Einsprache wie gehe ich vor

Thomas Stauffiger

Einsprache wie gehe ich vor

Beitrag von Thomas Stauffiger » 23. März 2004 22:08

Wer kann mir helfen.
Vis a vis von uns, am Wasgenring in Basel möchten sie eine mobil funk antenne bauen.
Wie geht man am besten vor.
Worauf ist bei der Einsprache zu achten?
Wie hoch stehen die Chancen?
Sollte man dem Hausbesitzer drohen?

Besten Dank für die Hilfe.

Thomas Stauffiger
Grienstrasse 82
40 55 Basel

mips

Re: Einsprache wie gehe ich vor

Beitrag von mips » 24. März 2004 00:13

Drohungen sind kontraproduktiv, aber Aufklärern in jedem Fall!

Leider stehen bei einer Einsprache die Chancen schlecht, was aber niemanden von einer Einsprache abhalten sollte. Am erfolgsversprechenden scheint im Moment bei UMTS- Projekten einen Verweis auf den niederländischen TNO- Report und die Warnung der Aerzte für Umweltschutz zu sein. Vor allem sollten sie möglichst viele einspracheberechtigte Mitbürger zum Einsprechen bewegen. Das Gebiet der Einspracheberechtigten muss aus den Standortdatenblättern, die im Dossier dieses Bauvorhabens während der Einsparachefrist auf dem Bauamt aufgelegt sind, ersichtlich sein. Verpassen sie bitte die Einsparachefrist nicht.

Viel Glück mips

Markus

Re: Einsprache wie gehe ich vor

Beitrag von Markus » 24. März 2004 07:36

Sie können einen Mustereinsprachetext auf der Seite www.gigaherz.ch/54 herunterladen und ihn Ihren Verhältnissen gemäss anpassen.
Dann sollten Sie möglichst viele Miteinsprecher zur Unterschrift animieren.

Auch wenn Sie riskieren müssen, dass die Einsprache abgelehnt wird, sollen Sie sich nicht davon abhalten lassen. Nur wenn genügend Druck vorhanden ist, wird sich was ändern. Wer vorzeitig aufgibt, hat von vornherein schon verloren.

Gründen Sie eine „Kriegskasse“ für einen eventuellen Weiterzug an die nächste Instanz. Das bedeutet Zeitgewinn und die Zeit arbeitet für die Betroffenen. Machen Sie den Miteinsprechern klar, dass Sparen eines Beitrags ein Sparen am falschen Ort ist. Wer von der Strahlung krank wird, wird hinterher ein Vielfaches ausgeben ohne dass er aber je wieder Aussicht auf Gesundung hat, solange er von einer Antenne bestrahlt wird. Das vergessen die meisten leider. Der Beitrag, den sie leisten, entspricht vielleicht einem Nachtessen zu zweit (oder nicht einmal so viel). Vielen leuchtet das ein.

Dem Hausbesitzer sollten Sie nicht drohen, ihn aber auf die Konsequenzen aufmerksam machen, die sich für ihn im Schadensfall ergeben könnten. Wenn Sie den Hausbesitzer überzeugen können, so sollte dieser gegen das Baugesuch selbst auch eine eigene Einsprache einlegen. Dann wäre es vom Tisch.
Viel Erfolge wünscht

Markus

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