Kinder und Jugendliche sind durch Mobilfunk in besonderer Ge
Verfasst: 9. September 2004 12:41
© Neue Luzerner Zeitung; 02.09.2004; Seite 22
Zuger Zeitung Leserbriefe
Kinder und Jugendliche sind in besonderer Gefahr
Kinder und Jugendliche sind durch Mobilfunk in besonderer Gefahr. Mit der raschen Entwicklung in der mobilen Telekommunikation ist es heute möglich, jederzeit und überall telefonieren zu können. Dieser Bedarf nach ständiger Erreichbarkeit bedingt aber, dass immer mehr Sendeanlagen installiert werden. Die Diskussion, wie sich die Dauerbelastung der Antennen auf den Organismus auswirkt, reisst nicht ab.
Kritisiert wird dabei die verwendete Technik: Niederfrequent gepulste Hochfrequenz. Als Folge können Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Ohrensausen, Schlaf- und Konzentrationsprobleme, Übelkeit und mehr entstehen. Spezielle Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen auf Kinder sind noch wenig verbreitet, aber alarmierend.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg warnt vor Gefahren durch Handys bei Kindern und Jugendlichen. Bereits bestehende Gehirntumore können sich durch die Handystrahlung schneller entwickeln. Da sich das Gewebe junger Menschen noch sehr stark verändere, sei es besonders gefährdet.
Wolfram König, Präsident des Deutschen Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), sagte: «Kinder befinden sich noch in der Wachstumsphase und reagieren deshalb gesundheitlich empfindlicher. Wir haben hier eine besondere Verpflichtung zur Vorsorge.» Er gibt auch die Empfehlung ab, dass Eltern ihre Kinder möglichst von dieser Technologie fernhalten sollten.
Prof. Peter Semm von der Universität Frankfurt, der Entdecker der magnetischen Empfindlichkeit des Melatonins (Hormon, das an der Schlafsteuerung beteiligt ist), stellte bereits 1995 fest, dass bei Bestrahlung mit gepulster Hochfrequenz auch unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte bereits 60 Prozent der Nervenzellen «falsch» reagieren.
Prof. Leif Salford von der schwedischen Universität in Lund berichtet: «Unsere Forschungen zeigen, dass die Strahlung von mobilen Telefonen die Blut-Hirn-Schranke öffnet und es so vielen Giften leichter macht, in das Gehirn zu gelangen.»
Die englische Regierung fordert Schulen auf, Kinder unter 16 Jahren von der Benutzung von Handys abzuraten. Auch wird vielerorts darauf hingewiesen, in öffentlichen Verkehrsmitteln wegen der hohen Strahlenbelastung nicht zu telefonieren. In jedem metallischen Raum (Auto, Fahrstuhl, Zug, Bus usw.) wird das Handy mit maximaler Leistung arbeiten, um zu funktionieren.
Josef Arnold, Baar
Zuger Zeitung Leserbriefe
Kinder und Jugendliche sind in besonderer Gefahr
Kinder und Jugendliche sind durch Mobilfunk in besonderer Gefahr. Mit der raschen Entwicklung in der mobilen Telekommunikation ist es heute möglich, jederzeit und überall telefonieren zu können. Dieser Bedarf nach ständiger Erreichbarkeit bedingt aber, dass immer mehr Sendeanlagen installiert werden. Die Diskussion, wie sich die Dauerbelastung der Antennen auf den Organismus auswirkt, reisst nicht ab.
Kritisiert wird dabei die verwendete Technik: Niederfrequent gepulste Hochfrequenz. Als Folge können Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Ohrensausen, Schlaf- und Konzentrationsprobleme, Übelkeit und mehr entstehen. Spezielle Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen auf Kinder sind noch wenig verbreitet, aber alarmierend.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg warnt vor Gefahren durch Handys bei Kindern und Jugendlichen. Bereits bestehende Gehirntumore können sich durch die Handystrahlung schneller entwickeln. Da sich das Gewebe junger Menschen noch sehr stark verändere, sei es besonders gefährdet.
Wolfram König, Präsident des Deutschen Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), sagte: «Kinder befinden sich noch in der Wachstumsphase und reagieren deshalb gesundheitlich empfindlicher. Wir haben hier eine besondere Verpflichtung zur Vorsorge.» Er gibt auch die Empfehlung ab, dass Eltern ihre Kinder möglichst von dieser Technologie fernhalten sollten.
Prof. Peter Semm von der Universität Frankfurt, der Entdecker der magnetischen Empfindlichkeit des Melatonins (Hormon, das an der Schlafsteuerung beteiligt ist), stellte bereits 1995 fest, dass bei Bestrahlung mit gepulster Hochfrequenz auch unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte bereits 60 Prozent der Nervenzellen «falsch» reagieren.
Prof. Leif Salford von der schwedischen Universität in Lund berichtet: «Unsere Forschungen zeigen, dass die Strahlung von mobilen Telefonen die Blut-Hirn-Schranke öffnet und es so vielen Giften leichter macht, in das Gehirn zu gelangen.»
Die englische Regierung fordert Schulen auf, Kinder unter 16 Jahren von der Benutzung von Handys abzuraten. Auch wird vielerorts darauf hingewiesen, in öffentlichen Verkehrsmitteln wegen der hohen Strahlenbelastung nicht zu telefonieren. In jedem metallischen Raum (Auto, Fahrstuhl, Zug, Bus usw.) wird das Handy mit maximaler Leistung arbeiten, um zu funktionieren.
Josef Arnold, Baar