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Alzheimer und Elektrosmog

Verfasst: 26. August 2004 14:06
von The Future's Black
© St. Galler Tagblatt; 26.08.2004

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Langzeitfolgen noch nicht erforscht

Alzheimer und Elektrosmog: Diese Begriffe haben doch nichts miteinander zu tun. Oder doch?

Weil Alzheimer ihren Ursprung im menschlichen Gehirn hat und ein Einfluss des Elektrosmogs auf das Gehirn unbestritten ist, kann - oder könnte zum mindesten - ein Zusammenhang bestehen.

Bei der Alzheimerkrankheit sind die Vorgänge im Gehirn eingehend erforscht worden. Die Ursache liegt in einem Abbau der chemischen Substanz Acethyl-cholin. Die bisher bekannten Medikamente können den Verlauf der Krankheit mildern oder verlangsamen, die Krankheit aber nicht heilen. Die Alzheimervereinigung und Selbsthilfegruppen haben sehr viel für die Kranken und vor allem für die betroffenen Angehörigen geleistet. Geblieben ist aber die unbefriedigende Situation, dass die Ursache des Abbauprozesses im Gehirn im Dunkeln liegt und damit auch keine Prophylaxe möglich ist.

Der Begriff Elektrosmog ist noch nicht so alt. Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Felder im Wohn- und Arbeitsbereich sind schon lange bekannt und ihnen kann ausgewichen werden (siehe die kürzlich von der Umweltfachstelle der Stadt St. Gallen herausgegebene Broschüre). Der Begriff ist in der breiten Öffentlichkeit erst 1999 bekannt geworden mit dem Aufkommen der Funk- und Richtstrahlantennen für den Handybetrieb, dem nicht ausgewichen werden kann. Zahllos geworden sind inzwischen die Versammlungen der von gesundheitlichen Beschwerden geplagten oder auch nur verunsicherten Bürger, Zeitungsartikel, Leserbriefe, Einsprachen, Rekurse usw.

Das Merkmal der Alzheimerkrankheit ist, dass sie nicht plötzlich auftritt, sich langsam entwickelt und Jahre dauert. Die bisherigen und auch derzeitigen Auseinandersetzungen befassen sich mit der Gegenwart. Die Langzeitwirkung des Elektrosmogs ist kein Thema. So heisst es beispielsweise in einer beim Institut für Pharmakologie und Toxikologie an der Uni Zürich eingeholten Studie, «man könne wegen der veränderten Hirnaktivität durch die Handystrahlung nicht direkt auf gesundheitliche Auswirkungen schliessen». Es wurden jedoch Einschränkungen gemacht: Man habe nur einmal untersucht und könne deshalb nichts sagen zur Langzeitwirkung. Zudem habe man nur junge, gesunde Männer getestet.

In der Zeitschrift «Natürlich», Sondernummer «Elektrosmog» vom Oktober 2003, steht u.a., dass in den USA, wo verhältnismässig restriktive Strahlenschutzvorschriften gelten, schon Milliardenklagen von Handybesitzern mit Gehirntumor, Leukämie und der Alzheimerkrankheit gegen die Mobilfunkindustrie laufen. Bei uns wollte - oder durfte? - man nichts davon hören. Auch die Forschung im ehemaligen Ostblock, die viel früher begann, intensiv betrieben wurde und die Gefahren aufzeigte, fand im Westen kaum Beachtung. Die Alzheimerkrankheit ist am stärksten vertreten bei Menschen zwischen 65 und 85 Jahren. Kranke im Erwerbsalter sind bisher selten, haben aber in letzter Zeit zugenommen. «Dieses Jahr erkrankten 500 Personen, bevor sie das Rentenalter erreicht haben» (Thema der «Alzheimer-Info» vom Frühling 2004). Das lässt aufhorchen! Ist es überhaupt verantwortbar, immer neue Antennen zu bauen, solange es zwar nicht bewiesen, aber auch nicht ausgeschlossen ist, dass sich die Strahlung der Handyantennen mittel- und langfristig auf die Gesundheit auswirkt?

Es muss dringend etwas geschehen, da geplant ist, auch noch UMTS-Netze (Mobilfunk der dritten Generation) zu bauen, was mit einer erheblichen Anzahl neuer Antennenstandorte verbunden wäre. Aus Ärztekreisen ist hiefür ein Moratorium verlangt worden.

Walter Leumann-Bosshard

Höhenweg 47, 9000 St. Gallen

Re: Alzheimer und Elektrosmog

Verfasst: 26. August 2004 19:41
von Hans-U.Jakob
Wozu ein Moratorium?
Die st.Galler haben doch jetzt Ibrahim Karim mit seinen Zauberfiguren.
Hans-U. Jakob

Re: Alzheimer und Elektrosmog

Verfasst: 26. August 2004 21:26
von charles claessens
Hallo,

hirndegenerative Erkrankungen (z.B. Morbus Alzheimer) sagen die Ärtzte des Freiburger Appells, inzwischen unterstützt von 1000 Deutsche Ärtzte.

Herr Leif Salford hat nach seine Rattenstudie erklärt:
"Wir können nicht ausschließen, dass sich einige Jahrzehnte täglichen Handy-Gebrauchs auf eine ganze Generation von Nutzern schon im mittleren Alter negativ auswirken."
Das heisst im Klartext dass unsere vieltelefonierende Jugend von Heute wenn sie sich im Mittelater befinden Alzheimer und Parkinson haben werden.

Die Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen haben gestern schon angefangen!

Charles Claessens