UMTS - und alles schläft ruhig?
Verfasst: 7. Oktober 2004 12:51
© St. Galler Tagblatt; 06.10.2004
Toggenburger
leserbrief
UMTS - und alles schläft ruhig?
Mit diesem Leserbrief will ich einige Fragen (auch einige Antworten), in den angeschlagenen Lebensraum Wattwil stellen. Wie weit sind wir bereit, unsere Gesundheit dem technischen Fortschritt, der unerforschten gepulsten Strahlung einer bislang noch weniger erforschten UMTS-Antenne zu opfern? Eigentlich niemand. Was tut man dagegen? Viele Einsprachen (im letzten Moment) schreiben und auf eine Antwort warten. Jetzt muss wiederum gehandelt werden - das kann doch nicht sein, dass hier Mobilfunkantennenanbieter machen können, was sie wollen.
Wattwiler wacht auf
Man muss sich über die neuen Technologien informieren, darf die Informationen nicht verschlafen und Hinweise über mögliche, gesundheitliche Risiken dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. (www.Gigaherz.ch) Wie lange wird es noch dauern, bis wir uns nicht mehr bedauern können; wenn alles was rund um uns herum passiert einfach toleriert und akzeptiert wird? In Bezug zum Artikel im «Toggenburger» vom Samstag 2.10.2004 ist es mir ein Anliegen, Herrn Haag öffentlich darauf anzusprechen, warum sie in diesem Fall der gesetzlichen Grundlage, vermutlich Swisscom und Sunrise, Recht geben? (die Erläuterungen dazu, sind ebenfalls im selben Text aufgeführt und habe ich zur Kenntnis genommen.)
Ich denke nicht, dass man sich hier mit einem "vermutlich" zufrieden geben kann. Ich erwarte endlich eine offene Informationspolitik! Dazu gehören unter anderem auch Informationsveranstaltungen, zu denen betroffene Einwohner eingeladen werden. Auch ist es mir nicht ganz klar, wieso direkte Anstösser , die in einem Omen (Ort mit empfindlicher Nutzung) leben, nicht persönlich von der Gemeinde informiert werden.
Man stellt es auf die Probe, ob auch die Bewohner im Steintal bemerken, dass irgend etwas um sie herum geschieht? Selbstverständlich kann jeder Wattwiler Bürger in unserem Gemeindehaus Einsicht in die Pläne bekommen, nur wissen sollte man das, sonst macht es ja keiner. Ich fordere somit die Bewohner des Steintales, die Schulgemeinde Wattwil mit dem Schulhaus Steintal, das Spital Wattwil und die Bewohner von Wattwil dringend auf (und all jene, die es nicht einfach so hinnehmen, dass UMTS-Experimente hier stattfinden sollen) Druck zu machen.
Man soll sich neuen Technologien nicht vorbehaltlos aussetzen, man soll offen sein für Neues, aber nicht um jeden Preis. Wir haben hier in Wattwil nicht mehr allzu viele Chancen, uns gegen aussen zu etablieren, darum muss man mit allen Mitteln für das kämpfen was wir hier haben. Was nützen die wunderbaren Werbeprospekte, wenn schlussendlich doch alles in Frage gestellt werden muss, was darauf zu sehen ist? Wir haben eine wunderschöne Landschaft in einer topografischen Lage, die auch nicht uninteressant ist und viele Menschen, die bereit sind, zusammenzustehen und miteinander anzupacken. Machen wir einen grossen Schritt vorwärts, ziehen wir alle zusammen an einem Strick.
Als Frage zum Abschluss: Wie viele Wattwiler und Wattwilerinnen sind bereit sich zu einer Interessengemeinschaft zusammenzuschliessen, gegen die noch unerforschte UMTS-Anlage?
Koordination auf Bundesebene
Aus einem Schreiben der Regierung des Kantons St. Gallen an das Eidgenössische Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation geht hervor, dass mit Nachdruck darauf hingewiesen wird, dass die Gesetzgebung im Bereich des Mobilfunks auf Bundesebene künftig zwingend zu koordinieren und aufeinander abzustimmen ist. Dabei wird einerseits vor allem an Konzessionierung der Mobilfunkanbieter mit dazugehörigen Abdeckungsvorhaben (Telekommunikationsgesetzgebung) und der Gesetzgebung über die Raumplanung sowie an den Schutz der Bevölkerung vor gesundheitsschädlichen Auswirkungen (Umweltschutzgesetzgebung) anderseits gedacht. (datiert vom 17.3.2003). Denken wir mit.
Daniela Vetsch Böhi
Hofstattstrasse 14
9630 Wattwil
Toggenburger
leserbrief
UMTS - und alles schläft ruhig?
Mit diesem Leserbrief will ich einige Fragen (auch einige Antworten), in den angeschlagenen Lebensraum Wattwil stellen. Wie weit sind wir bereit, unsere Gesundheit dem technischen Fortschritt, der unerforschten gepulsten Strahlung einer bislang noch weniger erforschten UMTS-Antenne zu opfern? Eigentlich niemand. Was tut man dagegen? Viele Einsprachen (im letzten Moment) schreiben und auf eine Antwort warten. Jetzt muss wiederum gehandelt werden - das kann doch nicht sein, dass hier Mobilfunkantennenanbieter machen können, was sie wollen.
Wattwiler wacht auf
Man muss sich über die neuen Technologien informieren, darf die Informationen nicht verschlafen und Hinweise über mögliche, gesundheitliche Risiken dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. (www.Gigaherz.ch) Wie lange wird es noch dauern, bis wir uns nicht mehr bedauern können; wenn alles was rund um uns herum passiert einfach toleriert und akzeptiert wird? In Bezug zum Artikel im «Toggenburger» vom Samstag 2.10.2004 ist es mir ein Anliegen, Herrn Haag öffentlich darauf anzusprechen, warum sie in diesem Fall der gesetzlichen Grundlage, vermutlich Swisscom und Sunrise, Recht geben? (die Erläuterungen dazu, sind ebenfalls im selben Text aufgeführt und habe ich zur Kenntnis genommen.)
Ich denke nicht, dass man sich hier mit einem "vermutlich" zufrieden geben kann. Ich erwarte endlich eine offene Informationspolitik! Dazu gehören unter anderem auch Informationsveranstaltungen, zu denen betroffene Einwohner eingeladen werden. Auch ist es mir nicht ganz klar, wieso direkte Anstösser , die in einem Omen (Ort mit empfindlicher Nutzung) leben, nicht persönlich von der Gemeinde informiert werden.
Man stellt es auf die Probe, ob auch die Bewohner im Steintal bemerken, dass irgend etwas um sie herum geschieht? Selbstverständlich kann jeder Wattwiler Bürger in unserem Gemeindehaus Einsicht in die Pläne bekommen, nur wissen sollte man das, sonst macht es ja keiner. Ich fordere somit die Bewohner des Steintales, die Schulgemeinde Wattwil mit dem Schulhaus Steintal, das Spital Wattwil und die Bewohner von Wattwil dringend auf (und all jene, die es nicht einfach so hinnehmen, dass UMTS-Experimente hier stattfinden sollen) Druck zu machen.
Man soll sich neuen Technologien nicht vorbehaltlos aussetzen, man soll offen sein für Neues, aber nicht um jeden Preis. Wir haben hier in Wattwil nicht mehr allzu viele Chancen, uns gegen aussen zu etablieren, darum muss man mit allen Mitteln für das kämpfen was wir hier haben. Was nützen die wunderbaren Werbeprospekte, wenn schlussendlich doch alles in Frage gestellt werden muss, was darauf zu sehen ist? Wir haben eine wunderschöne Landschaft in einer topografischen Lage, die auch nicht uninteressant ist und viele Menschen, die bereit sind, zusammenzustehen und miteinander anzupacken. Machen wir einen grossen Schritt vorwärts, ziehen wir alle zusammen an einem Strick.
Als Frage zum Abschluss: Wie viele Wattwiler und Wattwilerinnen sind bereit sich zu einer Interessengemeinschaft zusammenzuschliessen, gegen die noch unerforschte UMTS-Anlage?
Koordination auf Bundesebene
Aus einem Schreiben der Regierung des Kantons St. Gallen an das Eidgenössische Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation geht hervor, dass mit Nachdruck darauf hingewiesen wird, dass die Gesetzgebung im Bereich des Mobilfunks auf Bundesebene künftig zwingend zu koordinieren und aufeinander abzustimmen ist. Dabei wird einerseits vor allem an Konzessionierung der Mobilfunkanbieter mit dazugehörigen Abdeckungsvorhaben (Telekommunikationsgesetzgebung) und der Gesetzgebung über die Raumplanung sowie an den Schutz der Bevölkerung vor gesundheitsschädlichen Auswirkungen (Umweltschutzgesetzgebung) anderseits gedacht. (datiert vom 17.3.2003). Denken wir mit.
Daniela Vetsch Böhi
Hofstattstrasse 14
9630 Wattwil