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Erfolgreiche DECT-"Entschärfung"

Verfasst: 4. September 2004 20:16
von Elisabeth Buchs
Letztes Jahr konnten wir ihnen noch ein ungepulstes CT1-Schnurlostelefon anbieten anstelle ihres DECT, das mir in der Küche nur 5 m entfernt vom Nachbarhaus stechende Kopfschmerzen und bleierne Müdigkeit verursacht hat.

Dieses Jahr waren unsere Nachbarn auf Rufnummernerkennung bei einem Schnurlos-Telefon angewiesen. Deshalb kauften sie erneut ein DECT.

Ich hängte in der Küche einen Abschirmvorhang auf, was bereits etwas brachte, jedoch zuwenig, die Abschirmung war auch "suboptimal", ich konnte die Küchenschränke nur noch mit Mühe öffnen, ein Teil der Abschirmung war ein dunkles Silbernetz, nahm mir in jeder Hinsicht das Licht weg.

Nach einem Gespräch mit den Nachbarn waren diese zum Glück bereit, ihre DECT-Basisstation in einer Biscuitschachtel zu versorgen. Gemäss einem früheren Test von uns, kann man mit einer solchermassen versorgten DECT-Station immer noch locker im ganzen Haus plus Garten mühelos telefonieren.

Das bedeutet: DIE DECT SIND ABSOLUT UEBERDIMENSIONIERT UND KÖNNTEN AUF JEDEN FALL 10 MAL SCHWÄCHER "STRAHLEN".

Da die wenigsten von uns in Schlössern mit dicken Mauern und mehreren Sälen, Westflügeln und Ostflügeln wohnen samt ausgedehnten Parks, sondern in 3 und 4 Zimmer-Wohnungen, Reihenhäusern oder bestenfalls freistehenden Häusern inmitten dichter Bebauung, sind die DECT UNNÖTIG stark.

Mein Mann hat ja mal versucht, ein DECT umzubauen mittels VOX-Schaltung. Dies funktionierte vom System her gesehen, ist jedoch noch nicht ganz ausgereift, die Schaltung war zu empfindlich und das Timing vom Anschalten bis Abschalten war nicht optimal. Dies könnte jedoch noch gelöst werden. Die Schaltung liess sich mangels Platz nicht ins DECT einbauen, sondern mittels externem Kästchen. Der Nachteil ist vor allem, das man zur Basistation zurückgehen muss, um jemanden anzurufen.

Man könnte evt. auch ein DECT abschwächen, indem man die Antenne kürzen würde, es könnte jedoch die Gefahr der Beschädigung bestehen. Oder man könnte einen Abschwächer einbauen. Das einfachste ist jedoch der Trick mit der Keksdose.

All dies ist jedoch immer abhängig vom Goodwill der Nachbarn. Und ein bekannter deutscher Elektrosmog-Spezialist sagte, die Nachbarn seien oft das grössere Problem als die Handy-Antennen.

Weil bei uns trotz Biscuit-Dose immer noch DECT-Strahlung reinkam, liess ich die Abschirmung noch hängen. So war wirklich dann alles restlos abgeschirmt und ich konnte mich beschwerdefrei in meiner Küche aufhalten. Nun stimmten die Nachbarn zu, dass wir ein Abschirm-Gitter an den von aussen kaum sichtbaren Fassadenteil ihres Hauses direkt hinter dem DECT stellen durften. Mein Mann baute (wenig erfreut) einen 2, 5 x 2, 5 m grossen Rahmen mit Fliegengitter, das Maximum, das wir noch durch unsere Türe bringen konnten, eine kleinere Abschirmung bringt zuwenig.

Nun durften wir das Gitter dort platzieren. Ich konnte den Abschirm-Vorhang wegnehmen, meine Küche sieht nun wieder freundlich und hell aus. Die Nachbarn haben höchstwahrscheinlich das DECT wieder aus der Keks-Dose rausgenommen, sonst käme es noch schwächer rein. Kurze Zeit nach der Entfernung der Abschirmung hatte ich eine Art Reaktion von erhöhter Empfindlichkeit, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Nun kann ich mich in der Küche wieder (fast) so wohl fühlen wie vorher. Denn dort war immer ein besonders gutes Plätzchen, die Antennen auf der Mühle wurden durch das Nachbarhaus stark abgehalten. Ich habe deshalb oft am Küchentisch statt Wohnstubentisch Schreibarbeiten erledigt. Nun ist noch immer das Schlafzimmer sehr gut, hoffentlich kommen nicht die Nachbarn in der andern Doppelhaushälfte auf die Idee, ein DECT anzuschaffen.

Doch noch schlimmer für mich sind die höherfrequenten Magnetfelder, gegen die auch keine Abschirmung hilft.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs