ZH: Mobilfunkantennen sollen genauer kontrolliert werden

The Future's black

ZH: Mobilfunkantennen sollen genauer kontrolliert werden

Beitrag von The Future's black » 22. Mai 2006 22:24

Mobilfunkantennen sollen genauer kontrolliert werden

http://www.kleinreport.ch/meld.phtml?id=34811

Der Zürcher Kantonsrat hat sich am Montag knapp mit 80 gegen 78 Stimmen dafür ausgesprochen, vermehrte unangemeldete Nachkontrollen bei neuen und nachgerüsteten Mobilfunkanlagen durchzuführen. Das überwiesene Postulat war von den Grünen, der EVP und der CVP unterstützt, von der SVP und der FDP bekämpft worden. «Es gehe nicht um die Verteufelung der drahtlosen Kommunikation, aber es müsse alles getan werden, dass die Strahlenbelastung für die Bevölkerung möglichst niedrig sei», sagte Postulantin Susanne Rihs (Grüne, Glattfelden).

Die gesundheitlichen Gefahren der nichtionisierenden Strahlung (NIS) seien noch immer zu wenig erforscht. Die möglichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit beunruhige die Menschen immer mehr. «Es darf beim Mobilfunk nicht das Gleiche passieren wie beim Asbest», warnte Rihs. Die Kontrollen müssten durch neutrale Fachleute vorgenommen werden. «Das Postulat sei nicht nötig, denn die Forderungen würden vom Bund erfüllt. Aufgrund eines Bundesgerichtsentscheids vom Frühling 2005 werde nämlich schweizweit ein Kontrollsystem eingeführt, das noch über die Forderungen des Bundesgerichtes hinausgehe», sagte Gaston Guex (FDP, Zumikon). Periodisch von unabhängiger Stelle kontrolliert würden künftig nicht nur neue, sondern alle Sendeanlagen. Festgestellte Überschreitungen müssten innert 24 Stunden behoben werden

Evi

Re: ZH: Mobilfunkantennen sollen genauer kontrolliert werden

Beitrag von Evi » 22. Mai 2006 23:59

Das Bundesgericht hat eindeutig bauliche Massnahmen verlangt, keine Softwarelösung. Und woher soll das viele Personal kommen, das kontrollieren muss (so viele tausend Antennen schon)? Und wer bezahlt diese Kontrollen? Das lässt sich doch in der Praxis gar nicht durchführen. Eine periodische Kontrolle in welchen Abständen? Alle paar Monate und dann müssten Überschreitungen innerhalb von 24 Stunden korrigiert werden. Selbst eine Überschreitung von 24 Stunden wäre bereits eine unzulässige Überschreitung, die nicht toleriert werden kann. So interpretiere ich das BG-Urteil. Oder sehe ich das falsch?

Die Betreibergesellschaften sollen das Geld für bauliche Massnahmen , die sie angeblich für unverhältnismässig halten, ruhig ausgeben statt Millionen für Propanda hinzublättern und die Menschen vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Es ist eine Lüge, wenn da einige sagen, es werde schweizweit ein Kontrollsystem eingeführt, das über den Bundesgerichtsenscheid hinausgeht. Das stimmt schlicht und einfach nicht. Aber von den Politikern kann man ja nicht verlangen, dass sie informiert sind, weil sie Informationen in der Regel gar nicht interessieren.

Evi

Klaus

Re: ZH: Mobilfunkantennen sollen genauer kontrolliert werden

Beitrag von Klaus » 23. Mai 2006 06:43

Die FDP hat normalerweise das Ziel, den freien Markt nicht durch unnötige Gesetze und Schranken zu behindern. Das mag manchmal einen gwewissen Sinn haben.
Aber hier bestimmt nicht! Denn wenn man den Mobilfunkbetreibern freie Hand lässt, führt das in die sichere Katastrophe. Die denken gewinnorientiert (wie alle Firmen es nun mal tun) und müssen dementsprechend auch in die Schranken gewiesen werden.
Die Sendeleistungen der Anlagen werden durch Software in den "Grünen Bereich" begrenzt!...ha, welch ein Hohn!
Wenn es irgend einen Grund gibt, die Leistung hochzuschrauben (Handyaner bewegt sich vom 2.ins 3.UG), dann wird es gemacht, wenn die Technik es zulässt!!
Die Technik macht da keinen Unterschied zwischen wichtig (es brennt im Parkhaus) und unwichtig ("ey, was geht ab heute Abend")
Also ich bin da strikte für begrenzte Sendeendstufen und weniger fürs zurückdrehen nach Goodwill der Betreiber!!

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