HF-Chirurgische Geräte
Verfasst: 22. Mai 2004 02:01
Frequenzeinfluss
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Kapazitive Ableitströme setzen der chirurgischen Anwendung von HF-Strömen eine obere Frequenzgrenze. Die Elektrodenkabel strahlen mit steigender Frequenz zunehmend Energie ab. Sicheres Beherrschen der Ableitströme würde damit unmöglich. Die Gefahr, den Patienten durch vagabundierende Ströme zu verletzen (Verbrennungen) würde zunehmen. Deshalb werden Frequenzen über 2 MHz nicht verwendet.
Die untere Frequenzgrenze liegt bei 100 kHz. Darunter treten störende Nervenreizungen und hierdurch Muskelkontraktionen auf, die u. U. sogar tetaneisch werden können (→ Faradisation)
Auch bei Betriebsfrequenzen weit über 100 kHz können solche Reizungen auftreten, wenn bei der Geräteanwendung Funken am Übergang der aktiven Elektrode zum Patienten entstehen. Es entstehen dann nämlich Impulse mit starken niederfrequenten Anteilen. Um dieses zu verhindern, wird in den Patientenstromkreis ein Filter eingefügt, das für niederfrequente Reizströme eine hohe, für Ströme im Bereich des betrieblichen Frequenzbandes des Generators eine niedrige Sperrdämpfung aufweist.
Dennoch ist es nahezu unvermeidbar, daß beim Schneiden und Koagulieren hierdurch an bestimmten Stellen des menschlichen Körpers Kontraktionen hervorgerufen werden können. Diese Irritationen werden durch die Inhomogenitäten (verdichtete Feldlinien) der sich aufbauenden Felder von der aktiven zur passiven Elektrode infolge unterschiedlicher, frequenzabhängiger elektrischer Leitwerte verursacht.
Quelle: http://www.ubicampus.mh-hannover.de/~bm ... /6_2_1.php
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Kapazitive Ableitströme setzen der chirurgischen Anwendung von HF-Strömen eine obere Frequenzgrenze. Die Elektrodenkabel strahlen mit steigender Frequenz zunehmend Energie ab. Sicheres Beherrschen der Ableitströme würde damit unmöglich. Die Gefahr, den Patienten durch vagabundierende Ströme zu verletzen (Verbrennungen) würde zunehmen. Deshalb werden Frequenzen über 2 MHz nicht verwendet.
Die untere Frequenzgrenze liegt bei 100 kHz. Darunter treten störende Nervenreizungen und hierdurch Muskelkontraktionen auf, die u. U. sogar tetaneisch werden können (→ Faradisation)
Auch bei Betriebsfrequenzen weit über 100 kHz können solche Reizungen auftreten, wenn bei der Geräteanwendung Funken am Übergang der aktiven Elektrode zum Patienten entstehen. Es entstehen dann nämlich Impulse mit starken niederfrequenten Anteilen. Um dieses zu verhindern, wird in den Patientenstromkreis ein Filter eingefügt, das für niederfrequente Reizströme eine hohe, für Ströme im Bereich des betrieblichen Frequenzbandes des Generators eine niedrige Sperrdämpfung aufweist.
Dennoch ist es nahezu unvermeidbar, daß beim Schneiden und Koagulieren hierdurch an bestimmten Stellen des menschlichen Körpers Kontraktionen hervorgerufen werden können. Diese Irritationen werden durch die Inhomogenitäten (verdichtete Feldlinien) der sich aufbauenden Felder von der aktiven zur passiven Elektrode infolge unterschiedlicher, frequenzabhängiger elektrischer Leitwerte verursacht.
Quelle: http://www.ubicampus.mh-hannover.de/~bm ... /6_2_1.php