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Umrechnung von dBuV nach V/m

Verfasst: 18. Februar 2004 23:31
von Martin
Wie kann ich Angaben in dBuV in Werte mit der Einheit V/m?

Re: Umrechnung von dBuV nach V/m

Verfasst: 20. Februar 2004 09:36
von Gigaherz
Hallo Martin

Nach Rücksprache mit unserem Präsidenten Folgendes: Diese Umrechnung (von Hand) ist etwas kompliziert. Aber es gibt ein Umrechnungsprogramm für den PC. Wenn Sie uns Ihre Adresse angeben, erhalten Sie dazu eine Diskette.

Gigaherz

Re: Umrechnung von dBuV nach V/m

Verfasst: 20. Februar 2004 14:07
von A.Masson
Zur Einheiten-Umrechnung:

dBuV (dBMikrovolt) ist ein logarithmisches Mass für die Volt, also z.B. für die Spannung, welche die Antenne dem Messgerät abliefert.

V/m ist ein Mass für die Feldstärke, für die Stärke des Feldes, das frei und ganz ohne Geräte in der Luft ist. Steigt die Feldstärke, so steigen auch die durch die Antenne erzeugten Volt.

Damit hat es sich aber bereits. Die Feldstärke kann nicht rein rechnerisch in die Volt umgewandelt werden, die das Messgerät dem Messgerät zur Verfügung stellt. Eine empfindliche Antenne macht viele Volt, eine andere Antenne wenig Volt aus ein und derselben Feldstärke Da ist die Antenne dazwischen, und um diesen Zusammenhang festzustellen, müsste man alles zum Eichen geben. Das kostet aber.

Oder man nimmt als Antenne z.B. einen Stab gewisser Länge an, so dass man mit groben Annahmen einen Zusammenhang von den V/m bis zu den V über den Daumen abschätzen kann.

Kommt dazu, dass die Antenne in unterschiedlichen Richtungen unterschiedlich empfindlich ist.

Kommt dazu, dass speziell bei einfacheren Geräten auch etwas angezeigt wird, wenn gar keine Antenne auf dem Messgerät ist. Das wird eingestrahlt durch das Plasticgehäuse, kommt ganz unkontrolliert in die Elektronik. Das kann übrigens praktisch sein, wenn man ganz nahe bei der Antenne misst, man hat dann sicher nur die Signale der betrachteten Antenne. Jede Ablesung in V/m muss man hier von vornherein vergessen.

Solange man biologisch keine Ahnung hat über die Auswirkungen der Strahlung, speziell die Unterschiede bei verschiedenen Menschen, ist wohl auch die Jagd nach genauen Messwerten einigermassen sinnlos. Vergleichen, wo es mehr hat und wo weniger, das kann man auch mit ungeeichten Messungen. Wenn man immer mit derselben Antenne misst, so braucht man die exakten, geeichten Werte gar nicht zu kennen ? Uiiiih, das wird aber Antworten geben!! Einzig ob "über oder unter den gesetzlichen Grenzwerten", das muss geeicht entschieden werden, das ist klar. Das hat aber mit Biologie nichts zu tun.

A.Masson

Re: Umrechnung von dBuV nach V/m

Verfasst: 20. Februar 2004 15:10
von Gigaherz
Vielen Dank, Herr Masson

Die Stellungnahme eines Physiklehrers ist uns sehr viel wert. Es sieht so aus, dass das Ganze doch recht kompliziert ist und im Endeffekt weniger mit diesen Dingen Bewanderten nicht viel helfen wird. Es gibt zu viele Unwägbarkeiten, als dass ich daraus ein praktischer Nutzen ergibt.

Gigaherz

Re: Umrechnung von dBuV nach V/m

Verfasst: 21. Februar 2004 21:58
von Martin
Ich möchte nicht ein Programm, das die Umrechnung vollzieht, sondern die Formel, die mir klar aufzeigt, welche Parameter wie das Resultat beeinflussen.

Re: Umrechnung von dBuV nach V/m ||-> Formeln

Verfasst: 23. Februar 2004 11:26
von Mike
Hallo Martin,
das kann z.B. so berechnet werden.

[ Beispielwerte: Angezeigter Wert am Spektrumanalysator 95 dBµV bei 1850 MHz, Kabeldämpfung 2 dB, Ant.-Gewinn 8,15 dB(i) entspricht 6dB(d) ]


a) Umrechnung von Spannungs- nach Leistungspegel
dBµV = dBm + 107 [also sind 95 dBµV gleich -12 dBm]

b) nun den effektiven Leistungspegel berechnen,
dazu die Kabeldämpfung addieren und den Antennen-Gewinn (in dBd) abziehen.
[ergibt -12+2-6 = -16 dBm]

c) jetzt kann die elektrische Feldstärke in dBµV/m berechnet werden
e = 74,8 + (20 lg ( f in MHz)) + (P in dBm)

[ ergibt e = 74,8 + 65,34 + (-16) = 124 dBµV/m ]

d) wer möchte kann noch umrechnen in V/m
E = (10Exp(e / 20) / 1000000

[ E = 10Exp 6,2 / 1000000 = 1,58 V/m ]

e) wer gerne die Leistungsflußdichte oder Strahlungsdichte in µW/m2 bestimmen möchte:
S = (E*E / Wellenwiederstand 377 Ohm) * 1000000

[ S = 0,006621 * 100000 = 6622 µW/m2


Die Formeln können jetzt noch entsprechend umgestellt werden - wichtig ist immer den Antennen-Gewinn (isotrop oder über Dipol) enstprechend zu berücksichtigen - das wird gerne falsch gemacht.

Gruß
Mike

pair

Verfasst: 10. Oktober 2006 11:54
von pair
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