Quelle:
http://de.internet.com/index.php?id=2043627
Mobilfunk-Boom in Afrika durch Kinderarbeit
Vodafone und Orange setzen auf kleine Hände bei Telefonkartenverkäufen
John Musonda von UNI Africa
Der Mobilfunk-Boom in Afrika beruht auch auf Kinderarbeit. Das berichtete John Musonda, der Afrika-Verantwortliche des internationalen Gewerkschaftsdachverbands UNI Telecom am Donnerstag auf einem Kongress in Nyon, Schweiz. "Schulpflichtige Kinder verkaufen auf den Straßen von Afrikas Städten Telefonkarten für die großen Konzerne. Sie stehen an Straßenkreuzungen mitten im fließenden Verkehr, für ein unsicheres Auskommen", sagte er. Beherrscht wird der Mobilfunkmarkt des Kontinents von Konzernen wie MTN, Vodacom/Vodafone, Celtel, Orascom und Orange, die oft ihr panafrikanisches Geschäft mit lokalen Partnern betreiben.
Musonda erklärte, dass man versuche mit den Firmen ins Gespräch zu kommen, um die Standards der International Labour Organization (Internationale Arbeitsorganisation - IAO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, durchzusetzen.
Die Zahl der bei diesen multinationalen Konzernen mit regulären Verträgen Beschäftigten ist nicht sehr hoch. So habe der auf dem ganzen Kontinent aktive Konzern MTN nur 5.400 Mitarbeiter. Musonda berichtet weiter, dass zugleich zehntausende Jobs bei den traditionellen Festnetzbetreibern abgebaut würden. Als "Ersatz" entstehen neue unsichere Beschäftigungsverhältnisse im informellen Sektor der Mobilfunkbranche mit unzähligen Subunternehmen. Einige davon würden auch Kinder ausbeuten. "Die Nutznießer sind die Multis, die Riesenprofite machen, aber möglichst wenige reguläre Beschäftigungsverhältnisse wollen." (as)
[ Samstag, 17.06.2006, 12:10 ]
Mobilfunk-Boom in Afrika durch Kinderarbeit
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sibylle.gabriel
Re: Mobilfunk-Boom in Afrika durch Kinderarbeit
Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass diese "Mobilfunkmenschen" ein sehr nieriges Bewusstsein haben.
Afrika wird gerade jetzt durch die Tabakindustrie ausgebeutet, da bei uns weniger leute rauchen. Nun kommt die Ausbeutung der Mobilfunkindustrie noch dazu.
Ich frage mich, wozu wir all diese internationalen Organisationen in Genf haben? Gibt es bald keine Menschen mehr, die nicht ans geld denken?
Manchmal sage ich mir, soll die Menschheit doch untergehen!
Afrika wird gerade jetzt durch die Tabakindustrie ausgebeutet, da bei uns weniger leute rauchen. Nun kommt die Ausbeutung der Mobilfunkindustrie noch dazu.
Ich frage mich, wozu wir all diese internationalen Organisationen in Genf haben? Gibt es bald keine Menschen mehr, die nicht ans geld denken?
Manchmal sage ich mir, soll die Menschheit doch untergehen!
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michael wiese
Re: Mobilfunk-Boom in Afrika durch Kinderarbeit
Nicht nur die Mobilfunkindustrie beutet die Entwicklungsländer (und möglicherweise auch dort lebende Kinder) aus.
Der ganze Lebensstandard der westlichen Welt basiert auf dieser Strategie.
Ein Grossteil der Produkte die Sie in Ihrem täglichen Leben einsetzen kann nicht ohne die dritte Welt so billig in so grossen Mengen produziert werden.
Wobei die Schweiz da sogar noch einen Schritt weiter geht, durch Schaffung diverser Kapitalfirmen und Steuergesetze werden sogar Industrieländer ausgebeutet.
Ihr Lebensstandard wird auf diese Art erst möglich, wenn Sie das vor eine moralische/ethische Zwickmühle stellen sollte: tun Sie was aktiv dagegen, und hiermit meine ich nicht nur die Sache mit der Mobilfunkindustrie.
Sollten Sie aber ohne all die Annehmlichkeiten der ersten Welt (Autos, Elektrizität, ein solides Haus, Kommunikationstechnik, moderne Werkstoffe für alltägliche Gegenstände etc) nicht leben wollen, so legen Sie sich eine passende Begründung zurecht warum dies moralisch vertretbar ist anstatt sich zu beschweren, jedoch das eigene Leben nicht zu ändern.
hier sind ein paar Argumente nach denen wir leben und die verwendet werden können:
"wir, die westliche Welt hatten einfach die bessere Organisation, es ist unser Recht andere quasi zu versklaven, die würden mit uns dasselbe tun"
"die Menschheit wird eh untergehen, es stört nicht wenn ich mich persönlich bereichere und damit den Vorgang nur beschleunige"
"Hunger woanders in der Welt? oder Kriege? Das ist egal und senkt die Geburtenrate etwas, so bleibt am Ende etwas länger etwas mehr für mich"
mich stört soetwas, alle wollen eine Mutter Theresa oder ein Gandhi sein, aber alle verhalten sich eher wie ein Lehrbuchkapitalist.
Seien Sie ehrlich zu sich selbst, wir alle, Sie und ich, sind Teil des Problems nicht Teil der Lösung.
Wobei wir alle noch froh sein können das Problem geniessen zu können, der Grossteil der anderen hat dieses Glück nicht.
Selbst wenn wir und hunderttausend weitere ab morgen nurnoch aus altruistischen Motiven handeln, so wird es niemals reichen.
Schauen Sie sich um, sehen Sie ihre Mitmenschen so wie jene wirklich sind: unwissend, kapitalistisch, degeneriert, dumm.
Lachen Sie über jene, wie sie leben, arbeiten, ein Haus bauen, vielleicht eine Familie gründen nur um irgendwann zu sterben und während ihres Lebens ihren Teil dazu beigetragen haben ihre eigene Spezies (und viele weitere) auszurotten.
Denken Sie dadran, egal was der Mensch sich auch einfallen lässt, mit der heutigen Technologie schaffen wir es nicht die Erde vollständig zu ruinieren, selbst wenn nur Bakterien zurückbleiben, die Erde hält lang genug um die Evolution ein zweites mal zu durchlaufen.
Sollten Sie jung sein, seien Sie neugierig, unter Umständen erleben Sie das Ende der Welt aus der ersten Reihe mit (jedenfalls solange Sie in einer Grosstadt leben).
Der ganze Lebensstandard der westlichen Welt basiert auf dieser Strategie.
Ein Grossteil der Produkte die Sie in Ihrem täglichen Leben einsetzen kann nicht ohne die dritte Welt so billig in so grossen Mengen produziert werden.
Wobei die Schweiz da sogar noch einen Schritt weiter geht, durch Schaffung diverser Kapitalfirmen und Steuergesetze werden sogar Industrieländer ausgebeutet.
Ihr Lebensstandard wird auf diese Art erst möglich, wenn Sie das vor eine moralische/ethische Zwickmühle stellen sollte: tun Sie was aktiv dagegen, und hiermit meine ich nicht nur die Sache mit der Mobilfunkindustrie.
Sollten Sie aber ohne all die Annehmlichkeiten der ersten Welt (Autos, Elektrizität, ein solides Haus, Kommunikationstechnik, moderne Werkstoffe für alltägliche Gegenstände etc) nicht leben wollen, so legen Sie sich eine passende Begründung zurecht warum dies moralisch vertretbar ist anstatt sich zu beschweren, jedoch das eigene Leben nicht zu ändern.
hier sind ein paar Argumente nach denen wir leben und die verwendet werden können:
"wir, die westliche Welt hatten einfach die bessere Organisation, es ist unser Recht andere quasi zu versklaven, die würden mit uns dasselbe tun"
"die Menschheit wird eh untergehen, es stört nicht wenn ich mich persönlich bereichere und damit den Vorgang nur beschleunige"
"Hunger woanders in der Welt? oder Kriege? Das ist egal und senkt die Geburtenrate etwas, so bleibt am Ende etwas länger etwas mehr für mich"
mich stört soetwas, alle wollen eine Mutter Theresa oder ein Gandhi sein, aber alle verhalten sich eher wie ein Lehrbuchkapitalist.
Seien Sie ehrlich zu sich selbst, wir alle, Sie und ich, sind Teil des Problems nicht Teil der Lösung.
Wobei wir alle noch froh sein können das Problem geniessen zu können, der Grossteil der anderen hat dieses Glück nicht.
Selbst wenn wir und hunderttausend weitere ab morgen nurnoch aus altruistischen Motiven handeln, so wird es niemals reichen.
Schauen Sie sich um, sehen Sie ihre Mitmenschen so wie jene wirklich sind: unwissend, kapitalistisch, degeneriert, dumm.
Lachen Sie über jene, wie sie leben, arbeiten, ein Haus bauen, vielleicht eine Familie gründen nur um irgendwann zu sterben und während ihres Lebens ihren Teil dazu beigetragen haben ihre eigene Spezies (und viele weitere) auszurotten.
Denken Sie dadran, egal was der Mensch sich auch einfallen lässt, mit der heutigen Technologie schaffen wir es nicht die Erde vollständig zu ruinieren, selbst wenn nur Bakterien zurückbleiben, die Erde hält lang genug um die Evolution ein zweites mal zu durchlaufen.
Sollten Sie jung sein, seien Sie neugierig, unter Umständen erleben Sie das Ende der Welt aus der ersten Reihe mit (jedenfalls solange Sie in einer Grosstadt leben).