20 Minuten berichtet!

Beat

20 Minuten berichtet!

Beitrag von Beat » 27. Mai 2009 09:40

Aber ist das nicht etwas verharmlosend? Hier müsste Gigaherz mit 20Minuten in Kontakt treten. Normen nicht überschritten? Und wenn man alles addiert?

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/ ... n-15333200

Spast

hm...

Beitrag von Spast » 28. Mai 2009 10:09

naja also ich bin ja auch skeptisch was die ganze ES thematik betrifft, aber wenn ich lese, dass eine Verzehnfachung innert 20 Jahren immer noch nicht zur überschreitung der grenzwerte führt muss man sich schon fragen was solche grenzwerte denn überhaupt wert sind...

Gast

Beitrag von Gast » 28. Mai 2009 13:38

@20min
Wie die Forschenden in der Fachzeitschrift «Environmental Research» berichten, hat die zunehmende Verbreitung von Mobiltelefonie, Wireless LAN und anderen Funkanwendungen in den letzten 20 Jahren zu einem ungefähr zehnfachen Anstieg der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung in der Umwelt geführt. Trotzdem liege die durchschnittliche Stärke der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung mit 0,22 Volt pro Meter immer noch deutlich unter den in der Schweiz geltenden Grenzwerten. Die Strahlen stammen dabei vor allem von Mobiltelefonen, Mobilfunkbasisstationen und Schnurlostelefonen. Andere Quellen wie Radio-, Fernsehstationen und Wireless LAN spielten meist eine untergeordnete Rolle.
tja da sieht man mal wieder, wie sicher dass unsere grenzwerte sind.
wir werden offensichtlich gar nie an sie herankommen, was auch immer wir tun werden.
weil wir eben mit 0,22V/m immer noch deutlich unter den grenzwerten liegen, können wir in den nächsten 20 jahren noch aufrüsten, so ca 20 mal mehr sollte noch gehen bis zum grenzwert!

und da gibt es immer noch ein paar ganz clevere, die allen ernstens meinen, vielleicht könnten mehr antennen das problem lösen.

was ist den das für eine milchbuechli rechnung.

das ganze heist ANGEBOT und NACHFRAGE

wo ein geissenbölleli ist hat es 10 fliegen
wo 10 geissenböllelei sind hat es tausend fliegen

Mist bleibt Mist

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Elisabeth Buchs
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Massiv mehr Elektrosmog - und mehr Leidtragende

Beitrag von Elisabeth Buchs » 28. Mai 2009 16:11

Meine betroffene Kollegin hat angerufen und gesagt, im heutigen 20 Minuten sei ein Artikel drin "Massiv mehr Elektrosmog - und mehr Leidtragende". Sie hat ihn mir vorgelesen, er handelt u.a. auch von der Umfrage, die 5 % sich als Betroffene bezeichnete gezeigt hat. Leider habe ich den Artikel nicht gefunden, weiss nicht ob alle Artikel auch online vorhanden sind.

Gestern abend sei in der Blick Gratiszeitung ein Artikel gekommen " Handys verseuchen die Schweiz mit Strahlen".

Wenn nur solche Artikel auch ein vermehrtes Bewusstsein bei den Leuten bewirken würden zum Kauf von Ecomode Plus-DECT, Abschalten von W-Lan und mehr Verständnis gegenüber Betroffenen.

Meine Kollegin sagt, man sollte doch den "Mobilfünklern" sagen, wir hätten nichts gegen die Technik, wenn sie nur etwas machen könnten, dass die Menschen nicht so leiden müssen.

Elisabeth Buchs
Mein grösster Wunsch: bis an mein Lebensende an einem Ort wohnen können ohne Beschwerden wegen Elektrosmog.

paul
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Re: Massiv mehr Elektrosmog - und mehr Leidtragende

Beitrag von paul » 28. Mai 2009 18:43

Elisabeth Buchs hat geschrieben:Meine betroffene Kollegin hat angerufen und gesagt, im heutigen 20 Minuten sei ein Artikel drin "Massiv mehr Elektrosmog - und mehr Leidtragende". Sie hat ihn mir vorgelesen, er handelt u.a. auch von der Umfrage, die 5 % sich als Betroffene bezeichnete gezeigt hat. Leider habe ich den Artikel nicht gefunden, weiss nicht ob alle Artikel auch online vorhanden sind.

Gestern abend sei in der Blick Gratiszeitung ein Artikel gekommen " Handys verseuchen die Schweiz mit Strahlen".

Wenn nur solche Artikel auch ein vermehrtes Bewusstsein bei den Leuten bewirken würden zum Kauf von Ecomode Plus-DECT, Abschalten von W-Lan und mehr Verständnis gegenüber Betroffenen.

Meine Kollegin sagt, man sollte doch den "Mobilfünklern" sagen, wir hätten nichts gegen die Technik, wenn sie nur etwas machen könnten, dass die Menschen nicht so leiden müssen.

Elisabeth Buchs
Ich hab den Bericht im 20 Minuten auch gelesen, und finde ihn ziemlich interessant.

Ich hab ihn eingescannt und hochgeladen. Kann unter folgendem Link angeschaut werden:
http://de.geocities.com/member_234x/20min_es.jpg

Elisabeth Buchs
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Re: Massiv mehr Elektrosmog - und mehr Leidtragende

Beitrag von Elisabeth Buchs » 28. Mai 2009 19:14

paul hat geschrieben:

Ich hab den Bericht im 20 Minuten auch gelesen, und finde ihn ziemlich interessant.

Ich hab ihn eingescannt und hochgeladen. Kann unter folgendem Link angeschaut werden:
http://de.geocities.com/member_234x/20min_es.jpg
Hallo Paul

Vielen Dank für das Einscannen und Hochladen des Berichts (ich wollte Ihnen dafür ein Blumenstrauss-Smiley schicken, gibt es leider hier nicht).

Auf der Homepage des NFP 57 findet man eine Medienmitteilung:

27. Mai 2009
Medienmitteilung vom 27. Mai 2009

Strahlenexposition ist vor allem selbst verursacht. Messkampagne des NFP 57:Wie starkt die Bevölkerung dem Mobilfunk und anderen Strahlungsquellen ausgesetzt ist.
Download (66.2 KB)

http://www.nfp57.ch/files/news/35_SNF_0 ... FP57_d.pdf

Elisabeth Buchs
Zuletzt geändert von Elisabeth Buchs am 29. Mai 2009 15:47, insgesamt 2-mal geändert.
Mein grösster Wunsch: bis an mein Lebensende an einem Ort wohnen können ohne Beschwerden wegen Elektrosmog.

Peter

Beitrag von Peter » 28. Mai 2009 21:44

"Wer die Strahlenbelastung reduzieren möchte, kann dies mit einfachen Massnahmen tun."
Auch das steht in dem Artikel. Leider gibt es immer noch Funklöcher. Die Handys passen die Leistung nach oben an was wiederum den Benutzer mehr belastet. Durch Ausbau ist dieser Wert deutlich senkbar.

Hans-U. Jakob
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Beitrag von Hans-U. Jakob » 29. Mai 2009 15:11

Peter hat geschrieben:"Wer die Strahlenbelastung reduzieren möchte, kann dies mit einfachen Massnahmen tun."
Auch das steht in dem Artikel. Leider gibt es immer noch Funklöcher. Die Handys passen die Leistung nach oben an was wiederum den Benutzer mehr belastet. Durch Ausbau ist dieser Wert deutlich senkbar.
Funklöcher gibt es in diesem Land leider keine mehr, dafür jetzt jede Menge A...ndere Löcher wie die diversen Peters, die doch tatsächlich glauben, es sollten die Köpfe der Handyoten, statt die unfreiwillig, Tag und Nacht bestrahlten Anwohner von Mobilfunkantennen besser geschützt werden, indem noch mehr Antennen gebaut würden. Hirnverbrannte Ideen aus verbrannten Hirnen. Das verwundert einem ja kaum.
Hans-U. Jakob

Elisabeth Buchs
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Kommentar von Hr. Schlegel, Bürgerwelle Schweiz

Beitrag von Elisabeth Buchs » 29. Mai 2009 15:12

Kommentar von Hr. Schlegel, Bürgerwelle Schweiz:

Neue Studie des Schweizerischen Nationalfonds über die elektro­magnetische Strahlungsbelastung der städtischen Bevölkerung
...und wie die Medienmitteilung das Ergebnis der Studie verzerrt

diesen Kommentar als pdf-Datei

die übersetzte Zusammenfassung der Studie als pdf-Datei
ttp://www.buergerwelle-schweiz.org/fileadmin/ ... act_dt.pdf

Die neuste Studie[1] der Universitäten Bern und Basel bestätigt endlich wissenschaftlich, was allein in der Schweiz Tausende Betroffene aus eigener, schmerzlicher Erfahrung längst wissen: Die Haupt-Strahlungsbelastung der Bevölkerung durch Funkwellen rührt sowohl von den Mobilfunkantennen als auch von den Handys und von den im eigenen Haus, Büro oder Betrieb funkenden Geräten her. Antennen, Handys und Schnurlostelefone verursachen gemäss der Studie die stärksten Strahlungsbelastungen. Und in den Eisenbahnzügen ist die Belastung am grössten.

Allerdings wird der Wert der Studie geschmälert durch den Mangel, wonach das von den Forschern den 166 Probanden mitgegebene Messgerät, ein französisches Exposimeter, bloss die Mittelwerte misst. Das aber genügt für die Bewertung des Gesundheitsrisikos nicht, denn das Geschehen in den menschlichen Körperzellen reagiert im Expositionsbereich unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte, d.h. bei der sogenannten „Niedrig“-Strahlung, auf die Spitzenwerte. Dieser Mangel der Messmethode wirkt sich nun vor allem bei der WLAN-Strahlung aus. Deren Einflussanteil wird dadurch stark unterschätzt.

Dazu kommt, dass die Aggressivität der Strahlung für den Organismus von der Art und Frequenz einer Pulsung (oder Taktung) der Strahlung abhängt. Gerade die mit 10 Hertz getaktete WLAN-Standby-Strahlung wird von den immer zahlreicheren Menschen, die auf elektromagnetische Strahlung und Felder mit teils massiven Symptomen reagieren, als besonders aggressiv empfunden[2]. Von der Bedeutung des Einflusses der Pulsung (Taktung) der Strahlung ist in der Studie jedoch nirgends die Rede.

Im Gegenteil, die Studie findet es „beruhigend“, dass die Strahlungs e x positionen „weit unterhalb der ICNIRP-Grenzwerte 1998“ lägen[3], und sie betont das Fehlen eines wissenschaftlichen Nachweises der Schädlichkeit der Strahlung. Solche Aussagen sind angesichts der heutigen Evidenz dieser Schädlichkeit geradezu verantwortungslos, wenn man ihre unhinterfragte Weiterverbreitung durch die Medien bedenkt.

Trotz dieser Mängel könnte die Studie zum Aufwachen von Politik und Behörden beitragen. Aber die Medienmitteilung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF)[4], von dem man doch Unabhängigkeit erwarten müsste, verharmlost und verzerrt das Ergebnis. Ihr Titel „Strahlungs e x position ist vor allem selbst verursacht“ ist grob irreführend. Er ignoriert die Mobilfunkantennen, die in der Studie als gleichwertige Expositionsquelle genannt sind. Dies gleicht der Strategie der Mobilfunkbetreiber, auf die Selbstverantwortung der zugleich uninformiert gehaltenen Bevölkerung abzulenken. Der SNF – unabhängig?

Die Medienmitteilung wird dann eingeleitet durch drei Standardformeln der Mobilfunkindustrie, die der Bevölkerung seit Jahren durch Medien und Behörden eingehämmert werden : „Die neuen Funktechnologien sind von unserem Alltag kaum mehr wegzudenken“ – „Diffuse Ängste in der Bevölkerung“ – „Bisher keine Schäden wissenschaftlich nachgewiesen“. – Was haben diese Formeln hier zu suchen?

Weiter: „Die Strahlung nimmt zu, aber liegt weit unter den Schweizer Grenzwerten.“ Ja, nur schützen uns diese Grenzwerte überhaupt nicht. Strahlungsempfindliche Menschen haben erst unterhalb eines Tausendstels des Schweizer Anlagegrenzwertes[5] Ruhe. Und – konservativ geschätzt – von einem Zehntel dieses Grenzwertes[5] an aufwärts könnte das langfristige Krankheitsrisiko für die ganze Bevölkerung steigen.

Dass der Kommentar der Swisscom, des grössten Schweizer Telekommunikationskonzerns, ebenso abwiegelt, beschönigt und verzerrt, wundert weit weniger[6]. Sein Titel lautet: „Mobiltelefone und schnurlose Telefone strahlen am meisten“ – Auch hier: Wo sind die Antennen geblieben? – In dem zugehörigen, schönen Bild steht dann doch ein Antennenmast, poetisch verklärt, malerisch sich abhebend vor dem Widerschein der aufgehenden Sonne eines klaren Gebirgsmorgens. Die Raffinesse der Werbeabteilung...

Der Schlussatz „Bei der nichtionisierenden Strahlung handelt es sich um elektromagnetische Wellen, die im Gegensatz zur ionisierenden, radioaktiven Strahlung nicht die Energie aufweisen, Atome zu verändern“ ist ebenfalls eines der Dogmen der Mobilfunkindustrie. Es lenkt davon ab, dass elektromagnetische Wellen sehr wohl die Erbsubstanz schädigen können. Denn Chromosomen-Strangbrüche infolge Mobilfunkstrahlung sind erwiesen – Krebsförderung durch Mobilfunkstrahlung wird wahrscheinlich.

Nachzutragen ist, dass seit dem Abschluss der Messreihe dieser Studie (Februar 2008) noch mehr Belastung dazukam: Die Zahl der privaten WLAN-Anlagen ist gleichsam explodiert. Internetfähige Mobilgeräte wie das iPhone und dergleichen sowie Laptops mit USB-Steckmodem haben den Datenbetrieb über die UMTS-Mobilfunknetze vervielfacht. Das (kaum genutzte!) digitale Handyfernsehen DVB-H strahlt sehr leistungsstark von hohen Sendetürmen herunter. Und ein Ende der Steigerung ist nicht abzusehen.

Verfasst von Peter Schlegel, www.buergerwelle-schweiz.org 28.05.09

[1] Frei, P. et al: Temporal and spatial variability of personal exposure to radio frequency electromagnetic fields; doi:10.1016/j.envres.2009.04.015

[2] Die Frequenz der im EEG gemessenen Alpha-Gehirnwellen beträgt 8-12 Hertz

[3] ICNIRP: Für die Gesamtstrahlung an beliebigem Ort geltender Grenzwert von max. 61 V/m, in der Schweiz „Immissionsgrenzwert“ genannt

[4] Medienmitteilung des SNF: www.snf.ch/D/NewsPool/Seiten/mm_09may27.aspx

[5] Für eine einzelne Sendeanlage in den umliegenden Gebäuden geltender Grenzwert von 3 – 6 V/m, in der Schweiz „Anlagegrenzwert“ genannt

[6] Kommentar der Swisscom zur Studie siehe www.bluewin.ch/de/index.php/408,151288/

Quelle: http://www.buergerwelle-schweiz.org/Wis ... .html#6948
Mein grösster Wunsch: bis an mein Lebensende an einem Ort wohnen können ohne Beschwerden wegen Elektrosmog.

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