Was ist vom Strahlenschutz- Auftrag geblieben?

Pirat

Was ist vom Strahlenschutz- Auftrag geblieben?

Beitrag von Pirat » 8. April 2013 20:31

Was ist vom Strahlenschutz- Auftrag geblieben?

Eine Dokumentation
zur deutschen Mobilfunk-Politik


Mit Beiträgen von
Karl Richter, Klaus Buchner,
Ulrich Warnke, Karl Braun-von Gladiß,
Markus Kern und Franz Adlkofer

Broschüre A4-Format.
36 Seiten, farbig.
April 2013.
Preis 6€.

Zu dieser Schrift

Die vorgelegte Schrift belegt mit ihrem ersten Beitrag die große Diskrepanz zwischen gesundheitspolitischem Anspruch und beobachtbarer Wirklichkeit im deutschen Strahlenschutz. Sie dokumentiert Interessenkonflikte und Satzungsverstöße, in denen sich ein angeblicher ,Strahlenschutz'
u. E. oft richtiger einer neuartigen Form der Gesundheits- und Umweltbedrohung nähert.

Mit Blick auf die zum Jahreswechsel 2012/2013 erfolgte Neubesetzung der SSK ist die Publikation deshalb nach rückwärts und nach vorwärts auch eine kritische Standortbestimmung, was ursprünglich als ,Strahlenschutz' gemeint war und was inzwischen daraus geworden ist.

Der zweite Beitrag zeigt aber auch am konkreten Beispiel des 5. Mobilfunk-Berichts der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag, wie ein nachweislich manipulierter Stand der Erkenntnis die Entscheidung der Volksvertreter in geeigneter Weise lenken soll.

(Aus dem Vorwort)

Die Schrift ist Online abrufbar oder über u.s. Adresse bestellbar:
http://kompetenzinitiative.net/broschue ... index.html



Zu den Autoren

Der erste Beitrag dieser Schrift ist eine gemeinschaftliche Stellungnahme eines interdisziplinären Teams von Wissenschaftlern und Ärzten, das auch den derzeitigen Vorstand der Kompetenzinitiative e. V. bildet: Prof. Dr. phil. Karl Richter als Erster Vorsitzender und Geisteswissenschaftler mit langjähriger interdisziplinärer Erfahrung, als weitere Vorsitzende der Physiker Prof. Dr. rer. nat. Klaus Buchner, der Bio- und Umweltwissenschaftler Dr. rer. nat. Ulrich Warnke, die beiden Ärzte Dr. med. Karl Braun-von Gladiß und Dr. med. Markus Kern. Der Verfasser des zweiten Beitrags, Prof. Dr. med. Franz Adlkofer, ist Arzt für Innere Medizin, als Koordinator des internationalen REFLEX-Projekts von den dargestellten Vorgängen in besonderer Weise betroffen.

Bestellmöglichkeiten:

Diagnose-Funk Versand
Palleskestr. 30
D - 65929 Frankfurt
Fax: 0049 (0)321 - 21 26 63 54
bestellung@diagnose-funk.org
http://www.info.diagnose-funk.org/index.php

Oder über den Buchhandel:
ISBN 978-3-9812598-6-5

Pirat

Konflikte - Verstöße - Institutionelle Korruption

Beitrag von Pirat » 27. April 2013 13:37


Interessenkonflikte - Satzungsverstöße – Institutionelle Korruption


Die internationale Forschung hat das hohe biologische Schädigungspotenzial der wachsenden Zahl von Funk-Techniken immer deutlicher bestätigt. Doch im Gegenlauf dazu versichern deutsche Strahlen-schutzbeauftragte mit aller Nachdrücklichkeit die Unbedenklichkeit der Entwicklung. Die vorliegende Dokumentation zeigt an einer Reihe von Beispielen, mit welchen Strategien bewusster Verharmlosung und Manipulation solche Botschaften allerdings erkauft sind. Der deutsche Strahlenschutz bezeugt damit seine Verwandlung in eine von ökonomischen Interessen geleitete Organisation, die entgegen dem Gründungsauftrag den Schutz von Gesundheit und Umwelt nicht sichert, sondern möglichst weit beschränkt.

Die Dokumentation erkennt eine entscheidende Voraussetzung dieser Entwicklung in den engen personellen und strukturellen Vernetzungen, die zwischen dem deutschen Strahlenschutz und der Mobilfunkindustrie bestehen. Sie haben ein lobbyistisches Doppelagententum hervorgebracht, das im Strahlenschutz-Gewand industrielle Interessen bedient. Dass dies mit nachweislichen Verstößen gegen den satzungsgemäßen Auftrag verbunden ist, aber mit staatlicher Billigung geschieht, gibt geradezu modellhafte Vorgänge und Strukturen „institutioneller Korruption“ zu erkennen.

Die Dokumentation sieht in der Entwicklung deshalb auch einen schwer wiegenden Verstoß des Staates gegen das Schutzgebot der Verfassung. Statt gemäß diesem Gebot Bevölkerung und Umwelt gegen mögliche schädigende Wirkungen industrieller Produkte zu schützen, sehen wir den Staat auch seinerseits tief in die Geschäfte der Industrie verstrickt. Da er den Vorwurf fürchten muss, Gesundheit und Umwelt zum disponiblen Bestandteil dieser Geschäfte gemacht zu haben, kann er sich eine industrieunabhängige Beratung offenbar auch kaum mehr leisten. Unseriöse Grenzwerte, die im Licht unabhängiger Forschung schutzuntauglich sind, ersparen ihm dabei das Eingeständnis, wie weit die deutsche Funk-Politik elementarste ethische und demokratische Orientierungen aus den Augen verloren hat. Die Dokumentation mündet deshalb in die Aufforderung an Bürger und parlamentarische Volksvertreter, dem konzertierten Missbrauch
staatlicher, industrieller und wissenschaftlicher Macht entgegenzutreten.


Kommentar:

Dieser Auszug wurde der KOI-Broschüre Heft 8 entnommen und ist dort auf Seite 5 unter „Zusammenfassung“ zu finden.

Die Verflechtungen lobbyistischer Zusammenhänge mit deren Vernetzungen, Satzungsverstößen und Verfälschungen werden in den Nachfolgebeiträgen sehr detailliert dargelegt.

Es empfiehlt sich die Broschüre als Dokument in Printform zuzulegen.

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Pirat

Manipulationen in Studien des DMF

Beitrag von Pirat » 29. April 2013 14:07


Manipulationen in Studien des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms


(Auszug)

„Das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramms (DMF), vom Bundesamt für Strahlenschutz aufgestellt und durchgeführt, vom Staat und Industrie je zur Hälfte finanziert wird seit seinem Abschluss im Sommer 2008 immer wieder für Entwarnungen genutzt. Doch die Berechtigung solcher Entwarnungen ist längst von vielen Seiten bestritten worden. So hat Dr. H. Peter Neitzke, Leiter des Ecolog-Instituts, dem Programm vorgeworfen, dass „neue (z. T. sehr deutliche) Befunde“ außer Acht gelassen wurden. Und zumal der besonders ausgiebig an dem DMF beteiligte Prof. Alexander Lerchl habe außerdem jedes der übernommenen Projekte für pseudowissenschaftlich begründete Entwarnungen und Grenzwertbestätigungen genutzt.

Prof. Franz Adlkofer hat drei zentrale Beiträge Lerchls zum DMF näher untersucht. Mit Experimenten an Zwerghamstern und einer bestimmten Spezies von Mäusen glaubt Lerchl bestätigt zu haben, dass nichts für schädigende Wirkungen elektromagnetischer Strahlung auf die Melatoninproduktion oder für eine Begünstigung von Krebs spricht. Die Tiere hätten sich unter der Wirkung der Strahlung oft sogar erkennbar besonders wohl gefühlt und gut entwickelt.

Schon der erwähnte Beitrag von H. Peter Neitzke beurteilt es als Spitzenleistung der Verharmlosung, wenn Lerchl sogar positive Effekte der Strahlung suggeriere. Adlkofer kann in seinen detaillierten Analysen zeigen, dass die vermeintlichen Erkenntnisse bester Strahlenverträglichkeit in Wahrheit auf eine Kombination von wissenschaftlichem Dilettantismus und industriegefälliger Manipulation zurückgehen.
Er sieht mit solchen Forschungen die „Grenze zum Betrug“ überschritten.

[siehe Franz Adlkofer: Wissenschaftliche Fehlleistungen im Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm, in: Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft S.32-43; das Zitat
S. 38 im Titel – http://www.info.diagnose-funk.org/asset ... -5_web.pdf ]


Seine Beobachtungen widerlegen die stereotype Behauptung, dass mit dem DMF ein Gewinn an Sicherheit für die deutsche Bevölkerung verbunden war. Mit den nachweislichen Manipulationen waren die untersuchten Studien richtiger ein Beitrag zur Täuschung der politischen Entscheidungsträger, damit aber auch ein wirksamer Beitrag zur Gefährdung von Bevölkerung und Umwelt.“

Kommentar:

Die zu vorigen Ausführungen wurden der aktuellen KOI- Broschüre Heft Nr.8
„Was ist von Strahlenschutz-Auftrag geblieben?“ siehe Punkt II Seite 7 Artikel

„Beispiele gezielter Verharmlosung und manipulativer Schutz-Begrenzung“

entnommen.

In der Fortsetzung wird auch die Verharmlosung des Kinderschutzes, die Langzeitwirkung von E-Smog, die Dementierung von Risiken für Tiere und Pflanzen, die dubiosen Grenzwerte sowie der versäumte technologische Fortschritt thematisiert.

Insgesamt gesehen kommt man zu der Erkenntnis, dass das vielgepriesene DMF als Feigenblatt der Unbedenklichkeit herangezogen wird und der Täuschung von Entscheidungsträgern dient.

Es empfiehlt sich die Broschüre als Dokument in Printform zuzulegen.

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Pirat

Adlkofer zum 5.Bericht der Bundesregierung an den Bundestag

Beitrag von Pirat » 3. Mai 2013 22:08


Bewertung zum 5. Bericht der Bundesregierung an den Bundestag


In der jüngsten Broschüre der Kompetenzinitiative „Was ist vom Strahlenschutz-Auftrag geblieben?“ wird unter dem Titel -auf Seite 22 bis27- „Bewertung der Gentoxizität hochfrequenter elektromagnetischer Felder im 5. Bericht der Bundesregierung an den Bundestag“ mit einem Kommentar von Prof. Franz Adlkofer Stellung bezogen.

In 4 Untertiteln wird sehr prägnant vom Verfasser die dubiose pseudowissenschaftliche Arbeitsweise des Hauptakteurs, des ehemaligen SSK Vorsitzenden für NIS Prof. A. Lerchl, sowie dessen Einsatz für die Interessen der Bundesregierung und zur Mobilfunkindustrie analysiert.

Die Analyse offenbart aber auch das ganze Dilemma der stagnierenden Mobilfunkdebatte und legt zugleich Zeugnis darüber ab, dass es bei dieser Thematik anhaltend nur um die Wahrnehmung industriegesteuerter-finanzieller Interessen geht.

Es empfiehlt sich die Broschüre als Dokument in Printform zuzulegen.


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