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Buch zur Elektrosensibilität von Dr. Birgit Stöcker

Verfasst: 21. Juli 2007 13:21
von Elisabeth Buchs
Frau Dr. Stöcker vom Verein Elektrosensible in München hat ein Buch zur Elektrosensibilität herausgegeben:

Elektrosmog - eine reale Gefahr

348 Seiten zu 25.80 €

Zu bestellen hier: http://www.shaker.de/Online-Gesamtkatal ... 322-6055-2

Es ist interessant für alle, die mehr über mögliche Zusammenhänge der Elektrosensibilität erfahren möchten. Ich selber habe das bestellte Buch erhalten und werde es in einer ruhigen Zeit lesen.

Text auf der Rückseite des Buches:
Das praxisorientierte Buch ist medizinisch-fachlich fundiert und beruht auf Erfahrungen aus langjähriger Tätigkeit des "Vereins für Elektrosensible e.V., München", durch welchen seit 1989 ca. 3300 Betroffene beraten, begleitet und vertreten worden sind. Der Verein steht in enger Zusammenarbeit mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen und deren Organisationen, mit Heilpraktikern, Physikern, Diplom-Ingenieuren, Baubiologen und Rechtsanwälten. Des weiteren basiert das Wissen auf umfangreichen Literaturrecherchen sowie eigenen Studien, die Grundlage dieses Buches sind. Die Autorin beginnt mit allgemeinen Erklärungen und steigt dann mehr und mehr in wissenschaftliche Untersuchungen ein. Somit hat der Leser die Möglichkeit, sich schrittweise in die schwierige Thematik einzufinden. Die Studien sind wichtig für die Beweisführung.

Die Zielgruppe sind Entscheidungsträger in Staat und Politik, in Technik und Medizin sowie alle, die sich mit dem Thema „Umwelt und Gesundheit" auseinandergesetzt haben.

Ein Aufruf richtet sich vor allem an jene, die lächelnd und gebetsmühlenartig immer wieder den Satz zitieren: „Unter Einhaltung der Grenzwerte sei wissenschaftlich nichts erwiesen." Deshalb werden in der Regel weder bei unspezifischen Befindlichkeitsstörungen, noch in dem dramatischen Anstieg von Zivilisationserkrankungen eventuelle Ursachen durch elektromagnetische Felder in Betracht gezogen.

Trotzdem, die Elektrohypersensitivität ist seit Jahrzehnten bekannt und medizinisch-wissenschaftlich gut erforscht.
Sie passt lediglich nicht zu unserem neoliberalistischen Zeitgeist, in dem kostentreibende Fachlobbys das Gesundheitswesen aufgebläht haben zum Wirtschaftzweig Nr. 1, mit der Folge einer scheiternden Gesundheitspolitik. Diesen Zusammenhang verständlich zu machen, will das Buch erreichen.

Elektrosmog ist in der Tat eine massive Bedrohung aus der Umwelt. Die biologischen Effekte elektrischer und magnetischer Felder sowie elektro-magnetischer Wellen (EMF) sind in den letzten Jahrzehnten völlig falsch eingeschätzt worden. Allerdings ist durch die steigende Technologisierung aller Lebensbereiche und vor allem seit der Einführung des Mobilfunks Bewegung in die Bewertung dieser Auswirkungen gekommen. Um in den umfangreichen und verwirrenden Symptomenkomplex Ordnung zu bringen, wird hier das Syndrom in vier Gruppen unterteilt:

• Elektrosensibilität in einem Zusammenhang von EMF-Belastung und unspezifischen Symptomen. Da diese Beschwerden nach Abschalten der elektromagnetischen Quelle meist zurückgehen, sprechen wir von einem neurologischen Frühwarnsystem des Körpers, welches nicht unterschätzt werden darf. In der Hauptsache kann es als Stress-Phänomen bezeichnet werden.
• Elektroschädigung mit einem hohen ursächlichen Anteil an den Zivilisationserkrankungen der Moderne. Eine solche Strahlenkrankheit ist in der Regel irreversibel. Sie tritt nicht nur bei Elektroempfindlichen auf, sondern kann, ohne dass die Belastung spürbar ist, jeden in der Gesellschaft treffen. Die medizinischen Zusammenhänge sind oft schwer zu erkennen, da es sich bei Umwelt-/Zivilisationserkrankungen um Vielfachbelastungen handelt.
• Elektrosensitivität als eine verstärkte Wahrnehmung elektromagnetischer Felder (Fühligkeit). Hier liegen bereits neurologische / neurotoxische Vorschäden zugrunde.
• Elektroallergie als abweichende Reaktion des Organismus gegenüber bestimmten Frequenzen. Diese tritt vor allem bei jungen Leuten (Technik-Freaks) in steigendem Maße auf.

Fazit: Elektrosmog muß als eine der größten gesundheitlichen Belastungen gesehen werden, vor allem durch die Breitenwirkung auf die gesamte Bevölkerung sowie die steigende Tendenz ohne absehbares Ende. Im Schlußkapitel von Teil I des Buches wird die dem Wirkmechanismus zugrunde liegende Theorie herausgearbeitet, die in der Hauptsache auf einer Zellstoffwechsel-Schädigung beruht. Die Medizin der Zukunft wird sich schwerpunktmäßig mit Genexpression und Zell- sowie Zellmembranreparatur beschäftigen müssen, da an diesen Punkten elektromagnetische Felder verstärkend angreifen. Teil II des Buches diskutiert: Wie geht die Menschheit mit den technologischen Gefahren um? Nur langsam begreift die Bevölkerung das Ausmaß der elektrotechnischen Gesundheits- und Umweltzerstörung, obwohl das Wissen über die Schattenseiten der immer schneller laufenden Entwicklung allen Fachkreisen bekannt ist. Die einzig wirkliche Lösung bringt der konsequente Expositionsstopp

Kritik auf izgmf

Verfasst: 21. Juli 2007 15:51
von BLUE SKY
Deutsche Rentenversicherung kennt keine Abrechnungsziffer für Elektrosensibilität
Dem Zitat von Frau Dr. pol. Birgit Stöcker, politische Sprecherin des Bundesverbandes Elektrosmog e. V., im Protokoll der siebenten Sitzung des Runden Tisches zum Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (RTDMF) vom 8.5.2007 im Bundesamt für Strahlenschutz in Neuherberg bei München (Seite 3 des Protokolls) kann vonseiten der Deutschen Rentenversicherung Bund inhaltlich nicht gefolgt werden (20.7.07).

mehr:

http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/ ... a/bfa.html

Syndrom mit vier Gruppen

Verfasst: 21. Juli 2007 15:58
von BLUE SKY
Elisabeth Buchs hat geschrieben:
Frau Dr. Stöcker vom Verein Elektrosensible in München hat ein Buch zur Elektrosensibilität herausgegeben:

Elektrosmog - eine reale Gefahr

Um in den umfangreichen und verwirrenden Symptomenkomplex Ordnung zu bringen, wird hier das Syndrom in vier Gruppen unterteilt:

[1]• Elektrosensibilität in einem Zusammenhang von EMF-Belastung und unspezifischen Symptomen. Da diese Beschwerden nach Abschalten der elektromagnetischen Quelle meist zurückgehen, sprechen wir von einem neurologischen Frühwarnsystem des Körpers, welches nicht unterschätzt werden darf. In der Hauptsache kann es als Stress-Phänomen bezeichnet werden.
[2]• Elektroschädigung mit einem hohen ursächlichen Anteil an den Zivilisationserkrankungen der Moderne. Eine solche Strahlenkrankheit ist in der Regel irreversibel. Sie tritt nicht nur bei Elektroempfindlichen auf, sondern kann, ohne dass die Belastung spürbar ist, jeden in der Gesellschaft treffen. Die medizinischen Zusammenhänge sind oft schwer zu erkennen, da es sich bei Umwelt-/Zivilisationserkrankungen um Vielfachbelastungen handelt.
[3]• Elektrosensitivität als eine verstärkte Wahrnehmung elektromagnetischer Felder (Fühligkeit). Hier liegen bereits neurologische / neurotoxische Vorschäden zugrunde.
[4]• Elektroallergie als abweichende Reaktion des Organismus gegenüber bestimmten Frequenzen. Diese tritt vor allem bei jungen Leuten (Technik-Freaks) in steigendem Maße auf.

Punkt 3, letzter Satz:
"Hier liegen bereits neurologische / neurotoxische Vorschäden zugrunde."

Für diese Aussage finden sich leider keine Belege in dem Buch.
Kennt jemand Belege hierfür?

Re: Kritik auf izgmf

Verfasst: 21. Juli 2007 18:47
von Elisabeth Buchs
BLUE SKY hat geschrieben:Deutsche Rentenversicherung kennt keine Abrechnungsziffer für Elektrosensibilität
Dem Zitat von Frau Dr. pol. Birgit Stöcker, politische Sprecherin des Bundesverbandes Elektrosmog e. V., im Protokoll der siebenten Sitzung des Runden Tisches zum Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (RTDMF) vom 8.5.2007 im Bundesamt für Strahlenschutz in Neuherberg bei München (Seite 3 des Protokolls) kann vonseiten der Deutschen Rentenversicherung Bund inhaltlich nicht gefolgt werden (20.7.07).

mehr:

http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/ ... a/bfa.html
Vielleicht hat Frau Stöcker diesbezüglich auch etwas missverstanden, so wie ich das verstanden habe, wird es von der Rentenversicherung Kode und nicht Abrechnungsziffer genannt und es gibt den Kode sonstige Schäden durch äussere Ursachen. Allgemein gilt, dass man sich um Wahrheitstreue seiner Aussagen bemühen sollte, nicht nur wegen der aufmerksamen Gegenseite, die sonst gleich alle Aussagen als unglaubwürdig hinstellen und so den fehlenden Handlungsbedarf begründen kann, den unrichtigen Argumenten bei Diskussionen, sondern auch damit sich nicht andere Betroffene durch die Aussagen im Internet falsche Vorstellungen machen. Es hätte mich doch gewundert, wenn die Elektrosensiblen wenn auch nur durch einen eigenen Kode anerkannt worden wären, da wird doch alles gemacht, dass genau das nicht der Fall ist und nichts bewiesen usw. und erst noch für sie bezahlt worden wäre, das geht wenn überhaupt nur "indirekt" z.B. über die Psychoschiene, Sekundärerkrankungen oder über die Arbeitslosenunterstützung und später Fürsorge, da die Arbeitgeber sich nicht mit eingeschränkt leistungsfähigen Mitarbeitern aus welchen Gründen auch immer, abgeben wollen.

Da niemand vor Irrtümern sicher sein kann, sollte man seine Aussagen begründen können und wenn sie sich als unrichtig erweisen, zu einer Korrektur bereit sein.

Andererseits muss man auch sehen, wer und weshalb wieder einmal mit einem Anwurf gegen Frau Stöcker gekommen ist, bzw. es bleibt die Frage, ob es einigen wirklich um die Wahrheit geht, besonders da manche Hintergründe und Gründe unklar bleiben und allgemein negative Aussagen gegenüber Aktiven und Elektrosensiblen auffallen.

Was auch bedacht werden sollte, dass die Gegenseite ganz andere Möglichkeiten zur Verfügung hat, die Wahrheit in ihrem Sinn zu gestalten z.B. bei der TNO-Replikation und den Behauptungen von Frau Dr. Kaul.

Elisabeth Buchs