Kampagnen gegen die Elektrosensiblen
Verfasst: 14. Juni 2007 13:52
Kurze Zeit nach dem vor Gemeinheit strotzenden Spiegel-Text von Manfred Dwoschak folgt schon wieder ein Versuch zur Diskreditierung der Elektrosensiblen unter (Aus)nutzung der Medien.
Donnerstag, 14. Juni 2007, 3sat-Fernsehprogramm, 18.30 Uhr. Unsere Themen in "nano" - die Welt von morgen", Versuche zur Elektrosensibilität http://www.3sat.de/3sat.php?http://www. ... index.html
Ärzte gehen dem Phänomen "Elektrosensibilität" nach
Blindstudien untersuchen, wie Patienten auf elektrische Belastungen reagieren
Eine streng wissenschaftliche Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mensch elektromagnetische Felder nicht wahrnehmen kann. Dabei haben Ärzte und Psychologen in einem Blindversuch 24 "Elektrosensible" auf ihre Elektrosensibilität getestet. Normalerweise verändert sich beim Menschen bei jeder Reizung der Handschweiß und die Leitfähigkeit der Haut. Doch bei den Testpersonen gab es keinerlei Anzeichen dafür.
Auch bei einem anderen Versuch, in dem die Testpersonen angeben mussten, wann die elektrische Belastung besonders hoch ist, gab es keine Treffer. Die Studienleiterin Gerlinde Kaul unterstellt den Probanden nicht, dass sie ihre Beschwerden erfinden, hat aber dafür eine andere Erklärung: "Insgesamt geht es schon in eine Richtung, wo man annehmen muss, dass die Beschwerden für eine psychische Fehlbelastung im allgemeinen sprechen."
Diese Situation wird dann auf eine für die Person selber technisch nicht zu kontrollierende Situation wie Elektrosmog übertragen. Immer mehr Menschen klagen über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und ähnliche gesundheitliche Probleme, die sie auf Mobilfunk oder Elektrosmog zurückführen. Sie bezeichnen sich als "elektrosensibel", weil sie elektromagnetische Felder zu fühlen glauben, die deutlich unter den Grenzwerten liegen.
Kommentar: Handschweiss und Leitfähigkeit der Haut als "Beweis" für Elektrosensibilität: wer sagt das? Wenn es diesbezüglich keine Unterschiede gab zwischen Elektrosensiblen und Unbetroffenen, dann zeigt das höchstens, dass dieses Anzeichen ungeeignet ist zur Unterscheidung von Betroffenen und nicht Betroffenen.
Und wie war der Versuch genau gestaltet, wo die Betroffene angeben mussten, "wann die elektrische Belastung besonders hoch war". Was heisst besonders hoch? Womit und wie lange wurde befeldet? Nur wie bei der Baua üblich Kurzzeitversuche in mehreren Folgen? Wo bleibt eigentlich der genaue Bericht zur "Studie"?
Die Schlussaussage wirkt unseriös für eine Wissenschaftlerin und kann so nicht ernstgenommen werden. Frau Gerlinde Kraul sollte sich schämen, sich von der Mobilfunkindustrie in diesem Ausmass korrumpieren zu lassen für ihre Karriere, Forschungsgelder ua. Leider haben solche Beiträge dennoch eine gewisse Wirkung auf uninformierte Leute. Scheinbar ist der Lobby zunehmend kein Mittel mehr zu primitiv, um gegen die Elektrosensiblen vorzugehen.
Elisabeth Buchs
Donnerstag, 14. Juni 2007, 3sat-Fernsehprogramm, 18.30 Uhr. Unsere Themen in "nano" - die Welt von morgen", Versuche zur Elektrosensibilität http://www.3sat.de/3sat.php?http://www. ... index.html
Ärzte gehen dem Phänomen "Elektrosensibilität" nach
Blindstudien untersuchen, wie Patienten auf elektrische Belastungen reagieren
Eine streng wissenschaftliche Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mensch elektromagnetische Felder nicht wahrnehmen kann. Dabei haben Ärzte und Psychologen in einem Blindversuch 24 "Elektrosensible" auf ihre Elektrosensibilität getestet. Normalerweise verändert sich beim Menschen bei jeder Reizung der Handschweiß und die Leitfähigkeit der Haut. Doch bei den Testpersonen gab es keinerlei Anzeichen dafür.
Auch bei einem anderen Versuch, in dem die Testpersonen angeben mussten, wann die elektrische Belastung besonders hoch ist, gab es keine Treffer. Die Studienleiterin Gerlinde Kaul unterstellt den Probanden nicht, dass sie ihre Beschwerden erfinden, hat aber dafür eine andere Erklärung: "Insgesamt geht es schon in eine Richtung, wo man annehmen muss, dass die Beschwerden für eine psychische Fehlbelastung im allgemeinen sprechen."
Diese Situation wird dann auf eine für die Person selber technisch nicht zu kontrollierende Situation wie Elektrosmog übertragen. Immer mehr Menschen klagen über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und ähnliche gesundheitliche Probleme, die sie auf Mobilfunk oder Elektrosmog zurückführen. Sie bezeichnen sich als "elektrosensibel", weil sie elektromagnetische Felder zu fühlen glauben, die deutlich unter den Grenzwerten liegen.
Kommentar: Handschweiss und Leitfähigkeit der Haut als "Beweis" für Elektrosensibilität: wer sagt das? Wenn es diesbezüglich keine Unterschiede gab zwischen Elektrosensiblen und Unbetroffenen, dann zeigt das höchstens, dass dieses Anzeichen ungeeignet ist zur Unterscheidung von Betroffenen und nicht Betroffenen.
Und wie war der Versuch genau gestaltet, wo die Betroffene angeben mussten, "wann die elektrische Belastung besonders hoch war". Was heisst besonders hoch? Womit und wie lange wurde befeldet? Nur wie bei der Baua üblich Kurzzeitversuche in mehreren Folgen? Wo bleibt eigentlich der genaue Bericht zur "Studie"?
Die Schlussaussage wirkt unseriös für eine Wissenschaftlerin und kann so nicht ernstgenommen werden. Frau Gerlinde Kraul sollte sich schämen, sich von der Mobilfunkindustrie in diesem Ausmass korrumpieren zu lassen für ihre Karriere, Forschungsgelder ua. Leider haben solche Beiträge dennoch eine gewisse Wirkung auf uninformierte Leute. Scheinbar ist der Lobby zunehmend kein Mittel mehr zu primitiv, um gegen die Elektrosensiblen vorzugehen.
Elisabeth Buchs