Werbeverbot gegen "Elektrosmog"
Verfasst: 26. August 2007 15:48
Der Rat der britischen Werber hat die Kosmetikfirma Clarins für ihre Werbung für eine Hautcreme getadelt, welche durch Elektrosmog verursachte Hautschäden kurieren helfen soll. Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL scheint sich seit einigen Monaten auf das Thema Handysmog regelrecht eingeschossen zu haben. DER SPIEGEL schreibt diesmal unter dem Titel „Rüge fürs Negativplacebo“ www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,500462,00.html neben anderem:
„ Die Rüge des britischen Werberates dürfte Clarins zunächst wenig anhaben. Aber wenn sich die Argumentation unter Einbeziehung der jüngsten Erkenntnisse zum negativen Placebo-Effekt durchsetzt, dürften für Hersteller von Anti-E-Smog-Erzeugnissen schlechte Zeiten anbrechen. Ihre Produkte - vom Antistrahlenfenstergitter über Vorhänge mit eingewobenen Silberfäden bis zu abschirmender Spezialkleidung - würden dann nicht mehr als harmlose Geldverschwendung gelten, sondern als schädliche Paranoiaquellen.“
Wer sich aus Hygienegründe ein Fliegengitter vor das Fenster heftet braucht sich nicht wundern, wenn ihm einmal eine Zwangsjacke umgeschnallt wird, und die Begründung "Paranoia" lautet.
Die Begründung des Werberats lieferte Elaine Fox, Autorin einer Laborstudie: „… jüngst kam eine Studie der Universität Essex zum verblüffenden Fazit, dass Handy-Masten tatsächlich krank machen können - allerdings nicht durch Strahlungsaktivität, sondern schlicht durch ihren Anblick. Die Beschwerden der vermeintlichen Strahlungsopfer sind laut der Studie zwar real, werden aber durch Auto-Suggestion ausgelöst.“
Dass diese krude und einseitige Argumentation keinen wissenschaftlichen Hintergrund haben kann, ist durch Analogie einfach zu beweisen. Die Werbung für die Bibel und für den Koran werden auch nicht verboten, obwohl sie höllische Angst vor der Hölle schüren.
Wenn allein der Anblick der Antennen krank machen soll – weshalb schlägt die schlaue Fox nicht vor, die Antennen besser zu tarnen und zu verstecken?
Die Wahrheit ist eben eine andere, nämlich dass die Werbewirtschaft wieder einmal mehr eine Gleichschaltungsaktion durchzieht. Nach ihren verlorenen Kämpfen gegen Werbeverbote für Tabak und Alkohol soll jetzt die Kritik am Produkt mit den grössten verbliebenen Budgets wenigstens im Einflussbereich der Werber verboten werden. Die scheinheiligen Werber pfeifen auf die Meinungsäusserungsfreiheit wenn sie ohne diese mehr verdienen.
„ Die Rüge des britischen Werberates dürfte Clarins zunächst wenig anhaben. Aber wenn sich die Argumentation unter Einbeziehung der jüngsten Erkenntnisse zum negativen Placebo-Effekt durchsetzt, dürften für Hersteller von Anti-E-Smog-Erzeugnissen schlechte Zeiten anbrechen. Ihre Produkte - vom Antistrahlenfenstergitter über Vorhänge mit eingewobenen Silberfäden bis zu abschirmender Spezialkleidung - würden dann nicht mehr als harmlose Geldverschwendung gelten, sondern als schädliche Paranoiaquellen.“
Wer sich aus Hygienegründe ein Fliegengitter vor das Fenster heftet braucht sich nicht wundern, wenn ihm einmal eine Zwangsjacke umgeschnallt wird, und die Begründung "Paranoia" lautet.
Die Begründung des Werberats lieferte Elaine Fox, Autorin einer Laborstudie: „… jüngst kam eine Studie der Universität Essex zum verblüffenden Fazit, dass Handy-Masten tatsächlich krank machen können - allerdings nicht durch Strahlungsaktivität, sondern schlicht durch ihren Anblick. Die Beschwerden der vermeintlichen Strahlungsopfer sind laut der Studie zwar real, werden aber durch Auto-Suggestion ausgelöst.“
Dass diese krude und einseitige Argumentation keinen wissenschaftlichen Hintergrund haben kann, ist durch Analogie einfach zu beweisen. Die Werbung für die Bibel und für den Koran werden auch nicht verboten, obwohl sie höllische Angst vor der Hölle schüren.
Wenn allein der Anblick der Antennen krank machen soll – weshalb schlägt die schlaue Fox nicht vor, die Antennen besser zu tarnen und zu verstecken?
Die Wahrheit ist eben eine andere, nämlich dass die Werbewirtschaft wieder einmal mehr eine Gleichschaltungsaktion durchzieht. Nach ihren verlorenen Kämpfen gegen Werbeverbote für Tabak und Alkohol soll jetzt die Kritik am Produkt mit den grössten verbliebenen Budgets wenigstens im Einflussbereich der Werber verboten werden. Die scheinheiligen Werber pfeifen auf die Meinungsäusserungsfreiheit wenn sie ohne diese mehr verdienen.