 27. Januar 2007 16:23

Re: ERP vs.Sendeleistung

Beitrag von unwichtig » 22. Mai 2007 10:35

Kurt hat geschrieben:
unwichtig hat geschrieben: Und Mobilfunksender mit mehreren Kilowatt:

http://gigaherz.ch/pages/posts/ende-der ... 5.php?g=63

Die gerne mitten in Wohngebieten aufgestellt werden, im Gegensatz zu TV oder Radiosendern.
Lieber unwichtig,

wenn man sich direkt vor eine Mobilfunkantenne stellt dann geht es nicht
um die ERP, die tatsächlich im kW-Bereich liegen kann, sondern um die
tatsächlich abgestrahlte Leistung. Und diese ist im Bereich einiger 10 W.
Weiterhin befindet man sich direkt vor einer Richtantenne mit einem
derartigen Gewinn sicher nicht im Fernfeld, also gelten wieder andere
Regeln.
Oder haben Sie etwa Angst sich vor einen Autoscheinwerfer zu stellen,
der eine äquivalente Strahlungsleitung einer Lampe von ca. 40 ... 60 kW
hat? Auch da gilt, dass diese Aussage erst in einer Entfernung sinnvoll
ist, die wesentlich größer, als der Durchmesser des Scheinwerfers ist.

Kurt
Beim Autoscheinwerfer erhalten Sie ein gleichmäßiges Licht und Sie werden schon automatisch die Augen schließen wenn es zu hell wird, da Sie das Licht im Gegensatz zur (gepulsten) Hochfrequenz sofort wahrnehmen können. Unser Körper kann mit diesem Frequenzspektrum umgehen, da er seit Millionen von Jahren an Licht gewöhnt ist.

Solche Anzüge sind Vorschrift, gerade weil ja schwerste Verletzungen passiert sind:

137 V/m Netzhautschäden bei einem Antennentechniker nach 30 Min. Exposition. (Nachtblind, Farbenblind.)

Natürlich kommt es im Nahbereich solcher Antennen, genau wie bei Handys zu extremen Belastungen. Sog. Hotspots entstehen und induzieren den größten Teil der Sendeleistung ins Gehirn des Benutzers oder eben wie beim schwer verletzten Antennentechniker in die Augen. Vergleichen Sie also nicht ständig Äpfel mit Birnen.

Kurt

Re: ERP vs.Sendeleistung

Beitrag von Kurt » 23. Mai 2007 08:23

unwichtig hat geschrieben:
Beim Autoscheinwerfer erhalten Sie ein gleichmäßiges Licht und Sie werden schon automatisch die Augen schließen wenn es zu hell wird, da Sie das Licht im Gegensatz zur (gepulsten) Hochfrequenz sofort wahrnehmen können. Unser Körper kann mit diesem Frequenzspektrum umgehen, da er seit Millionen von Jahren an Licht gewöhnt ist.

Solche Anzüge sind Vorschrift, gerade weil ja schwerste Verletzungen passiert sind:

137 V/m Netzhautschäden bei einem Antennentechniker nach 30 Min. Exposition. (Nachtblind, Farbenblind.)

Natürlich kommt es im Nahbereich solcher Antennen, genau wie bei Handys zu extremen Belastungen. Sog. Hotspots entstehen und induzieren den größten Teil der Sendeleistung ins Gehirn des Benutzers oder eben wie beim schwer verletzten Antennentechniker in die Augen. Vergleichen Sie also nicht ständig Äpfel mit Birnen.
Lieber unwichtig,

ich vergleiche nicht Äpfel mit Birnen. Sie sind es, der offensichtlich den
Unterschied zwischen ERP und absolut abgestrahlter Leistung nicht
versteht, denn Sie setzten einen Radiosender mit einigen kW Sendeleistung (der einige hundert kW ERP hat) gleich mit einer
Mobilfunkbasistation mit einigen kW ERP. Das ist aber falsch!

Mit meinem Vergleich mit dem Autoscheinwerfer habe ich versucht zu
verdeutlichen, worin der Unterschied zwischen ERP und absoluter Leistung besteht.

Vielleicht zur Info: Sie könnten so nahe sie wollen an einen mit 50 W
sendende Mobilfunkantenne herantreten, wie Sie wollen -- Sie würden
nicht das Geringste spüren.
Nicht nur das, Sie würden nicht einmal merken, ob die Antenne
sendet oder nicht! Der allergrößte Teil der HF geht an Ihnen vorbei oder
wird reflektiert und die verbleibende Leistungsflußdichte von vielleicht
gerade mal 5...10 W/m² wird Ihre Körperoberfläche so wenig erwärmen,
dass Sie das nicht spüren. Das HF-Feld selber ist ohnehin nicht wahrnehmbar,
da uns -- wie Sie selbst sagen -- der Sinn dafür fehlt.



Des weiteren ist es ziemlich müssig bei den Leistungen, die im Bereich
Mobilfunk zur Rede stehen von "hot spots" zu reden. Die Eindringtiefe
von Signalen im GHz-Bereich liegt bestenfalls bei einigen cm, abhängig
davon, ob es sich um Fett-, Muskel- oder Knochengewebe handelt.
NB: Eindringtiefe heisst, dass in dieser Tiefe die Feldstärke auf den 1/e-ten
Teil abgesunken ist. Monton und ohne lokale Überhöhung für die es
bei den verwendeteten Frequenzen und beteiligten Medien auch keinerlei
physikalische Begründung gibt.
Hot spots im Sinne lokaler Feldstärkemaximas könnten sich nur
in wenig dämpfenden Medien bilden in dem sich Reflexionen überlagern.
Körpergewebe dämpft aber ziemlich stark, wie man an der geringen
Eindringtiefe ablesen kann. Mit anderen Worten: Der Mensch ist bzw.
enthält keine Richtantenne, die die HF in irgendeiner Weise an irgend
einer Stelle konzentrieren könnte.

Kurt

unwichtig
Beiträge: 891
Registriert: 27. Januar 2007 16:23

Beitrag von unwichtig » 23. Mai 2007 11:14

Kurt,

ich würde die 5-10 W/m2 des gepulsten Giftes spüren, bzw. nach einiger Zeit mit heftigsten Kopfschmerzen reagieren da ich betroffen bin und schon wenige tausend uW/m2 für mich nicht sehr lange erträglich sind.

Zur Eindringtiefe empfehle ich ihnen zum Beispiel Robert C. Kane "Cellular Telephone Russian Roulette" zu lesen, dort wird die verheerende Wirkung gepulster Hochfrequenz besonders im Nahbereich sehr gut beschrieben. Diese gehen deutlich über einige Zentimeter hinaus und führen zu Überhitzung und daraus resultierender Zerstörung von Gehirn Gewebe. Da das Gehirn keine Möglichkeit hat diese Temperatursteigerungen zu bemerken, macht es das Ganze besonders gefährlich.

Aber wenn ich Sie recht verstanden habe, bezweifeln Sie auch folgendes:

137 V/m Netzhautschäden bei einem Antennentechniker nach 30 Min. Exposition. (Nachtblind, Farbenblind.)

ca. 55 V/m, lokal (Peak: 120V/m) Feldstärke am Kopf mit Handy in ca. 2 cm Abstand. Für Handys existieren lediglich Richtwerte, keine Grenzwerte.

Die biologisch Nachgewiesenen Folgen, wie das extrem verminderte Reaktionsverhalten beim Führen eines PKW unter Nutzung eines Mobiltelefons, Vergleichbar und schlechter als bei ca. 1 Promille Blutalkohol muss ja irgendwoher stammen. Die oben beschrieben Zerstörung von Hirngewebe scheint die einzig schlüssige Erklärung dafür zu sein. Wenn nichts passieren würde, wie Sie hier stoisch behaupten, wären solche reproduzierbaren Verhaltensänderungen ja gar nicht möglich.

Antworten