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Krank-Macher-Kasse HELSANA?

Verfasst: 28. Juni 2004 21:15
von pegasus
Auf dem Gebäude der HELSANA - Generalagentur in St Gallen (Spinnereistr.8 zwischen Bahnhof St.Fiden und Espenmoos-Stadion) sind auf dem Flachdach mehrere kleine Masten sichtbar (an jeder Ecke einer), deren Panels in alle Richtungen zeigen. Laut Bakom-Karte befinden sich dort GSM (stark) und UMTS (mittel)!
Was für eine umsichtige Firma, die ihre Angestellten schützt, indem sie verhindert, dass auf umliegenden Gebäuden Sender errichtet werden müssen!
Das Paradoxe: an der Fassade ist ein riesiger Schriftzug >HELSANA< zu sehen!
HEL ist der Rest von früher Helvetia und sana heisst gesund, also gesunde Schweiz??? Müsste es nicht eher " HELL" für Hölle heissen?
Stellt Euch vor, wie stark die Strahlung ist, wenn ein Match stattfindet! Ich habe das kürzlich erlebt: ein Sender, den ich sonst nicht spürte, zwickte mich 80 m daneben so stark, dass ich erschrak und mich fragte, wieso denn das auf einmal? danach stellte ich fest, dass in der Senderichtung gerade ein Fussballspiel stattfand und deshalb wohl viele Kanäle belegt waren!

Gruss Pegasus

Re: Krank-Macher-Kasse HELSANA?

Verfasst: 29. Juni 2004 12:25
von Gigaherz-Team
Das passt alles sehr gut zusammen: Gigaherz hat am 22. Juni 2001 (!) den nachfolgenden Brief an den damaligen Direktor des Bundesamtes für Sozialvericherungen, Dr. Otto Piller geschrieben, wobei wohlgemerkt darin ein Schreiben erwähnt wurde, das in dieser Sache schon ein Jahr zuvor an die grössten Schweizer Krankenkassen gegangen war. Man sieht daraus: Gigaherz war nie untätig. Wir erhielten aber damals entweder keine oder recht arrogante kurz abfertigende Antworten.


Krankenkassenprämien steigen erneut um 5-10%!

Sehr geehrter Herr Dr. Piller

Mit grossem Interesse haben wir am 19. Juni 2001 die „Kassensturz“-Sendung, die anschliessende Sendung „Zischtigsclub“ und die Diskussion um die weitere Erhöhung der Krankenkassenprämien verfolgt.
Für uns kommt diese Nachricht nicht überraschend, denn wir haben schon vor mehr als einem Jahr an die 10 wichtigsten Krankenkassen geschrieben. Wir haben auf die Kostensteigerung aufmerksam gemacht, die sich als Folge von Krankheitsfällen durch den Mobilfunk ergeben werden. Leider haben sich unsere Befürchtungen noch viel schneller als erwartet, bewahrheitet.
Ein Mitglied unseres Vereins, selbst schon schwer betroffen, hat am 17.1.2001 an die Helsana geschrieben und von ihrem Konzernchef, Herrn Manser den Rat bekommen, sich ans BAG und ans BUWAL zu wenden.
Uns hat das Informationsdefizit in den Chefetagen einer der grössten Krankenkassen, das aber symptomatisch auch für die übrigen Kassen zu sein scheint, stark erschüttert. Dort ist man offenbar gar nicht gewillt, eine richtige Ursachenforschung für die ständig steigenden Kosten im Gesundheitswesen zu betreiben. Der Chef der Helsana z.B. beruft sich auf die NIS-Verordnung des Bundesrates, die die Menschen vor gesundheitlichen Schäden schützen soll. Doch das tut sie nach allen bisherigen Erfahrungen mitnichten.
Epidemiologische Studien haben längstens bewiesen, dass die Menschen durch die athermischen Wirkungen, die in der NIS-Verordnung überhaupt nicht durch einen Grenzwert abgedeckt sind, krank werden, viele schon ziemlich massiv. Dr. Neil Cherry, Lincoln University Neuseeland, gilt als einer der besten und strengsten Wissenschafter. Er hat die Nichtanerkennung dieser athermischen Wirkungen durch die ICNIRP/WHO scharf kritisiert und gibt unter anderem folgende Werte an:
 für Schlafstörungen und Lernbeeinträchtigungen: bereits bei 0,04 V/m
 für Krebspromotion und Fruchtbarkeitsstörungen: schon bei 0,48 V/m
Die NISV dagegen erlaubt 4V/m bei 900MHz-Anlagen und 6V/m bei 1800MHZ-Anlagen. Die Angaben von Dr. N. Cherry decken sich inzwischen völlig mit unseren Erfahrungen. Wir haben daran erinnert, dass Krankenkassen eine grosse Zahl von Versicherten vertreten und es ihre Aufgabe wäre, sich um die ganze Problematik zu kümmern, statt die Patienten an die Bundesämter zu verweisen. Dort sind diese leider - im Gegensatz zu einer grossen Kasse - von vorherein in einer schwächeren Position und werden in aller Regel mit nichtssagenden Floskeln abgespeist.
Konkret erwarten wir, da wir eine grosse Zahl bereits an ihrer Gesundheit Geschädigter und vieler weiterer Bedrohter vertreten, die Beantwortung folgender Fragen durch die Kassen:
 Wie stark sind die Krankheitsfälle seit Inbetriebnahme von zur Zeit 8000 Mobilfunksendern in der Schweiz angestiegen? Jede Kasse führt Statistiken und kann feststellen, wieviele Untersuchungen zur Abklärung welcher Beschwerden durchgeführt werden und wie viele und welche Therapien eingeleitet werden mussten und zu welchen Kosten.
 Wie gedenken sich die Kassen zu verhalten, wenn die geplanten neuen 20'000 UMTS-Sender mit der 5-10 fachen Leistung der bisherigen in Betrieb sein werden? Die Gesundheitsschäden werden rapide und massiv zunehmen, die Kostenspirale wird sich weiter drehen und die Prämien werden ins Unbezahlbare steigen.
Es wäre nun an der Zeit, dass man sich bei den Krankenkassen Gedanken darüber macht, woher die massiven Kostensteigerungen wirklich kommen. Es ist äusserst unfair, die Schuld dafür den anstehenden Lohnerhöhungen für das Pflegepersonal zuzuschieben, während sich die Herren in manchen Chefetagen grosszügige Lohnerhöhungen zu genehmigen pflegen. Das Personal im Dienste der Kranken erfüllt eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, ebenso die Ärzte, die dazu noch ein langes Studium hinter sich haben.
Ausserdem bestimmt unseres Erachtens im Gesundheitswesen die Nachfrage und nicht das Angebot die Anzahl der Ärzte. Somit sollte man endlich untersuchen, warum es denn immer mehr Ärzte geben muss.
Die Schmerzgrenze für die Versicherten ist erreicht, das Mass ist längst voll. Darum ist es höchste Zeit, dass die Krankenkassen energisch Gegensteuer geben. Dazu gehört allerdings, dass sie sich die exakte Zahlen darüber verschaffen, welche Leiden mit welchen Kosten und in welcher Anzahl seit der Einführung des Mobilfunks vermehrt aufgetreten sind. Und wir denken, dass dabei auch die Bundesämter eine wichtige Rolle spielen.

Sehr geehrter Herr Piller,
Uns ist klar, dass dieses ernste Problem nur auf gemeinschaftlicher Basis gelöst werden kann, dh. auch das Bundesamt für Sozialwesen müsste in Aktion treten und die Kassen zur Ursachenforschung, dh. zur Auswertung ihrer Statistiken anhalten und sodann für griffige Massnahmen sorgen. Wir würden uns im Interesse Tausender heute bereits Betroffener sehr wünschen, dass Sie sich möglichst rasch mit dem Schweizerischen Krankenkassenkonkordat in Verbindung setzen und geeignete Schritte unternehmen, damit dies baldmöglichst geschieht.

Mit freundlichen Grüssen

gez. durch

Präsident und Sekretariat

Gigaherz-Team