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Funkloch

Verfasst: 6. Juni 2004 19:23
von Elisabeth Buchs
Auf der Suche nach einem Funkloch bzw. einem Ort mit möglichst wenig Elektrosmog habe ich heute eine elektrosensible Bekannte besucht, die zweimal im Jahr auf der Fafleralp im Lötschental einen Monat Ferien macht und sich hier immer sehr gut erholt fühlt und zu Kräften kommen kann. Es ist eine wenig bevölkerte, wunderschöne Gegend mit schneebedeckten Gipfeln, Alpenblumen, Wildbächen, es war herrliches Wetter.

Die Messgeräte habe ich mitgenommen. In ihrem gemieteten Ferienchalet war nur eine Mobilfunkbelastung von 0,005 V/m und Fernsehsender etwa in der gleichen Grössenordung. Leider ist in diesem Chalet nicht einmal warmes Wasser vorhanden. Der Strom für das Licht wird von einem Solarpannell erzeugt, der Strom wird in einer grossen Batterie gespeichert und diese Batterie speist ihrerseits einen Wechselrichter, der 220 V erzeugt. Nun verursacht leider dieser Wechselrichter und diejenigen der umliegenden Chalets Transienten, die man im Weltempfänger hört. Ebenfalls kann man sie mit einem Messgerät für Niederfrequenz feststellen. Die Frau schaltet diesen Wechselrichter nur nach Bedarf ein, wenn sie Licht benötigt. Der Kochherd funktioniert mit Gas oder Holz, die Heizung ebenfalls mit Holz. Im Winter sind die Chalets unbewohnt und wären nur mittels einstündigem Schneeschuhlaufen erreichbar.

Dort in dieser Region befindet sich auch ein Hotel, das Hotel Fafleralp. Beim Messen in einem dieser Zimmer gegen die Bergseite waren nur maximal 3 mV/m Feldstärke und ein sehr geringes 50 Hz-Magnetfeld. Die Spannung dort ist 220 V und wird von einem Miniwasserkraftwerk erzeugt. Leider hat es auch dort einen Haken und der ist die relative hohe Ankoppelungsspannung in diesem Holzhaus. Für Elektrosensible würde jedoch bei genügender Nachfrage evt. die Möglichkeit bestehen, wenigstens auf einem Stockwerk durch geschirmte Leitungen dieses Feld zu reduzieren.

Der allerbeste Ort, wo wir uns besonders wohl und energiegeladen fühlten, war in einem steil ansteigenden Seitental entlang eines Wildbaches. Dort waren es noch weniger als 1 mV/m. Das einzig vorhandene waren zeitweise Flugzeug-Transponder-Signale (ähnlich wie Flugradar).

Es ist erfreulich, dass es noch solche Ort gibt und wir sollten diese unbedingt erhalten.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Funkloch

Verfasst: 7. Juni 2004 00:36
von mips
Ich denke es giebt noch weiter Alpgebiete mit minimalster technischer EMF. Rein topographisch könnte ich mir die Aelgi-Alp auf dem Gemeindegebiet von Sachseln als besonders strahlungsarm vorstellen. Diese Alp liegt in einem Kessel, hat nebst ein paar Alphüten ein einfaches Berghaus und ein Clubhaus des Skiclub Sachseln.