Funkloch
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Elisabeth Buchs
Funkloch
Etwa 30 km nordöstlich von Chemnitz liegt verlassen in einem Tal die so genannte Lochmühle. Ein höchst treffender Name, denn die imposante alte Wassermühle, zu ihr gehören mehrer Gebäude, liegt in einem Funkloch. Ständig auf der Suche nach derartigen Funklöchern ist Ulrich Weiner. Der 27 Jahre alte Augsburger verdient sein Geld mit der Beratung von Telekommunikationsfirmen - zugleich ist er hochgradig elektrosensibel, dass er sich in feldbelasteter Umgebung nicht lange aufhalten kann. Auf einer seiner Fahrten durch Deutschland entdeckte Weiner nahe der Talsperre Kriebstein das zum Verkauf stehende Anwesen. Spontan fasste er den Entschluss, innerhalb von zwei Jahren dort eine Pension mit Erholungs- und Tagungshaus für elektrosensible und umweltkranke Menschen einzurichten. Wird später in der Nähe jedoch ein Sendemast aufgestellt, wäre alles vergebens gewesen. Damit dies nicht geschieht, will Weiner noch in diesem Monat Zusagen der Netzbetreiber einholen. Bekommt er sie, hat das auf 1,2 Mio Euro veranschlagte Projekt gute Chancen realisiert zu werden. Einzelheiten über die "Funk-Lochmühle" und über die 180-Grad-Wandlung Ulrich Weiner' s vom Handyfreak zum Mobilfunkgegner sind auf der Homepage von www.izgmf.de, Mittweidaer Zeitung nachzulesen.