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Wohnung abschirmen

Verfasst: 17. Juni 2007 14:26
von E-Smogbetroffene
Liebe Forumsteilnehmer,

da ich im moment keinen anderen Ausweg sehe, überlege ich meine Wohnung abzuschirmen.

Was es so auf dem Markt gibt weiss ich bereits. Nun fehltes an praktischer Erfahrung.

Wer kennt sich aus? Hat schon erfolgreiche Abschirmungen durchgeführt?

Das Problem werden ja wohl die undichten Stellen an Übergängen sein wie Türen und Fenster.

Hinzu kommen die Dachschrägen.

Ich hatte an komplett (incl. Fussboden) streichen gedacht.
Ist die Abschirmfarbe alleine ausreichend? Die WLAN`s gehen doch bis über 2,5 GHz.



O :roll:


Über Tipps und Erfahrungen freut sich

E-Smogbetroffene.

Verfasst: 19. Juni 2007 18:50
von easyportugiesi
Hallo alle zusammen

Fragen über fragen doch vorerst zwei an alle Erfahrenen

Ich habe im Dezember letzten Jahres ein Swissschild Baldachin für 1800.- angefertigt der mir eine Rundumabschirmung gewährleistet. Mit meinem Messgerät messe ich nun nichts mehr und trotzdem habe ich das Gefühl das noch irgend ein sirren oder surren durchkommt das ich höre. Den Strom schalte ich auch jeden Abend am Sicherungskasten ab, an dem kann es also nicht liegen. Erste Frage wie geht das mit den Skalarwellen? Die ganze Abschirmerei habe ich vorgenommen weil ich durch zwei Dect-phones meiner Nachbarn extrem hoch belastet war. Jetzt haben diese Ct1 Telefone.

Auf dem Hügel ca. 500 Meter brennt mir eine Antenne-, die jetzt auch wieder ersichtlich ist auf dem Bakom Plan-, mit 10-25uW an die Hausfassade.
Mein lieber Nachbar klimawandelt nun diese Fassade mit neuer Styropor Isolation ein. und da kommt Nachher ein Kunststoffnetz drüber wo der Endputz darauf haftet. Zweite frage: Was für ein Gitternetz (Elektrosmogabschirmung) könnte man da rein machen, gibt es überhaupt preiswerte Varianten oder ratet Ihr davon ab?



Liebe Grüsse

easyportugiesi

Re: Wohnung abschirmen

Verfasst: 20. Juni 2007 20:49
von unwichtig
Hallo,

haben Sie zunächst mal die Belastung festgestellt? Es bringt wenig viel in Abschirmung zu stecken, wenn es von allen Seiten nur so reindröhnt. Ein Umzug kann dann oft preiswerter Enden. Wobei es nicht so einfach ist etwas mit wenig Verstrahlung zu finden. Aber ein paar uW/m2 lassen sich bedeutend einfacher wegschirmen als ein paar zehn tausend. Um halbwegs sicher vor der drahtlosen Gesellschaft zu sein, müsste man ein einzelnes Haus, alleine oder mit Gleichgesinnten bewohnen, das zur nächsten menschlichen Behausung mindestens 500 Meter Abstand hat, alleine um der WLAN und DECT Seuche halbwegs entronnen zu sein.

Entsprechende HF Farbe schirmt auch höhere Frequenzen ab, wird meist angeben. Allein der Preis für die Farben ist exorbitant, je nach Wohnungsgröße kommt da schnell ein hübsches Sümmchen zusammen.;(

Kürzlich sah ich etwas angeboten, was man auch selbst machen könnte, ein Innenraum Lehmputz in zwei dünnen Schichten. Auf die noch frische ersten Schicht wird ein Fliegendraht aus Edelstahl vorsichtig aufgelegt dann die zweite Schicht Lehmputz. Gute Erdung ist natürlich wichtig. Das klang sehr gut, zumal man keine Beeinträchtigung hat und der Lehmputz für gutes Raumklima sorgt und noch abschirmend ist.

Bei den teuren Farben habe ich Bedenken wegen Atmung (der Wand) und den enthaltenen Stoffen. Für Schlaf- und Wohnzimmer würde ich Sie nicht verwenden.

Das billigste sinnvolle Abschirmungsmaterial bleibt Aluminium Fliegendraht. Da ist man zwar auch einige Hunderter los, damit die Nachbarn dem Spaß an ihrem DECT Gerät munter frönen können. Ich habe nie um diese Verstrahlung gebeten, es ist eine Frechheit das man sich sowas gefallen lassen muss! Auch wenn niemand zu Hause ist, Hauptsache die Verstrahlung stimmt. Aber besser als einige Tausende in Farbe die dann vielleicht doch nicht so gesund ist?

Zunächst würde ich mich auf die Räume konzentrieren wo Sie sich am längsten aufhalten. Für Türen können Sie Vorhänge verwenden, aus durchsichtigem abschirmenden Stoff. Für Fenster auch, oder es gibt Alu-Fliegengitter die von außen vorgesetzt werden können.

Verfasst: 21. Juni 2007 20:32
von NetWarrior
Swissshield leistet im Bereich 2-3GHz nach Herstellerangabe einen Schirmfaktor von 30dB.
Ich selbst habe auch schon "nur" 20dB gemessen.
Was heisst das?
Das DECT Telefon, das an der Wand zu meiner Wohnung steht, bringt mir ohne weiteres 300mV/m (ca 250uW/m2) in mein Schlafzimmer.
Bei einer Dämpfung von 20 dB wären dann immer noch 1% Leistung vorhanden (2,5uW/m2) oder 9mV/m zu messen.
Wenn du elektrosensitiv bist und zu diesen DECT-Feldern noch GSM und WLAN Felder kommen, dann kann dich der Baldachin ganz schön im Stich lassen.
Das nachfolgende Dilemma habe ich bereits gemessen:
Das neuere HighSpeed Wlan sendet auf 5.2GHz.
Das neue DECT wird auf 5,8GHz senden.
In diesem Bereich leistet SwissShield nach Herstellerangaben noch 25dB und liegt somit in der Praxis sicher nur bei 20dB. Die bewilligten Leistungen dieser neuen Geräte werden aber nochmals gesteigert sein.
Im Moment bin ich an der Planung eines ideal abgeschirmten und geerdeten Raumes und werde schlussendlich einen Modelraum ausführen.
SwissShield wird darin nicht vorkommen, eben weil dieser Stoff nicht geerdet werden kann.
Ich werde bis in einem Monat darüber wieder berichten.