© Zofinger Tagblatt / MLZ; 23.03.2005
Region Zeitung
Front gegen Antennen
Murgenthal Petition verlangt UMTS-Moratorium
16 Personen aus Murgenthal haben sich in einer Interessen-Gemeinschaft zusammengetan, die zwei Antennen-Baugesuche bekämpft und vom Gemeinderat ein UMTS-Moratorium verlangt. Ihre Petition haben über 800 Personen unterschrieben. Gegen den von Swisscom und Orange geplanten Neubau von insgesamt 24 Antennen (UMTS) auf dem Dach der Firma Schwarz sind rund 50 Einsprachen eingegangen. Gleichzeitig bekämpft man auch den Umbau der sechs Antennen in der Moosmatt - diese sollen auf UMTS-Standard umgerüstet werden. Hier sind rund 80 Einsprachen eingegangen. Und zu guter Letzt will man die Gemeindebehörden dazu bewegen, vorerst keine Bewilligungen für UMTS-Anlagen mehr zu erteilen. Zumindest so lange, bis die für Spätherbst erwartete ETH-Studie zur Schädlichkeit von UMTS-Wellen publiziert wird.
Organisiert sind die Einsprecher in der Interessengemeinschaft «Stop UMTS in Murgenthal!». Deren Koordinatorin ist vom Echo in der Bevölkerung überrascht - umso mehr, da nur Erwachsene die Petitionsschrift unterschrieben haben: In einer Woche konnten 700 Unterschriften gesammelt werden. «Wir sind schon stolz auf das Erreichte», sagt Monika Meier Tschech, deren Namen man kürzlich noch auf der Wahlliste der Grünen für den Aargauer Grossen Rat lesen konnte. Sie freut sich, dass die Unterstützung eine breite Basis hat: Durch alle Parteien hindurch konnten Unterschriften hereingeholt werden. Knapp 800 davon wurden letzte Woche der Gemeinde überreicht - und noch immer treffen Bögen ein. Meier rechnet mit rund 830 Voten gegen die Baugesuche. (bbo)