Erste Resultate der REFLEX-Studie (Teil I )
Verfasst: 15. Juni 2004 07:01
Erste Teilresultate der REFLEX-Studie wurden von Prof. Dr. med F. Adlkofer, Geschäftsführer der VERUM-Stiftung für Verhalten und Umwelt und Prof.an der Universität München, prof.adlkofer@verum-foundation.de am 3.Mobilfinksymposium "Wissenschaft im Widerstreit"von Rheinland-Pfalz und Hessen, info@bund-rlp.de, vorgestellt, nämlich diejenigen der Freien Universität Berlin (Prof. Tauber) und diejenigen der Universität Wien unter Prof.Rüdiger sowie einige Untersuchungen von Prof. Leszczynski von der Universität Helsinki. Die REFLEX-Studie dauerte vom Februar 2000 bis Mai 2004 und war von der EU-Kommission, den Regierungen der Schweiz und Finnlands sowie der Stiftung VERUM mit einem Betrag von mehr als 3,2 Mio Euros gesponsort worden und von 12 Forschergruppen in 7 Europäischen Ländern unternommen worden, darunter auch der ETH mit Prof. Kuster.REFLEX ist ein Kürzel aus dem Titel der Studie die da heisst: " Risk Evaluation of Potential Environmental Hazards From Low Energy Electromagnetic Field (EMF) Exposure -Using Sensitive in vitro Methods ". Grundgedanke:Epidemiologische und tierexperimentelle Forschungen waren bis anhin nicht in der Lage, die Frage zu beantworten, ob EMF ein Risiko für die Gesundheit der Menschen darstellen. Daher mussten zelluläre und molekularbiologische Untersuchungen unternommen werden und diese auf Genmutationen, Deregulierung der Zellproliferation und des programmierten Zelltodes (Apoptose) sowie auf Modifikationen in der Gen-und Proteinexpression untersucht werden. Alle diese Ereignisse müssen zusammenwirken, damit es zur Krankheitsentstehung kommen kann. Gentoxische Wirkungen von RF-EMF wurden an der Promyelozyten (Vorstufe bei der Blutbildung)-Zellinie HL60 anhand des Micronucleus -Tests und des Comet-Assays mit den gängigen Wellenlängen von 900 MHZ bis 2200 MHZ vorgenommen mit gepulster und continuous -wave RF-EMF und einer Gesamteinstrahlung von bis zu 2,0 W/kg SAR -Werten vorgenommen (Berlin-Studie). In den Micronuclei-Tests ziegte sich ein dramatischer Anstieg der Micronuclei - von den DNA-Strängen abgespaltenes Genmaterial, das eigene, zusätzliche kleine Extrazellkerne bei der Zellteilung bildet - und auch im Comet-Assay stets nachgewiesen werden konnte (" Kometenschweif des DNA-Materials bei der Zellteilung") bei ca 1,3 W/kg SAR Werten und einer Expositionszeit von 24 h.Die gepulste RF-EMF war dabei noch etwas wirksamer als die continuous-wave EMFund nur geringfügig kleiner als die Bestrahlung mit ionisierender Roentgenstrahlung (Positivkontrolle). Alle Versuche fanden in einer Doppelblindstudie statt. Diese Resultate entsprachen nicht den Erwartungen der Forscher. Weitere Teilresultate in Teil II.