Stellungnahmen von mobilfunkkritischen Organisationen:
Flawed Essex Study Eliminates Worst Affected Electrosensitive Sufferers to Get Desired Result
http://www.mastsanity.org
Essex Provocation Study finds no effect (Powerwatch sei bei dieser Studie einbezogen gewesen)
http://www.powerwatch.org.uk/news/20070 ... cation.asp
N.B. Ich habe kürzlich mit Herrn Jakob darüber gesprochen, weshalb ich beim Autofahren manche Antennen so rasch spüre, während es in Räumen länger dauert, bis ich z.B. DECT merke. Er sagte, das könne an den sehr raschen Feldwechseln (Minima, Maxima) beim Autofahren liegen. Bei der TNO-Replikation habe ich soviel ich noch weiss gelesen, dass sie beim "verbesserten" Design, wo ein genauer Rapport dazu nicht veröffentlicht wurde, das verwendete Signal homogener gemacht hätten als bei der ursprünglichen holländischen TNO-Studie. Könnte nicht ein ähnlicher Effekt wie beim Autofahren durch Smart Antennas auftreten?
Worauf man bei Studien auch achten sollte:
Ob elektrosensible Probanden aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden während den Anfangstests die folgenden Tests nicht mehr weiterführen konnten. Soviel ich noch weiss, gab es bereits bei Nemesis solche Probanden und meine Kollegin hat mir damals zugeflüstert, dass seien die richtig Sensiblen, die dann so aus der Statistik fallen würden.
Wie die verwendeten Signale genau waren, denn es sieht so aus, dass die Art der Modulation (und evt. die Inhomogenität) eine Rolle spielt, je nach Auslastung der Antennen oder z.B. die 8,3 Hz-Pulsung einer Variante von GPRS in Oberammergau.
Ich selber spüre zu gewissen Zeiten die Antennen im Wohnzimmer mehr, oft nach halb fünf abends, wenn viele telefonieren, auslastungsabhängig, wobei dann auch die Feldstärke höher ist. Oder im Auto spüre ich bei der Durchfahrt an den selben Orten die Antennen nicht immer. Dieses Problem könnte man z.B. durch einen DECT-Test lösen, wo das Signal eindeutig bestimmt ist, wobei es dort auch zwei verschiedene Arten DECT-Modulationen gibt.
Ob die Sham-Signale wirklich kein Feld haben oder nur ein geringeres, denn Betroffene reagieren oft auch auf rel. geringe Felder bereits negativ. Wie die Feldsituation im Versuchsraum ist, am besten wäre ein feldarmer Ort, da u.U. ein abgeschirmter Raum sich nicht im selben Mass positiv auswirkt wie ein von an Anfang an feldarmer. Auch auf NF-Einflüsse sollte geachtet werden, da die Probanden auch auf solche negativ reagieren können und diese evt. nicht von HF unterscheiden können.
Es sollten Kontrollmöglichkeiten vorhanden sein bei Studien, dass alle Probanden mit Beschwerden auch wirklich erwähnt werden. Nicht statistisch weggeglättet, auf andere Ursachen geschoben wie die vier uns bekannten Probanden bei der TNO-"Replikation" usw.
Elisabeth Buchs