Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/76353
Die britische Telekommunikations-Regulierungsbehörde Ofcom hat vorgeschlagen, in Funknetzen höhere Sendeleistungen für bestimmte Anwendungen zu erlauben. Die Studie der Behörde untersucht die Möglichkeiten wie das Funkspektrum besser ausgenutzt werden kann. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt sehen die Autoren auch neue Möglichkeiten für die Breitband-Versorgung ländlicher Gebiete, die nicht an das kabelgebundene DSL-Netz angebunden sind. Die Überlegungen der Behörde beziehen sich nicht auf WLAN-Techniken, sondern auf den so genannten Wireless Broadband Access (WBA), der Breitband-Internet-Zugänge möglich macht.
Der Bericht spricht von einer Erhöhung der Sendeleistung von 10 Watt (EIRP) bei 2,4 Ghz beziehungsweise von vier bis 25 Watt (EIRP) in den Bändern um 5 Ghz. Mit diesen hohen Leistungen steigt allerdings auch die Gefahr von gegenseitiger Störungen. Diese sei allerdings auf dem Lande vergleichsweise gering, da dort die Zahl der Sender überschaubar ist. Bei einer Änderung müsse außerdem beachtet werden, dass neben den zivilen Funk-Anwendungen auch militärische Dienste wie Radar oder Sprechfunk (Bowman Personal Radio) in diesen Bereichen tätig sind.
Der Bericht schlägt daher drei Ansätze vor: Der erste Vorschlag sieht eine generelle Erhöhung der Sendeleistung im Bereich von 2450 bis 2483 MHz vor. Lokale Einschränkungen, etwas in Städten, sollen nicht gemacht werden, wodurch die Gefahr von Störungen dort erheblich steigt. Eine zweite Variante setzt auf Sicherheit und erlaubt die Nutzung von hohen Sendeleistungen nur in Dörfern und ländlichen Gebieten. Die Funktechnik müsste dabei an den Standort angepasst werden und dürfte nicht außerhalb dieses Gebietes genutzt werden. Der letzte Vorschlag versucht einen Kompromiss zwischen der Übertragungssicherheit und den neuen Möglichkeiten zu finden: Hohe Leistung ist dabei innerhalb größerer Städte nicht erlaubt. Die Geräte brauchen dann zwar keine Ortseinstellung (Location Awareness). Den Anwendern werden aber Regeln auferlegt, anhand der sie gegenseitige Störungen kooperativ minimieren sollen.
Höhere Funkleistung soll Breitband-Internet in britische Dör
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mips
Green-Wifi will Internet per WLAN in Entwicklungsländer brin
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/76402
Das Green-Wifi-Projekt will Internet-Verbindungen per Funk in Entwicklungsländern möglich machen. Ein mit Solarenergie betriebener WLAN-Accesspoint (AP), der pro Stück 200 US-Dollar kostet, soll dabei helfen. Er arbeitet mit einem Solar-Panel, das 10 Watt Leistung erzeugt, und einer Batterie, die bei geringer Sonneneinstrahlung den WLAN-Router mit Energie versorgen kann. Bei der Aufstellung auf einem Hausdach soll die Reichweite des AP rund einen Kilometer betragen.
Als Router nutzen die Entwickler einen Netgear WGT634U, der mit der Open-Source-Firmware OpenWRT betrieben wird. Das Gerat besitzt einen Atheros-Chipsatz und einen Broadcom-5365-Prozessor, der mit der Verschlüsselungstechnik IPsec umgehen kann. Damit mehrere APs als Backbone arbeiten können und so nur ein einziger Internetzugang nötig ist, setzt Green-Wifi die Software Roofnet ein, die ein vermaschtes Funknetz zwischen APs aufbaut und selbstständig verwaltet. Auf diese Weise könnten beispielsweise Schulen in Entwicklungsländern, die das 100-Dollar-Laptops der "One Laptop per Child Initiative" (OLPC) nutzen wollen, diese auch mit dem Internet verbinden.
Das Green-Wifi-Projekt will Internet-Verbindungen per Funk in Entwicklungsländern möglich machen. Ein mit Solarenergie betriebener WLAN-Accesspoint (AP), der pro Stück 200 US-Dollar kostet, soll dabei helfen. Er arbeitet mit einem Solar-Panel, das 10 Watt Leistung erzeugt, und einer Batterie, die bei geringer Sonneneinstrahlung den WLAN-Router mit Energie versorgen kann. Bei der Aufstellung auf einem Hausdach soll die Reichweite des AP rund einen Kilometer betragen.
Als Router nutzen die Entwickler einen Netgear WGT634U, der mit der Open-Source-Firmware OpenWRT betrieben wird. Das Gerat besitzt einen Atheros-Chipsatz und einen Broadcom-5365-Prozessor, der mit der Verschlüsselungstechnik IPsec umgehen kann. Damit mehrere APs als Backbone arbeiten können und so nur ein einziger Internetzugang nötig ist, setzt Green-Wifi die Software Roofnet ein, die ein vermaschtes Funknetz zwischen APs aufbaut und selbstständig verwaltet. Auf diese Weise könnten beispielsweise Schulen in Entwicklungsländern, die das 100-Dollar-Laptops der "One Laptop per Child Initiative" (OLPC) nutzen wollen, diese auch mit dem Internet verbinden.