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Noch einmal: Herabsetzung der Grenzwerte

Verfasst: 1. Dezember 2004 12:16
von Forumadministration
Da sich die Antwort von Albert Gort auf ein Posting von Dr. Rucicka bezieht, das im März 04 im Forum erschienen ist, setzen wir es zur Erinnerung nochmals hierher, damit der Bezug hergestellt ist.

Forumadinistration

Re: Noch einmal: Herabsetzung der Grenzwerte

Verfasst: 1. Dezember 2004 12:18
von Dr Ferdinand Ruzicka
Re: Herabsetzung Grenzwerte
Autor: Univ.-Doz.Dr Ferdinand Ruzicka ()
Datum: 19.03.04 23:07

Ich lebe in einem Ort mit ca. 1700 Einwohnern und vier Basisstationen mit jeweils mehreren Sendeantennen in 50 m bis 250 m Abstand von meinem Wohnhaus. Gemessen habe ich mit einem HF-Meßgerät Werte bis 0,9 V/m.

Leider sehe ich zur Zeit keine andere realistische Möglichkeit als geeignete Abschirmmaßnahmen für den Innen- insbesondere den Schlafbereich vorzunehmen, bis eine Senkung der Vorsorgegrenzwerte auf ca. 0,02 V/m (innen, gesamt) wie u.a. von Dr.Oberfeld gefordert, durchgesetzt werden kann.
In den Ballungszentren Österreichs (z.B. Wien) liegen die Werte mit bis zu 3 V/m und mehr bereits in einem Bereich wo eine Abschirmung des Innenraumes problematisch wird.
In Südneuwales (Australien) hat bis 2003 ein Grenzwert von 0,06 V/m gegolten, hat sich aber auch dort nicht allgemein durchgesetzt.


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Re: Noch einmal: Herabsetzung der Grenzwerte

Verfasst: 1. Dezember 2004 12:23
von Albert Gort
Sehr geehrter Herr Prof. Ruzicka

Sie sind Dozent an einer Universität, selber betroffen (bestrahlt) mit
0.9V/m, und schreiben, die einzige Lösung sei die Abschirmung des eigenen Wohnraumes.
Leider ist es so, dass momentan den Menschen fast nichts anderes
übrigbleibt. Was aber machen alle dijenigen, welche nicht in einer eigenen Wohnung sind, also nicht einfach Abschirmmaterial an die Wände montieren können - oder den Aufwand nicht bezahlen können?

Es kann doch nicht sein, dass wir nur noch im Luftschutzkeller einigermassen wohl sind. Ich mache Messungen in Wohnungen, an Arbeitsplätzen usw. und stelle fest, dass alles was über 0.2V/m sehr bedenklich ist, und meiner Meinung nach kann eine Herabsetzung der Grenzwerte bei gleicher Technologie, bzw. Ausbau auf UMTS keineswegs die Lösung sein. Die Lngzeitschäden sind unaufhaltsam, der volkswirtschaftliche Schaden unermesslich, und das Leid der krank werdenen Menschen riesig.

Die gesunde Fortpflanzung ist nicht mehr gewährleistet. All das sind doch Themen, welche für Sie und Ihre Studenten enorm wichtig wären, richtig thematisiert zu werden, auch wenn die Resultate, bzw. Ergebnisse in der Industrie zu Kursänderungen führen würden.
Was soll's? Letztendlich geht es um unser Überleben, nicht um das Überleben der Industrie. Und es geht auch um die Natur, unseren Lebensraum. Die Natur braucht den Menchen nicht, wohl aber wir die Natur.

Re: Noch einmal: Herabsetzung der Grenzwerte

Verfasst: 1. Dezember 2004 16:45
von Elisabeth Buchs
Ein elektrosensibler Physiker (auch das gibt es, nicht nur "von Bürgerwelle und Konsorten beeinflusste unbedarfte und naive Laien") schreibt zum Thema metallische Abschirmung:

"Geerdete, metallische Abschirmung nach Farady ist gemäss meiner Erfahrung kein guter Weg. Was ein wichtiger Hinweis darauf ist, dass die blosse maximale Länge eines Feldstärkevektors nicht die ausschliesslich massgebliche, biologisch wirksame Grösse ist".


Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs