Kommentar v. Sianette Kwee zur UMTS-Studie

Gigaherz

Kommentar v. Sianette Kwee zur UMTS-Studie

Beitrag von Gigaherz » 11. Juni 2006 08:03

Prof.Sinanette Kwee, Aarhus (DK), Referentin am 3. Kongress in Olten v. 19.11.05 sendet uns zur Schweizer Studie die folgende Ergänzung:

There are more "replications" from the TNO study on the way : another whitewashing study paid by the Danish research council (taxpayers). The results are given on beforehand.
This is the usual procedure in the socalled replication studies. they are never replications, but always a totally different study. This is to make sure that the outcome is "no effects".
Sianette Kwee

Deutsch:

Es sind noch mehr "Replikationen" der TNO-Studie in Bearbeitung: eine andere Weisswasch-Studie, die das dänische Research Council (taxpayers) bezahlt. Die Resultate sind vorgegeben.

Dies ist die übliche Vorgehensweise in den sogenannten Replikationsstudien. Es sind niemals Replikationen, sondern immer total verschiedene Studien. Dies deshalb, damit man sicher ist, dass die Schlussfolgererung "keine Wirkungen" heisst.

Sianette Kwee

Evi

Re: Kommentar v. Sianette Kwee zur UMTS-Studie

Beitrag von Evi » 11. Juni 2006 09:23

Die Sache ist mittlerweile so durchsichtig, dass sie jeder schon fast bis ins hinterste Täli und in den abgelegensten Dörfern im Land begriffen hat, wenn nicht, dann bitte weitersagen.

Es hat schon einen Grund, warum stets neue Studien in Auftrag gegeben werden und niemals eine schon bestehende unter den genau denselben Bedingungen repliziert wird. Dass dies ja nicht geschieht, dafür sorgen die Mobilfunkbetreibergesellschaften. Entweder direkt, indem sie kräftig mitfinanzieren oder indirekt, indem sie die „richtigen“ Forscher beauftragen. Die Regierungen wissen das und schauen von der Loge aus zu, wie das Volk um seine Gesundheit und um sein Leben kämpft. Wer was anders glaubt, ist naiv oder sträflich obrigkeitsgläubig.

Denn das grösste Trauerspiel an der ganzen Geschichte: Die Behörden, bis hinauf zu den Bundesämtern und damit sicher auch der Bundesrat kennen das Prozedere. Und wir dürfen annehmen, dass es darunter denkende Menschen und nicht geistig Minderbemittelte gibt. Inzwischen ist ja schon in weiten Kreisen dem Volk ein Licht aufgegangen ist. Es wird ihm immer klarer , welche Machenschaften nicht einmal mehr hinter, sondern ganz offen auf seinem Rücken ausgetragen werden.

Ein Trauerspiel ist es allemal, dass zugesehen wird, wie unsere Steuermänner das Schiff auf eine immer rauhere See hinaussteuern und wie lange dauert es wohl noch, bis die Festbeleuchtung so hell strahlt, dass einige Birnen platzen?

Evi

Elisabeth Buchs

Re: Kommentar v. Sianette Kwee zur UMTS-Studie

Beitrag von Elisabeth Buchs » 11. Juni 2006 10:54

Wie bei der Titanic...

Ich bin immer noch erschüttert und empört über das Vorgehen bei dieser TNO-"Replikation". Beim K-Tipp haben sie mich als Betroffene von der Selbsthilfegruppe um die Meinung gefragt: Das erste was mir einfiel, wir sind "verseckelt" worden, da nicht so druckfähig, habe ich dann noch gesagt, ein Hohn, eine Farce und ein Unrecht. Solchermassen „angepasste“ Studien bieten jedoch nicht einmal für die dafür Verantwortlichen und Interessierten einen wirklichen Schutz, bzw. diese kann es auch treffen, wenn sie den echten UMTS-Strahlen der Antennen ausgesetzt sind, bei der TNO-Studie haben nach nur 45 Minuten bei „nur“ ein V/m auch vorher nicht Geschädigte Gesundheitsbeschwerden gezeigt. Was nicht ganz klar ist, wie das ist mit den anderslautenden Erfahrungen von uns bekannten Probanden ist. Und dies zu 60 % mit unseren Steuergeldern. Könnte man nicht eine echte Replikation unter unabhängiger Kontrolle verlangen?

Dabei hätte man aus einer solchen Studie wirklich etwas machen können: z.B. zuerst die genaue Replikation wie bei TNO.
Dann die "verfeinerte" Fassung des "Zürcher Modells".
Denn anscheinend ist die Signalart, Frequenz, Homogenität usw. wichtig bezüglich biologischer Verträglichkeit. FM UKW-Radiosender und Natel C-Sender gaben kaum zu reden. Fernsehsender wohl auch wegen der geringeren Anzahl und weit entfernt auf Hügeln, auch weniger. Jedoch kenne ich zwei Betroffene, die negativ auf Fernsehsender reagiert haben: die eine hatte einen Umsetzer nur etwa 50 m neben ihrem gemieteten Haus, ausserdem noch ein hohes Magnetfeld und ist dadurch elektrosensibel geworden. Der andere war bereits vorgeschädigt und hat an einem Ferienort, wo ein Fernsehsender rel. stark reinkommt, negativ darauf reagiert.

Als Elektrosensible hätte ich viele offene Fragen, doch wenig Hoffnung, dass diese unter solchen Umständen erforscht werden. Studien als Legitimation für weiteres ungehindertes Zumasten oder Studien dienen dazu, den „heutigen wissenschaftlichen Stand zu bestätigen“ und der ist ja gemäss WHO, dass die Beschwerden von Betroffenen nicht von EMF kommen. Dies ist jedoch eine Falschbehauptung oder sogar Lüge (wider besseres Wissen). Ich würde da gerne mithelfen, das zu beweisen anhand von auf uns Betroffene zugeschnittene Versuchesanordnungen und mithelfen, dass ein Wirkmechanismus gefunden wird, doch fehlen uns die finanziellen Möglichkeiten. Die Hinweise und Indizien reichen jedoch bereits völlig aus für ein Moratorium für weitere Antennen, wie das zum Glück die Aerzte für Umweltschutz und andere Aerzte richtig erkennen.

Wir hoffen, bald eine deutsche Uebersetzung der Studie zu haben. Weitere Auesserungen von Exponenten werden folgen. Die Widerstandsgruppen werden auf die Farce dieser Studie aufmerksam gemacht und dies bei ihren Einsprachen gegen die Antennen erwähnen.

Der Widerstand geht weiter. Wir bleiben dran. Jetzt erst recht. So nicht!

Elisabeth Buchs

Marianne

Re: Kommentar v. Sianette Kwee zur UMTS-Studie

Beitrag von Marianne » 11. Juni 2006 20:08

Das gibt es doch einfach nicht, dass so eine Mogelstudie den Leuten die Ungefährlichkeit von UMTS einreden kann und die Bundesbehörden trotz besseren Wissens kein Ohr rühren und das Volk in Sicherheit wiegen. Was heisst es denn, wenn Jürg Baumann BAFU sagt, es seien kurzfristig keine Wirkungen aufgetreten. Das klingt fast so, als wüsste er nicht genau, dass es eben um die langfristigen Wirkungen geht.

Solange da auch nur der geringste Zweifel besteht, dürfen solche Anlagen ganz einfach nicht in Betrieb genommen werden. Oder sind Menschenleben ein verschleuderbares Gut, das man nur wegen des Profites aufs Spiel setzen darf?

Hoffentlich lassen sich Gemeindevertreter, aber auch die Bevölkerung hier kein X für ein U vormachen und gehen in Opposition.

Marianne

Markus

Re: Kommentar v. Sianette Kwee zur UMTS-Studie

Beitrag von Markus » 11. Juni 2006 20:38

Die Studienleiter hatten seinerzeit die grösste Mühe, überhaupt elektrosensible Probanden für diese Studie zu finden, daher auch das eklatante Missverhältnis zwischen Sensiblen und Nichtsensiblen.
Viele Elektrosensible haben Angst, durch weitere Befeldungen noch mehr geschädigt zu werden, als sie es ohnehin schon sind. Andere haben einfach genug, dauernd abwertend beurteilt zu werden, als Individuen oder Subjekte, die sich selbst als Elektrosensible bezeichnen. Diese Leute sind im Alltag einem regelrechten Spiessrutenlaufen ausgesetzt. Sie fürchten Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, fühlen sich von lieben Mitmenschen missverstanden, manchmal sogar von Nachbarn oder gar der eigenen Familie. Nur wer die Elektrosensibilität am eigenen Leib erfahren hat, kann überhaupt mitreden. Die anderen sollen schön die Klappe halten und froh sein, wenn es ihnen besser geht. Eine Garantie für das Gesundbleiben haben sie nicht. Das gilt auch für die Studienleiter, die Behördenmitglieder. Auch für die Verteter der Betreiberfirmen gilt das.

Freundliche Grüsse
Markus

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