Aerzte und Elektrosensibilität
Verfasst: 29. November 2004 22:17
Aerzte sind oft die erste Anlaufstelle, die von Elektrosensiblen mit ihren gesundheitlichen Beschwerden aufgesucht werden, wenn diese den möglichen Grund dafür noch nicht herausgefunden haben (noch vor den Elektrosmog-Spezialisten oder allfälligen "Kästchenverkäufern"). Leider zeigen sich viele Aerzte relativ indifferent oder es kommen sogar Klagen von Betroffenen, dass man versucht habe, sie in die psychische Ecke zu stellen.
Die Aerzte, die ich selber aufgesucht habe, sind zum Glück nicht so, sondern versuchen den Organismus zu stärken und die Symptome zu lindern. Ein sonst guter Arzt im Dorf sagte mir, von Elektrosmog verstehe er zuwenig und empfahl mir seinen Kollegen, der an diesem Problem interessiert sei. Heute habe ich diesen Arzt nun aufgesucht. Er hörte mir aufmerksam zu, machte Notizen und sagte dann, er habe das Buch "Elektrosmog, ein Freiland-Versuch am Menschen" gelesen und an Kollegen weiterempfohlen. Ausserdem sei er bei der gleichen Antennenwiderstandsgruppe in unserer Gegend. Er leide nicht direkt unter Elektrosmog, doch könne ihn akustisch wahrnehmen. Dieser Arzt hat mir nun eine Ueberweisung geschrieben wegen der Blutabnahme für den Redox-Test, der evt. durch die Zusatzversicherung der Krankenkasse bezahlt werde.
Nun scheinen auch die Mobilfunker die Aerzte ins Visier genommen zu haben. Das Forum Mobil hat einen Bericht zum Phänomen der Elektrosensibilität in der hausärztlichen Praxis herausgegeben, keine erfreuliche Lektüre für Elektrosmog-Betroffene. So fällt z.B. schon zu Beginn das Wort "self reported electromagnetic hypersensitivity" auf, das jeden ärgert, der schon einmal erlebt hat, wie die Beschwerden an einem bezüglich Elektrosmog ungünstigen Ort auftauchten und an einem besseren Ort wieder verschwanden.
Dann kommt die Beschreibung einer "Provozierungsstudie" der sogenannte Wittener-Test: 10 Mikrotesla eines 50 Hz-Feldes in zehn fünfminütige Zeitabschnitte unterteilt, in denen das Feld in den jeweils ersten zwei Minuten in stochastischer Folge ein- und ausgeschaltet ist. In den letzten drei Minuten eines jeden fünfminütigen Zeitraums bleibt das Feld immer ausgeschaltet. Darin gibt der Proband die Wahrnehmung Feld ein/Feld aus schriftlich zu Protokoll. Solche Versuche kommen einem vor, wie wenn eine Person einen Schlüssel im Dunkeln verloren hat und ihn dann im Licht der Strassenlampe sucht, weil es dort einfacher gehe. Jeder, der sich mit Elektrosensibilität etwas auskennt, weiss, dass das Spüren vor allem von niederfrequenten Feldern, bei höherfrequenten geht es meist etwas schneller, eine längere Zeit benötigt und dann noch einige Zeit nachwirkt.
Zur weiteren Beeinflussung der Aerzte hatte Dr. Berz die Möglichkeit einen 11seitigen Bericht in der Aerztezeitung erscheinen zu lassen. Jemand hat mir kürzlich gesagt, Dr. Berz habe nun eine Vereinigung von Schweizer Aerzten gegründet, quasi Berz-Anhänger, ich weiss nicht, ob das stimmt. Mir würden nur die Betroffenen leid tun, die bei einem solchen Hilfe suchen. Beim Aufsuchen eines neuen Arztes gehe ich jeweils vorsichtig vor, erzähle relativ wenig und beobachte die Reaktion.
Zum Glück können wir bei den Aerzten nun etwas Gegensteuer geben mit unserer Broschüre.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Die Aerzte, die ich selber aufgesucht habe, sind zum Glück nicht so, sondern versuchen den Organismus zu stärken und die Symptome zu lindern. Ein sonst guter Arzt im Dorf sagte mir, von Elektrosmog verstehe er zuwenig und empfahl mir seinen Kollegen, der an diesem Problem interessiert sei. Heute habe ich diesen Arzt nun aufgesucht. Er hörte mir aufmerksam zu, machte Notizen und sagte dann, er habe das Buch "Elektrosmog, ein Freiland-Versuch am Menschen" gelesen und an Kollegen weiterempfohlen. Ausserdem sei er bei der gleichen Antennenwiderstandsgruppe in unserer Gegend. Er leide nicht direkt unter Elektrosmog, doch könne ihn akustisch wahrnehmen. Dieser Arzt hat mir nun eine Ueberweisung geschrieben wegen der Blutabnahme für den Redox-Test, der evt. durch die Zusatzversicherung der Krankenkasse bezahlt werde.
Nun scheinen auch die Mobilfunker die Aerzte ins Visier genommen zu haben. Das Forum Mobil hat einen Bericht zum Phänomen der Elektrosensibilität in der hausärztlichen Praxis herausgegeben, keine erfreuliche Lektüre für Elektrosmog-Betroffene. So fällt z.B. schon zu Beginn das Wort "self reported electromagnetic hypersensitivity" auf, das jeden ärgert, der schon einmal erlebt hat, wie die Beschwerden an einem bezüglich Elektrosmog ungünstigen Ort auftauchten und an einem besseren Ort wieder verschwanden.
Dann kommt die Beschreibung einer "Provozierungsstudie" der sogenannte Wittener-Test: 10 Mikrotesla eines 50 Hz-Feldes in zehn fünfminütige Zeitabschnitte unterteilt, in denen das Feld in den jeweils ersten zwei Minuten in stochastischer Folge ein- und ausgeschaltet ist. In den letzten drei Minuten eines jeden fünfminütigen Zeitraums bleibt das Feld immer ausgeschaltet. Darin gibt der Proband die Wahrnehmung Feld ein/Feld aus schriftlich zu Protokoll. Solche Versuche kommen einem vor, wie wenn eine Person einen Schlüssel im Dunkeln verloren hat und ihn dann im Licht der Strassenlampe sucht, weil es dort einfacher gehe. Jeder, der sich mit Elektrosensibilität etwas auskennt, weiss, dass das Spüren vor allem von niederfrequenten Feldern, bei höherfrequenten geht es meist etwas schneller, eine längere Zeit benötigt und dann noch einige Zeit nachwirkt.
Zur weiteren Beeinflussung der Aerzte hatte Dr. Berz die Möglichkeit einen 11seitigen Bericht in der Aerztezeitung erscheinen zu lassen. Jemand hat mir kürzlich gesagt, Dr. Berz habe nun eine Vereinigung von Schweizer Aerzten gegründet, quasi Berz-Anhänger, ich weiss nicht, ob das stimmt. Mir würden nur die Betroffenen leid tun, die bei einem solchen Hilfe suchen. Beim Aufsuchen eines neuen Arztes gehe ich jeweils vorsichtig vor, erzähle relativ wenig und beobachte die Reaktion.
Zum Glück können wir bei den Aerzten nun etwas Gegensteuer geben mit unserer Broschüre.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs