© St. Galler Tagblatt; 09.03.2005
Wil
Wiler Zeitung / Volksfreund
Anfrage zu Antennen breit abgestützt
Bruno Egli (FDP) und 23 Mitunterzeichner haben eine Einfache Anfrage zum bewilligten Baugesuch der Mobilfunkantenne an der Bronschhoferstrasse eingereicht.
Über die Parteigrenzen hinweg hat Bruno Egli Mitunterzeichner für seine Einfache Anfrage, die er an der letzten Parlamentssitzung eingereicht hat, gefunden. Er verweist darin auf den Brief der Aktionsgruppe «Keine Mobilfunkantenne neben dem Kindergarten Letten», der am 19. Januar in der «Wiler Zeitung» erschienen ist. Darin hätten die Unterzeichnenden ihrer Enttäuschung Ausdruck gegeben, dass die Baukommission das Baugesuch für eine Mobilfunkantenne an der Bronschhoferstrasse bewilligt habe.
Keine Einsprache erhoben
Der Stadtrat schreibe in seiner Antwort, dass Baugesuche für Antennen nur in denkmalpflegerisch geschützten Gebieten oder in der Nähe von Einzelschutzobjekten verweigert werden könnten. «Er erwähnt jedoch kein Beispiel eines Einzelschutzobjektes», schreibt Bruno Egli. Weiter habe der Stadtrat als Besitzer von drei an jenes der Swisscom grenzenden Grundstücken gegen das Baugesuch keine Einsprache erhoben. Dies obwohl allenfalls mit erhöhter Strahlenbelastung und mit Wertverminderung gerechnet werden müsse.
Sieben Fragen an den Stadtrat
Bruno Egli stellt sieben Fragen. Die erste lautet: «Warum hat der Stadtrat als Besitzer angrenzender Grundstücke keine Einsprache gegen das Bauchgesuch erhoben?», «Weshalb wird der Kindergarten Letten durch den Stadtrat nicht als Einzelschutzobjekt eingestuft?», möchte Egli weiter wissen und fährt fort: «Geht der Stadtrat davon aus, dass die Kinder bezüglich der Strahlenbelastung im Kindergarten Letten weiterhin ausreichend geschützt sind?» Die vierte Frage lautet: «Stuft der Stadtrat denkmalpflegerisch geschützte Siedlungsgebiete höher ein, als den Schutz von Kindern?» Weiter erkundigt er sich: «Wie beurteilt der Stadtrat das Gefahrenpotenzial der Funkstrahlung auf die beiden unbebauten städtischen Grundstücke?» Die Anfrage schliesst mit den Fragen: «Wie sieht die Planung für die zwei unbebauten städtischen Grundstücke aus?» und «Wie hoch schätzt der Stadtrat die Wertverminderung der Grundstücke, falls die Antenne erstellt wird?» (sk./dam.)