Solothurn: Moratorium als erster Schritt
Verfasst: 27. Dezember 2004 14:01
© Solothurner Zeitung / MLZ; 22.12.2004
Leserseite Zeitung
Moratorium als erster Schritt
SZ vom 9.12. «Weststadt wehrt sich gegen Natel-Antennen»
Ungeliebt
Wer mag schon Natelantennen in seiner Nähe? Maddalena Tomazzoli
Die vielen Einsprachen und Sympathiebekundungen gegen neue Standorte von Mobilfunk-antennen in der Weststadt erinnern stark an die Diskussionen vor mehr als 25 Jahren rund um das Kernkraftwerk Gösgen. Auch damals hielten sich Expertengruppen pro und kontra die Waage. Auch damals waren wir Laien nicht in der Lage, die komplexe Materie wirklich zu begreifen. Dann kam 1986 die Katastrophe von Tschernobyl, anschliessend das Moratorium, und heute verteilt das Bundesamt für Gesundheit sicherheitshalber Jodtabletten «für den Fall der Fälle»... Wenn sich, wie dies heute in Solothurn geschieht, ein ganzer Stadtteil so geschlossen gegen neue Standorte von Mobilfunkantennen ausspricht, dann sollte dies zu denken geben. Mit Verschanzen hinter Gesetz und Grenzwerten kommen wir nicht mehr weiter. Hier braucht es den Mut, neue Wege zu beschreiten. Zum Beispiel mit einem Moratorium als Denkpause. Es werden so lange keine neuen Bewilligungen für Mobilfunkantennen erteilt, bis die Unbedenklichkeit wissenschaftlich bewiesen ist. Übrigens: Das Bundesamt für Gesundheit nimmt im offiziellen Informationsbulletin «Strahlen und Gesundheit» klar und unmissverständlich Stellung. Zitat: «Es ist weitere Forschung nötig, um allfällige Gesundheitseffekte schwacher Hochfrequenzstrahlung, wie sie beim Mobilfunk vorkommt, zu erkennen. Vor allem Langzeitwirkungen schwacher Strahlung konnten bisher überhaupt nicht untersucht werden». Welche «Pillen» will das BAG in ein paar Jahren unseren Kindern und Enkelkindern verteilen, wenn Langzeitschäden, verursacht durch Mobilfunkantennen, tatsächlich auftreten?
Daniel Guldimann, Solothurn
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Moratorium als erster Schritt
SZ vom 9.12. «Weststadt wehrt sich gegen Natel-Antennen»
Ungeliebt
Wer mag schon Natelantennen in seiner Nähe? Maddalena Tomazzoli
Die vielen Einsprachen und Sympathiebekundungen gegen neue Standorte von Mobilfunk-antennen in der Weststadt erinnern stark an die Diskussionen vor mehr als 25 Jahren rund um das Kernkraftwerk Gösgen. Auch damals hielten sich Expertengruppen pro und kontra die Waage. Auch damals waren wir Laien nicht in der Lage, die komplexe Materie wirklich zu begreifen. Dann kam 1986 die Katastrophe von Tschernobyl, anschliessend das Moratorium, und heute verteilt das Bundesamt für Gesundheit sicherheitshalber Jodtabletten «für den Fall der Fälle»... Wenn sich, wie dies heute in Solothurn geschieht, ein ganzer Stadtteil so geschlossen gegen neue Standorte von Mobilfunkantennen ausspricht, dann sollte dies zu denken geben. Mit Verschanzen hinter Gesetz und Grenzwerten kommen wir nicht mehr weiter. Hier braucht es den Mut, neue Wege zu beschreiten. Zum Beispiel mit einem Moratorium als Denkpause. Es werden so lange keine neuen Bewilligungen für Mobilfunkantennen erteilt, bis die Unbedenklichkeit wissenschaftlich bewiesen ist. Übrigens: Das Bundesamt für Gesundheit nimmt im offiziellen Informationsbulletin «Strahlen und Gesundheit» klar und unmissverständlich Stellung. Zitat: «Es ist weitere Forschung nötig, um allfällige Gesundheitseffekte schwacher Hochfrequenzstrahlung, wie sie beim Mobilfunk vorkommt, zu erkennen. Vor allem Langzeitwirkungen schwacher Strahlung konnten bisher überhaupt nicht untersucht werden». Welche «Pillen» will das BAG in ein paar Jahren unseren Kindern und Enkelkindern verteilen, wenn Langzeitschäden, verursacht durch Mobilfunkantennen, tatsächlich auftreten?
Daniel Guldimann, Solothurn