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Das Geschäft mit der Angst.

Verfasst: 10. November 2004 16:31
von Leserbrief v. Stefan Kern
Das Geschäft mit der Angst
Liechtenstein „Vaterland“ 9.11.04

Nachstehend veröffentlichen wir eine Mitteilung
von Stefan Kern vom Forum Mobil
zum Thema, wie Mobilfunkgegner rücksichtslos mit den Gefühlen der Menschen spielen.

Mobilfunkgegner haben es schwierig im Leben. Sie müssen bzw. wollen auf allen Gebieten Profis sein – als Funknetzplaner, als Technologieexperten, als Wissenschafter, als Mediziner und als Kommunikationsspezialisten. So jedenfalls stellen sie sich in der Öffentlichkeit dar. Auch Klaus Schädler ist solch ein Wunderexperte, der in allen Belangen versiert sein will. Jüngst sogar als Funknetzplaner, der in Malbun bereits neue Antennenstandorte bestimmt hat, um seine 0.02 V/m-Grenzwert-Fantasien zu platzieren.

Nachdem die Person des Klaus Schädler je länger je mehr unter Glaubwürdigkeit leidet, (Anm. Gigaherz: ist doch schön, wenn jemand unter Glaubwürdigkeit leidet. Der Verfasser meinte wohl das Gegenteil) verwendet er seit wenigen Wochen ein neues Kleid, nämlich das des VGM (Verein für Gesundheitsverträglichen Mobilfunk) und betätigt sich dort offensichtlich als Ghostwriter. Interessant, da sich Schädler zu Beginn dieses Jahres anlässlich eines Round-Table-Gesprächs des „Liechtensteiner Vaterland“ als Einzelkämpfer bekannte. Er verneinte dabei, ein Mitglied des VGM zu sein.

Es ist fahrlässig und unverantwortlich, wie Klaus Schädler in einem letzten Leserbrief vom 3. November im „Vaterland“ dem Mobilfunk die Verantwortung für Krankheiten wie Leukämie, Hirntumor, Brustkrebs und Depressionen anlastet. Es ist nicht nur verwerflich, sich durch die Angst der Menschen Gehör zu verschaffen, es ist auch unverantwortlich und rücksichtslos. Klaus Schädlers Angstmacherei und seine Horrorvisionen entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage. Wollte Klaus Schädler Menschen mit Leiden helfen, würde er ohne Scheuklappen nach Ursachen suchen. Aber offensichtlich geht es ihm weniger um die Menschen als um seinen Kampf und seine Interessen. Die „Glaubensgemeinschaften“ der Mobilfunkgegner sind sektenartig organisiert und untereinander vernetzt. Einen Höhepunkt haben die Gruppierungen am jährlichen Nationalen Kongress der Elektrosmog-Betroffenen diesmal in Olten. Gratis und franko karrt der VGM bzw. Klaus Schädler seine Jünger (sofern es welche gibt) nach Olten zur Gehirnwäsche. Und auch dort wird das Geschäft mit der Angst geschürt werden.

Ein erschreckendes Beispiel vom Geschäft mit der Angst konnte an der diesjährigen Olma in St. Gallen erlebt werden. Ein ebenfalls zum harten Kern der Mobilfunkgegner gehörender Herr machte dort Messungen an Menschen, um festzustellen, ob sie bereits elektrosmogverseucht seien oder nicht. Diese Diagnose machte er anhand eines EKG (Elektrokardiografie – in der Medizin ist dies ein Verfahren, um Herzrhythmus und –frequenz zu messen) An beiden Beinen und Armen wurden den liegenden „Patienten“ (vor Publikum) Elektroden befestigt; auf einem einfachen Laptop wurden dann verschiedene Kurven aufgezeichnet. Von drei beobachteten Messungen hatten alle „Patienten“ den Befund, dass sie „elektrosmogverstrahlt“ seien. Natürlich hat dieser „Elektrosmog-Experte“ ein reichhaltiges Sortiment an Strahlenschutzmassnahmen in seinem Katalog, das er den Leuten gleich anbietet – zu unglaublich hohen Preisen. Ein Abschirmnetz über das Bett (ähnlich einem Netz gegen Mücken) wird für unglaubliche 5'000 Franken verkauft. Geblieben ist der Eindruck jener jungen Frau, die bei Bekanntgabe dieses Befundes geweint hat. Das Geschäft mit der Angst hat also auch bei ihr gefruchtet!

Unsere Mobilfunkgegner hier in Liechtenstein verkaufen meines Wissens noch nichts. Doch was nicht ist, kann ja noch kommen. Sie verstehen es, das Geschäft mit der Angst zu spielen. (Anm. Gigaherz: Dass jemand versucht, ein Geschäft zu machen, ist einsichtig, dass man ein Geschäft spielt, eher nicht.) Es ist in jedem Fall eine schmutzige Art, sich Gehör zu verschaffen. Ich würde mir wünschen, dass auch kontroverse Haltungen sachlich und fair diskutiert werden. Und ich würde mir wünschen, dass der VGM bzw. Klaus Schädler den Pfad der Angstmacherei schnell wieder verlässt.

Das Geschäft mit der Angst. Antwort an die Adresse von Stefa

Verfasst: 10. November 2004 16:36
von Klaus Schädler
Mobilfunk: «Das Geschäft mit der Angst» II

Wenn die Mobilfunkanbieter die Bedenken der Menschen ernst nehmen würden, müssten unsere Argumente widerlegt oder korrigiert werden. Was aber macht Stefan Kern im Auftrag der Mobilfunkbetreiber? Im Forumsbeitrag/Leserbrief vom Dienstag 9. Nov. 2004 versucht er, den VGM und mich unglaubwürdig zu machen und unsere ernsten Anliegen zum Schutz der Gesundheit ins Lächerliche zu ziehen. So reagiert meinem Gefühl nach nur, wer keine sachlichen Argumente hat.

1.Vorwurf - «Funknetzplaner»: Dass eine Mobilfunkantenne auf dem Kulm, dem Sareiserjoch oder auf dem Hocheck unser Alpengebiet mit niedriger Strahlung besser versorgen kann als eine stärker strahlende Antenne im Talgrund, ist für mich logisch. Für Herrn Kern ist das offenbar neu.

2. Vorwurf – «Ghostwriter des VGM»: Ich habe es nicht nötig, in ein «neues Kleid» zu schlüpfen. Wenn ich als VGM-Mitglied (Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk) gelegentlich mithelfe, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, dann tue ich das gerne und aus Überzeugung für eine gute, notwendig gewordene Sache.

Dass ich jemals irgendwo gesagt haben soll, dass ich nicht VGM-Mitglied sei, ist glattweg gelogen. Ich stehe zu meiner VGM-Mitgliedschaft und bin stolz, zu einer Gruppe von engagierten Menschen zu gehören, die sich uneigennützig um das wirkliche Wohlergehen der Menschen kümmert.

3. Vorwurf - «Angstmacherei»: Wer glaubwürdiger ist, wenn es um die Suche nach Krankheitsurachen geht, die Mobilfunkanbieter oder hunderte von wissenschaftlichen Untersuchungen und hunderte von enagierten Ärzten, die vor der heutigen und künftigen Mobilfunktechnik warnen, soll jeder und jede selber beurteilen. Wenn die wissenschaftlichen Erkenntnisse Angst verursachen, wenn wir Grenzwerte festlegen und Gesetze schaffen müssen, um uns gegen die Strahlung zu schützen, dann ist das nicht meine Schuld oder die Schuld des VGM.

4. Vorwurf «Glaubensgemeinschaften»: «Gratis und franko karrt der VGM seine Anhänger nach Olten. Auch dort wird das Geschäft mit der Angst geschürt werden», schreibt Stefan Kern weiter. Dazu wird wahrscheinlich der VGM in einem separaten Forumsbeitrag Stellung nehmen.

Klaus Schädler, Triesenberg 545

Nach Olten zur "Gehirnwäsche"

Verfasst: 10. November 2004 16:40
von VGM Vaduz
Nach Olten zur «Gehirnwäsche»!

Antwort auf den Mobilfunk-Beitrag von Stefan Kern, Sprecher Forum Mobil, vom 9.11.2004

Ganz offenbar erhält die Mobilfunklobby langsam Angst vor einer Bevölkerung, die sich immer mehr informiert und solidarisiert. Wie sonst könnte Stefan Kern, Sprecher von Forum Mobil (also das Sprachrohr der Schweizer und Liechtensteiner Mobilfunkbereiber) in seinem Zeitungsbeitrag vom 9. Nov. 2004 Klaus Schädler «Fahrlässigkeit und Unverantwortlichkeit» vorwerfen. Im Gegensatz zu Stefan Kern, der in seinem Beitrag in die unterste Schublade greift, stützt sich Klaus Schädler auf wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass Mobilfunk gesundheitsschädigend ist. Um den Schaden in Grenzen zu halten setzt er sich, wie auch der VGM, sachlich und fundiert für eine bedeutend niedrigere Strahlenbelastung ein. Dies ist möglich, aber offenbar von gewissen Kreisen nicht erwünscht.

Stefan Kern bezeichnet Menschen, die sich für die gesundheitlichen Auswirkungen des Mobilfunks interessieren als «Glaubensgemeinschaften» und die sachliche Argumentation als «Angstmacherei». Zitat Stefan Kern: «Die Glaubensgemeinschaften der Mobilfunkgegner sind sektenartig organisiert und untereinander vernetzt. Einen Höhepunkt haben diese Gruppierungen am jährlichen Nationalen Kongress der Elektrosmog-Betroffenen, diesmal in Olten. Gratis und franko karrt der VGM seine Jünger nach Olten zur Gehirnwäsche.» - Ende des Zitates.

Einige Mobilfunk-Interessierte fahren am kommenden Samstag nach Olten und investieren einen weiteren Tag, um sich beim «Internationalen Kongress Elektrosmog Betroffener» über den neuesten Stand der Erkennnisse zum Thema Elektrosmog und Mobilfunkstrahlung zu informieren. Investieren wohl die VGM-Mitglieder und die Gäste am Samstag Zeit und Geld, um sich, wie Stefan Kern es bezeichnet, «einer Gehirnwäsche zu unterziehen» oder sind es vielleicht ganz einfach um unsere Gesundheit besorgte Menschen, die sich neutral informieren und weiterbilden möchten? Der VGM hat in seinen Reihen besonnene und verantwotungsbewusste Menschen. Diese als «Jünger» zu bezeichnen, die sich in Olten einer «Gehirnwäsche» aussetzen, zeugt vom Geist, der bei Forum Mobil und bei den Mobilfunkanbietern vorherrscht.

Die Gefährlichkeit der gepulsten Hochfrequenzstrahlung ist schon seit Jahrzehnten bekannt und über wissenschaftlichen Untersuchungen tausendfach belegt. Möglicherweise haben sich aber seit dem Start des GSM- Und UMTS- «Grossfeldversuches» in den letzten fünf Jahren neue Erfahrungen und Erkenntnisse ergeben. Um sich weiterzubilden, nicht um den Kopf in den Sand zu stecken, sondern den Tatsachen in die Augen zu sehen, findet der Mobilfunk-Kongress in Olten statt. Wenn wir dort Neues hören und neue Erkenntnisse gewinnen, werden wir diese sicher weitertragen und der liechtensteinischen Bevölkerung über Forumsbeiträge vermitteln. Es ist sicher nicht das Ziel des VGM, den Menschen Angst zu machen, sondern sie objektiv und sachlich zu informieren. Wenn dann daraus Angst entsteht, dann liegt das am Sachverhalt, und nicht am VGM.

Wir werden am Samstag in Olten sieben hochkarätigen Fachleuten zuhören. Diese referieren nicht im Auftrag der Mobilfunkanbieter, sondern aus wissenschaftlicher Sicht und neutral. Vielleicht werden wir am Samstag in Olten etwas dazulernen, vielleicht auch nicht. Das weiss man zum vorneherein nie. Wir sind offen. Dies im Gegensatz zu den Mobilfunkbetreibern, die meist mit gekauften und gut bezahlten Wissenschaftlern und Referenten arbeiten und sich nun offenbar daran stören, wenn die Bevölkerung sich besser informiert.

Zum von Stefan Kern erwähnten «Geschäft mit der Angst»: Dass nach der skrupellosen, flächendeckenden Bestrahlung mit schädlichen Mobilfunkstrahlen zur Bereicherung der Mobilfunkanbieter und deren Aktionären jetzt an der Olma (übrigens vorher auch bereits an der LIHGA) den Menschen Hilfe vor dieser Strahlung und deren Folgen angeboten wird, ist nicht weiter verwunderlich. Wer die gesundheitsrelevanten Fakten kennt und mit diesem Wissen Angst bekommt, versucht sich zu schützen. Das ist normal. Der VGM bedauere es, dass den Menschen offenbar keine anderen Möglichkeiten mehr bleiben.

VGM, Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk
Werdenbergerweg 11, 9490 Vaduz

Re: Das Geschäft mit der Angst. Aus der untersten Schublade

Verfasst: 10. November 2004 17:06
von Gigaherz
Stefan Kern leistet mit einem solchen Beitrag dem Forum Mobil, das seit einiger Zeit mit recht mässigem Erfolg versucht, Behörden und Bevölkerung einzuseifen und auf seine Linie einzuschwören, einen schlechten Dienst.

Wer das Märchen mit den Sekten bringt, das sogar schon die Mobilfunkgesellschaften selbst in die Mottenkiste versenkt haben,

wer Geschäftemachereien mit überteuerten Abschirmvorrichtungen an der Olma mit dem Informationsbedürfnis an einem Kongress vermengt

wer dort auftretende international bekannte Referenten sozusagen zu angestellten Gehirnwäschern degradiert,

wer so dick aufträgt,
dem wird wohl kein Mensch mit auch nur ein wenig kritischem Verstand Glauben schenken.

Stefan Kern war am vorjährigen Kongress als Besucher in Biel anwesend. Hat er etwa Angst, es könnte so wie damals, einiges ans Licht kommen, was dem Forum Mobil in die Quere kommt? Fast macht es den Anschein. Aber es nützt nichts, Herr Kern, sowohl die Referenten, als auch die Organisatoren und erst recht die Besucher schon auf Vorrat in die Pfanne zu hauen. Das heisse Fett könnte Ihnen in die Augen spritzen oder Sie könnten sich daran die Finger und die Lästerzunge verbrennen.

Gigaherz

Re: Das Geschäft mit der Angst. Aus der untersten Schublade

Verfasst: 10. November 2004 19:34
von Hans-U. Jakob
9 Millionen Franken haben die Schweizer Mobilkfunker und ihre Zulieferer bis heute in Stefans Kerns und Sonja Bietenhards Aktivitäten hineingebuttert, mit dem Ziel, den Widerstand gegen die Mobilfunkerei im Volk zu brechen.
Erreicht haben die beiden rein gar nichts. Im Gegenteil: der Widerstand ist aktiver und grösser denn je.
Kein Wunder, dass die beiden langsam nervös werden. Ewig haben die Mobilfunker nämlich mit den beiden, die einen Flop nach dem andern landen, sicher nicht mehr Geduld. Nach dem Ton zu schliessen, sitzen sie bereits auf dem Schleudersitz. Adieu Stefan.
Hans-U. Jakob

Re:Sachlich und fair diskutieren??

Verfasst: 11. November 2004 06:47
von Roger
Sachlich und fair zu diskutieren, wünscht sich also Stefan Kern. Und er macht es gleich mit eigenen Worten vor, wie das geht: Wer an einen Kongress fährt, fährt zur Gehirnwäsche und ist automatisch ein Jünger (irgendeiner dubiosen Sekte, der sich wahrscheinlich dort die Ausführungen von bösen Sektengurus anhört? ) Wer den Mobilfunk für Gesundheitsschäden verantwortlich macht, von denen leider seit dessen Einführung immer mehr Menschen betroffen sind, handelt verantwortungs- und rücksichtlos, denn er nimmt nämlich gar keine Rücksicht auf die Versursacher, die Mobilfunkgesellschaften.

Leute, merkt ihr was? So benimmt sich einer, der mit Armen und Beinen um sich schlägt, um nicht zu ertrinken, denn das Wasser steht ihm bis zum Hals. Ertrinken hiesse hier im übertragenen Sinn: Angst haben ums Geschäft und nicht vielleicht Angst um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitmenschen. So sieht die Wahrheit aus. Wer so dick aufträgt, entlarvt sich aber selbst!

Roger

Re:Sachlich und fair diskutieren??

Verfasst: 11. November 2004 09:59
von A.Masson
Nein, am Ertrinken sind sie nicht! Da muss ich widersprechen. Hier bei uns ist eine wahre UMTS-Orgie im Gange, zahlreiche neue Sender werden ausgeschrieben (gegenwärtig fünf miteinander) - und alles wird schlank und widerspruchslos bewilligt durch Gemeinde und Kanton. Die Mobilfunker können machen, was sie wollen, und erhalten alles bewilligt. Ich habe das Gefühl, sie hätten ganz freie Hand und herrschen unumschränkt.

Soeben ist neben dem neu zu bauenden Spital in Baar eine Antenne bewilligt worden, wobei gleich auch noch Blindenschule, Steinerschule, zwei Kindergärten, Alterswohnheim, Pflegezentrum in allernächster Nähe mitbestrahlt werden.

Man hätte die Antenne an die nahe Autobahn verschieben können. Statt typ. 60 m hätte man dann typ. 600 m Abstand gehabt, oder Faktor 10 weniger Feldstärke, Faktor 100 weniger Energie. Das wäre etwas teurer gekommen, weil neue Kabel gelegt werden müssen, und die arme Swisscom verhungert ja ohnhehin fast, muss immer mehr Leute entlassen. Dieses Anliegen der Verschiebung ist dem Gemeinderat so egal und unwichtig, dass er es mit keinem einzigen Wort auch nur erwähnt. Wahrscheinlich haben wir mit dieser Spitalantenne den unmöglichsten Platz der Schweiz. So wie wir bald auch die Antenne mit der stärksten Abstrahlleistung in einer Richtung haben - beides bis zum Gegenbeweis.

Man kann auch klipp und klar beweisen, dass die Angaben der Swisscom punkto Reichweiten von UMTS ("500 bis 800 m") falsch sind, zumal es Swisscom selber nicht so handhabt, wie sie dem Gemeinderat weismachen will, und weil es die ETH-Gelehrten auch ganz anders sehen, und weil die Konkurrenz auch vom Zugerberg nach Aegeri strahlt, und das ginge nach Falschbehauptungen der Swisscom überhaupt nicht, und noch aus einem vierten Grunde (ebenfalls aus Swisscom-Küche), der hier zu lange würde. Vierfach als falsch belegt - es nützt rein gar nichts, alles wird ausnahmslos durch die NISV abgeschmettert. Nie würde der Gemeinderat Baar oder das Amt für Umweltschutz solche Argumente das auch nur anschauen, oder gar zurückweisen als fehlerhafte Unterlagen.

Von Ertrinken der Mobilfunker ist wirklich keine Rede. Halten wir unser Hirn klar, solange es noch geht in diesen Strahlungen, und flunkern wir uns nicht Zweckoptimismus zu. Bleiben wir bei der Wahrheit, und die sieht anders aus. Andere mögen ertrinken, das ist klar, aber nicht die Mobilfunkfirmen. Die halten das Land mit eiserner Faust im Nacken, kein Zappeln nützt einen Deut. So sehe ich das.

A.Masson

Re:An der Wortwahl liegt es!

Verfasst: 11. November 2004 14:09
von Edy
Es liegt an der Wortwahl!

Teilnehmer an einer Tagung des Forum Mobil hätte man zwecks Versachlichung der Diskussion um den Mobilfunk sicher zum Veranstaltungsort gefahren. (mit Betonung auf "Teilnehmer" und "fahren")

Da es sich aber um einen Kongress Elektrosmog-Betroffener handelt, werden Jünger zwecks Gehirnwäsche nach Olten gekarrt.

Alles, was wir vom Forum Mobil – im Gegensatz zu den Vorträgen renommierter Fachleute an Kongressen – gehört haben, waren nur schlecht gelungene Versuche, Behörden und Medien auf ihre Linie einzuschwören. Und alles nur, weil sich das dumme Volk (die Jünger!) partout nicht einseifen lassen will und dem Forum Mobil nichts mehr glaubt.

Preisfrage: Wer ist da für die Gehirnwäsche zuständig?

Edy

Re:An der Wortwahl liegt es!

Verfasst: 13. November 2004 21:07
von Sibylle Gabriel
Ich war bei der Gehirnwäsche in Olten und habe mir durch fachmännische Information meine letzten Zweifel wegspühlen lassen !
Ich danke Gigaherz für den informativen Tag, der trotz betrübenden Berichten voller humoristischen Einlagen war! Humor in der Wissenschaft ist immer ein Zeichen für hohes menschliches und geistiges Niveau. Solche Menschen können ruhig Gehirnwäsche betreiben, es ist immer nur zum Nutzen der Menschheit! Mit all dem Wissen um die Gefahren, denen wir ausgesetzt sind, können wir nicht mehr weiter zusehen, ohne zu handeln. Zu viel Leid kann vermieden werden. Wie wir heute vernommen haben: die Zeit ist reif dafür. deshalb sollten wir wie vorgeschlagen an die Öffentlichkeit treten und manifestieren!

Re:An der Wortwahl liegt es!

Verfasst: 15. November 2004 13:29
von Maxi
<<Solche Menschen können ruhig Gehirnwäsche betreiben, es ist immer nur zum Nutzen der Menschheit!<<


???

Komisch, wie leicht ein Tunnelblick entwickelt wird ...

Re:Sachlich und fair diskutieren

Verfasst: 16. November 2004 10:48
von Evi
Lieber Herr Masson,
Nein, die Mobilfunker werden noch nicht so schnell ertrinken, da haben Sie Recht. Dazu sitzen sie finanziell zu fest am längeren Hebelarm.

Aber gemeint war wohl im Beitrag von Roger, das Forum Mobil, das ja eigens gegründet werden musste (mit Betonung auf "musste"), weil sich das Volk nicht länger an der Nase herumführen lässt.

Darum scheint beim Forum Mobil eine gewisse Nervosität (vorsichtig ausgedrückt) zuzunehmen. Dem Pamphlet von Stefan Kern nach zu schliessen, muss man ja mit der ganz groben Kelle anrichten, um dem Zorn über die Aktivitäten von Organisationen Luft zu machen.

Wenn ja alles Unsinn wäre, was an einem solchen Kongress zu hören, zu sehen ist, könnte es Stefan Kern&Co doch völlig gleichgültig sein, wer dort teilnimmt und man könnte einfach zur Tagesordnung übergehen. Aber eben: es ist halt doch nicht die von Stefan Kern anvisierte Angstmache und Gehirnwäsche dahinter, sondern im Gegenteil: die Angst des ForumMobil, dass den Menschen reiner Wein eingeschenkt wird - nicht von irgendwem, sondern von glaubwürdigen Fachleuten und Selbstbetroffenen. Und das scheint gefährlich zu sein!

Was an diesem Kongress sehr deutlich wurde: Die Menschen, ob bereits betroffen oder bedroht, sind dankbar dafür, dass andere Menschen, unter Opferung ihrer Freizeit und Einsatz ihrer Kräfte, notabene ehrenamtlich, sich dem Gefecht mit geradezu mafiösen rücksichtlosen und korrupten Figuren stellen und sich nicht kritik- ,hilf-und tatenlos von deren Machenschaften beeindrucken lassen.

Evi