Hilflose Wortklauberei

Alex

Hilflose Wortklauberei

Beitrag von Alex » 22. August 2006 20:00

Kann jemand erklären, welchen wesentlichen Unterschied es zwischen den beiden folgenden Aussagen gibt?

1. "Am 17. Juli 2006 hat das Forum Mobil im Schweizer Radio (DRS1, Sendung „Espresso“) die alt bekannte Unwahrheit wiederholt, dass es 20'000 Studien gäbe, welche die Unbedenklichkeit des Mobilfunks belegen würde."

2. Frau Bietenhard vom Forum Mobil hat aber tatsächlich dazu nur gesagt:
"In 20.000 Studien hat noch kein Forscher können nachweisen, dass es zwischen Mobilfunk und einem gesundheitlichem Problem einen direkten Ursache-Wirkungszusammenhang gibt."

Da werden in einem deutschen Nachbarforum diese beiden Aussagen gegeneinander ausgepielt , nur um die erste Aussage durch die zweite Lügen zu strafen: Aber es nützt nicht viel. Es gibt diese 20 000 Studien nicht, es gibt davon nicht einmal eine Liste.

Alex

Elisabeth Buchs

Re: Hilflose Wortklauberei

Beitrag von Elisabeth Buchs » 23. August 2006 07:57

Das erwähnte elektrosmoginfo-Forum scheint als eine Art Pranger für Mobilfunkgegner, je nach ihrer Bedeutung zu fungieren. Und hättet ihr goldene Himmelsflügel, es würde nichts nützen... Nun setzt sich dort einer von uns zur Wehr und gibt Kontra.

Die 20 000 Studien scheint es zu geben, sogar 35 800 zu EMF allgemein, wo man für 3850 US-Dollar pro Jahr Zugang habe zu einer Datenbank von Infoventures. Jedoch ist es auch für Versammlungen, wo dieser Spruch zum Standard gehört wichtig zu wissen, dass die Aussage von Frau Bietenhard vom Forum Mobil falsch ist, dass alle diese Studien zu Mobilfunk seien. Die Platte mit den Beweisen, oft gehört und übernommen aus dem Handbuch der Mobilfunkindustrie auch von der mit unseren Steuergeldern finanzierten Frau Mirjana Moser vom BAG, wird von Frau Bietenhard ebenfalls erwähnt, wohl wissend, dass laut Wikipedia Beweise in den Naturwissenschaften Seltenheitswert haben und Betroffene schon gar keine Möglichkeit erhalten zu Studien, deren Design auf ihre Erfahrungen abgestimmt sind. Die zur Genüge vorhandenen Hinweise zur gesundheitlichen Problematik werden nicht erwähnt, sondern diese problematischen Technologien immer noch weiter gefördert z.B. WiMAX, um Lizenzgelder zu kassieren, auf Kosten unserer Gesundheit. Man kann sich auch gleich fragen, welcher Prozentsatz dieser Studien wirklich unabhängig ist, denn aus Menschenliebe und Gründen der Wahrheitssuche investiert die Mobilfunkindustrie sicher nicht in Studien (z.B. TNO-"Replikation").

Ohne Syndrom sind wir unzufrieden mit der heutigen Situation, wo nur auf die Wireless-Befürworter abgestellt wird und diejenigen, die das nicht vertragen, elend krepieren sollen und wir wollen die Welt auch diesbezüglich verbessern, denn der zunehmende Elektrosmog verschlechtert unsere Lebensqualität in einem enormen Ausmass.

Elisabeth Buchs

Hans-U. Jakob

Re: Hilflose Wortklauberei

Beitrag von Hans-U. Jakob » 24. August 2006 10:42

Radio DRS-1 plant in der Sendung Doppelpunkt der Sonja Bietenhard vom ForumMobil Gelegenheit zu geben, die 20'000 Studien mit Namen der Verfasser und dem Erscheinungsjahr aufzuzählen.
DRS-1 wird dazu eine Monster-Nonstop-Sendung von 83.3Stunden, das sind 3.5Tage ansetzen. Soviel Zeit wird nämlich benötigt um Namen und Erscheinungsjahr dieser 20'000 Studien herunterzuleiern.
Peter Hidber, ebenfall vom ForumMobil, wird seine Chefin Sonja in ihrem Weltrekordversuch im Doppel-Dauerschnörren als Zweitsprecher unterstützen.
Und wie die Redaktion von "Wetten dass" mitteilt, wird der RDW in einer der nächsten Sendungen versuchen, aus den von Elisbeth erwähnten angeblichen 35'000 Studien bei mindestens 350, mit verbundenen Augen, nur am Duftes des Papiers zu erkennen, vom wem diese sind und was drin steht. (Da ja das Meiste davon zum Himmel stinkt, könnte das ev. sogar gelingen)
Die 70 Tonnen Papier der 35'000 Studien werden dazu in 2 Sattelschleppern direkt vor die TV-Kameras in die Halle gefahren.
So viel von den hunderttausenden von Studien.
Mit fünfhunderttausendfachen Grüssen an diejenigen die das glauben, Hans-U. Jakob

Evi

Re: Hilflose Wortklauberei

Beitrag von Evi » 24. August 2006 11:59

@Alex

Das alles ist nur Spiegelfechterei. Damit wollen die nur gegen Leute schiesen, die stichhaltige, nicht so leicht widerlegbare Argumente bringen. Sie selbst gehen mit ihren Aussagen recht grosszügig um. Was ihnen nicht passt, wird verschwiegen bzw. nicht kommentiert. Aber ihre Munition wird zusehends immer stumpfer.

Wielange können sie denn noch dagegen halten, wenn in ganz Europa gleichzeitig dieselbe Sache diskutiert wird und immer mehr Menschen beschäftigt? Oder gibt es in ganz Europa auf der ganzen Welt nur noch Elektrosmog-Trottel?

Evi

pegasus

Re: Hilflose Wortklauberei

Beitrag von pegasus » 24. August 2006 13:05

Ha ha haa, ho ho hoo, hi hi hii - schon lange nicht mehr so gelacht, lieber Hansueli Jakob! Es ist schon so: mit etwas Humor kommen wir sicher weiter. Danke für den lustigen Beitrag! He he hee, hu hu huu.....

Pegahahasus

charles claessens

Re: Hilflose Wortklauberei

Beitrag von charles claessens » 25. August 2006 21:09

Hallo,

moment, doch, es gibt sehr viele Studien die sich mit Elektrosmog befassen.

Aber, dabei wird nicht erwähnt, das 99 % sich mit Niederfrequenz befassen, und das ist etwas ganz anderes als Mobilfunk.

Und von diesen 1 % Mobilfunk Studien gibt es insgesamt nur 12 Studien die sich mit Basistationen befassen!

So gab es einen Professor der Uni Witten, der Probanden einen niederfrequente Spule vorhielt und fragte: *Spüren Sie was?*.
Also, sagte er: *Sehen sie, Mobilfunk ist unschädlich!*.

Die ETH Studie ist auch eine schönes Beispiel wie man die Unschädlichkeit der Mobilfunk *wissenschaftlich* durch Manipulation beweisen kann.

Auf meine HP habe ich *het bitje* September stehen, wo man haargenau, aber auch recht wissenschaftlich mit alles drum und dran lesen kann wie man die Manipulation gemacht hat.
Da sind die Äusserungen von Gigaherz noch Kleinkram bei.

Ein kurzzeitiger Schweizer Versuch wird von dumme Holländer als *Unschädlich auf Langedauer* verkündet.
Diese Ausgabe gibt die holländische Ansicht noch in die niederländische Sprache, der Rest, und das grösster Teil ist schon in die deutsche Sprache.
Demnächst wird die Ausgabe komplett in die deutsche Sprache kommen.
Schweizer Käse hat viele Löcher; aber in die ETH Studie werden so viele Löcher geschossen, dass es keine Käse mehr übrig bleibt.

Charles Claessens

Andreas

Studien zu Basisstationen

Beitrag von Andreas » 26. August 2006 01:34

Herr Claessens können Sie uns veniger gebildeten Forumsteilnehmern die 12 Studien nenen, die sich mit Basisstation beschäftigen?

charles claessens

Re: Studien zu Basisstationen

Beitrag von charles claessens » 26. August 2006 21:52

Ich bin kein gebildete Forumsteilnehmer, und schreibt wie jeder anderer.

[1] Hutter, Moshammer, Wallner, Kundi, Subjective symptoms, sleeping problems, and cognitive performance in subjects
living near mobile phone base stations, Occup Environ Med. 2006 May;63(5):307-13
[2] Bortkiewicz A et al. (2004), Subjective symptoms reported by people living in the vicinity of cellular phone base
stations, Med Pr. 2004;55(4):345-51
[3] Ronni Wolf M.D., Danny Wolf M.D. (2004), Increased incidence of cancer near a cellphone transmitter station,
International Journal of Cancer Prevention, volume 1, number 2, April 2004
[4] H. Eger et al. (2004), Einfluss der räumlichen Nähe von Mobilfunksendeanlagen auf die Krebsinzidenz, Umwelt-
Medizin-Gesellschaft, 17. Jahrgang, Ausgabe 4/2004, S. 273-356
[5] E.A. Navarro et al. (2003), The Microwave Syndrome: A Preliminary Study in Spain, Electromagnetic Biology and
MedicineVolume 22, Issue 2, (2003)
[6] Hutter, Moshammer, Kundi, Mobile Phone Base-Stations: Effects on Health and Wellbeing, Tagungsbeitrag Rhodos
2002
[7] Santini R. et al. (2002), Investigation on the health of people living near mobile telephone relay stations: I/Incidence
according to distance and kein Ersatz, Pathol Biol (Paris). 2002 Jul;50(6):369-73.
[8] Dr. Germann, Einfluß der Mobilfunkbelastung auf die Retikulocytenreifung, Vorläufige Bewertung anhand von 1000
Analysen (juli 2004), http://www.buergerwelle.de/pdf/einfluss ... juli04.doc

Dann gibt es die Studie von Dr. Gerd Oberfeld, die TNO-Cofam Studie und die ETH Studie.

Die zwölfte konnte ich nicht so schnell finden.
Ich denke der war von Peretta in Spanien.

Charles Claessens

Antworten