Euro 08 als Sprungbrett für Handy-TV?!
Verfasst: 6. Juni 2007 08:46
Heute gelesen in der Mittelland-Zeitung. Meine Meinung: ein Witz, eine Fussball-EM oder -WM oder auch sonst grosse Spiele schaut man zu Hause vor dem Breitibild-TV, in einer Sport-Bar oder beim Public Viewing vor einer Grossleinwand - und SICHER NICHT alleine in einer Ecke auf einem Display von 3x3 cm........! Ganz abgesehen, dass dieser Schrott sicher noch kostenpflichtig ist und ganze Gebiete mit Elektrosmog von den Sendeanlagen verseucht. Hier der Zeitungsbericht:
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Rennen um Konzession eröffnet
Mobiles Fernsehen Auf Fussball-EM 2008 hin soll in der Schweiz Handy-TV lanciert werden
Die Eidg. Kommunikationskommission (Comcom) will im Herbst eine landesweite Konzession für Handy-TV vergeben. Ziel ist es, dass an der Fussball-EM 2008 erste Angebote in den Austragungsstädten Basel, Bern, Zürich und Genf vorhanden sind.
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat gestern die Ausschreibung für eine Konzession für Handy-TV eröffnet. Die Bewerberinnen haben bis zum 27. Juli Zeit, ihre Unterlagen einzureichen, wie die Comcom mitteilte.
Fussball-EM als Lockvogel
Der Zeitpunkt der Lancierung ist nicht zufällig. Die Technologie für Handy-TV sei im Kommen, erklärte Comcom-Sekretär Peter Bär. In einigen Ländern gebe es bereits entsprechende Angebote. In Italien sei auf die Fussball-Weltmeisterschaft hin Handy-TV lanciert worden. Die Erfahrung zeige, dass Grossereignisse positive Impulse auf diese Technologien hätten.
Die Konzession wird für zehn Jahre erteilt und verpflichtet die Konzessionärin, bis Ende Mai 2008 30 Prozent und bis Ende 2012 mindestens die Hälfte der Schweizer Bevölkerung mit Handy-TV zu versorgen.
Beim Verfahren, das angewendet wird, handelt es sich um einen Kriterienwettbewerb. Im Gegensatz zu einer Auktion muss daher kein Preis bezahlt werden. Die beste Bewerbung erhält die Konzession.
«Grundsätzlich kosten Rundfunkgebühren nichts», erklärte der Comcom-Sekretär weiter. Das Uvek habe bestimmt, dass 70 Prozent der Übertragungskapazität zwingend für Radio- und TV-Programme genutzt werden müssten. 30 Prozent könnten für Fernmeldedienste verwendet werden. Sollte ein Anbieter auch Fernmeldedienste anbieten, müsste er für diese eine Frequenzgebühr bezahlen.
Die Ausschreibung enthält laut Mitteilung keine Vorgaben über den zu verwendenden technischen Standard für die Verbreitung von mobil empfangbaren TV-Programmen. Da der DVB-H-Standard (Digital Video Broadcast-Handheld) laut Comcom die effizienteste Nutzung der verfügbaren Frequenzen ermöglicht, empfiehlt sie deren Einsatz.
Als Kriterien für den Erhalt der Konzession gibt die Comcom die Einhaltung der Konzessionsvoraussetzungen und der gesetzlichen Anforderungen sowie eine gesicherte Finanzierung an. Bei den Bewerbungen werden Versorgung und Rollout, Konzept und Umsetzung, Business- und Serviceplan, Beitrag zur Medienvielfalt sowie Kohärenz und Glaubwürdigkeit verglichen.
Sollte sich ein grosses Interesse an den ausgeschriebenen Frequenzen zeigen, besteht gemäss Mitteilung die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere, heute noch nicht frei verfügbare Bedeckung für Handy-TV auszuschreiben.
Ungewisse Zahl von Bewerbungen
Bei der Comcom will man sich nicht zur Zahl von Bewerbungen äussern. Mit grösster Wahrscheinlichkeit dürfte ein Dossier der Swisscom eingehen. Mögliche weitere Bewerber könnten Sunrise und Orange sein.
Firmen könnten auch Konsortien bilden, heisst es bei der Comcom. Bei der Konzession gehe es nicht nur um technische Fähigkeiten, sondern auch um Kompetenzen im Medienbereich. Ausserdem sei es auch möglich, sich nur um den Inhalt oder nur um die Verbreitung zu bewerben. Die Comcom gibt ausserdem zu bedenken, dass die bevorzugte DVB-H-Technologie komplementär zur bisher von den drei genannten Telekomanbietern angewendeten Technologie ist. Die Qualität der Übertragung sei aber bei dieser neuen Technologie deutlich besser als die bisherigen Fernsehangebote auf den herkömmlichen Mobilnetzen.
Für das Broadcasting, das eine Einwegkommunikation ist, könnten bei den Antennen primär die bestehenden Standorte genutzt werden. Falls weitere Antennen notwendig seien, könnten diese ausserhalb der Siedlungsgebiete stehen, da eine grössere Entfernung von den Endgeräten möglich sei, sagte Bär. (SDA)
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Rennen um Konzession eröffnet
Mobiles Fernsehen Auf Fussball-EM 2008 hin soll in der Schweiz Handy-TV lanciert werden
Die Eidg. Kommunikationskommission (Comcom) will im Herbst eine landesweite Konzession für Handy-TV vergeben. Ziel ist es, dass an der Fussball-EM 2008 erste Angebote in den Austragungsstädten Basel, Bern, Zürich und Genf vorhanden sind.
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat gestern die Ausschreibung für eine Konzession für Handy-TV eröffnet. Die Bewerberinnen haben bis zum 27. Juli Zeit, ihre Unterlagen einzureichen, wie die Comcom mitteilte.
Fussball-EM als Lockvogel
Der Zeitpunkt der Lancierung ist nicht zufällig. Die Technologie für Handy-TV sei im Kommen, erklärte Comcom-Sekretär Peter Bär. In einigen Ländern gebe es bereits entsprechende Angebote. In Italien sei auf die Fussball-Weltmeisterschaft hin Handy-TV lanciert worden. Die Erfahrung zeige, dass Grossereignisse positive Impulse auf diese Technologien hätten.
Die Konzession wird für zehn Jahre erteilt und verpflichtet die Konzessionärin, bis Ende Mai 2008 30 Prozent und bis Ende 2012 mindestens die Hälfte der Schweizer Bevölkerung mit Handy-TV zu versorgen.
Beim Verfahren, das angewendet wird, handelt es sich um einen Kriterienwettbewerb. Im Gegensatz zu einer Auktion muss daher kein Preis bezahlt werden. Die beste Bewerbung erhält die Konzession.
«Grundsätzlich kosten Rundfunkgebühren nichts», erklärte der Comcom-Sekretär weiter. Das Uvek habe bestimmt, dass 70 Prozent der Übertragungskapazität zwingend für Radio- und TV-Programme genutzt werden müssten. 30 Prozent könnten für Fernmeldedienste verwendet werden. Sollte ein Anbieter auch Fernmeldedienste anbieten, müsste er für diese eine Frequenzgebühr bezahlen.
Die Ausschreibung enthält laut Mitteilung keine Vorgaben über den zu verwendenden technischen Standard für die Verbreitung von mobil empfangbaren TV-Programmen. Da der DVB-H-Standard (Digital Video Broadcast-Handheld) laut Comcom die effizienteste Nutzung der verfügbaren Frequenzen ermöglicht, empfiehlt sie deren Einsatz.
Als Kriterien für den Erhalt der Konzession gibt die Comcom die Einhaltung der Konzessionsvoraussetzungen und der gesetzlichen Anforderungen sowie eine gesicherte Finanzierung an. Bei den Bewerbungen werden Versorgung und Rollout, Konzept und Umsetzung, Business- und Serviceplan, Beitrag zur Medienvielfalt sowie Kohärenz und Glaubwürdigkeit verglichen.
Sollte sich ein grosses Interesse an den ausgeschriebenen Frequenzen zeigen, besteht gemäss Mitteilung die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere, heute noch nicht frei verfügbare Bedeckung für Handy-TV auszuschreiben.
Ungewisse Zahl von Bewerbungen
Bei der Comcom will man sich nicht zur Zahl von Bewerbungen äussern. Mit grösster Wahrscheinlichkeit dürfte ein Dossier der Swisscom eingehen. Mögliche weitere Bewerber könnten Sunrise und Orange sein.
Firmen könnten auch Konsortien bilden, heisst es bei der Comcom. Bei der Konzession gehe es nicht nur um technische Fähigkeiten, sondern auch um Kompetenzen im Medienbereich. Ausserdem sei es auch möglich, sich nur um den Inhalt oder nur um die Verbreitung zu bewerben. Die Comcom gibt ausserdem zu bedenken, dass die bevorzugte DVB-H-Technologie komplementär zur bisher von den drei genannten Telekomanbietern angewendeten Technologie ist. Die Qualität der Übertragung sei aber bei dieser neuen Technologie deutlich besser als die bisherigen Fernsehangebote auf den herkömmlichen Mobilnetzen.
Für das Broadcasting, das eine Einwegkommunikation ist, könnten bei den Antennen primär die bestehenden Standorte genutzt werden. Falls weitere Antennen notwendig seien, könnten diese ausserhalb der Siedlungsgebiete stehen, da eine grössere Entfernung von den Endgeräten möglich sei, sagte Bär. (SDA)