Änderung des HF-Schutzes durch neue Richtantenne

Drukru

Änderung des HF-Schutzes durch neue Richtantenne

Beitrag von Drukru » 28. November 2006 16:47

Wer kann mir eine Erklärung geben?

Ich wohne seit fast 30 Jahren in 200-300 Metern Entfernung von einem Funkturm mit zunehmender Installation verschiedener HF-Sendeanlagen, aber erst ab 2001 bis 2005 entwickelten sich zunehmend massive 'ungeklärte', aber dokumentierte Krankheitssymtome (Herzrhythmusstörungen, Schwindelzustände, Gangataxie mit Fallneigung in Dunkelheit, Schlafstörungen, Nachtschweiß, Hautjucken etc.). Deren Ursache bekam ich schließlich durch Zufall im Sommer 2005 heraus.
Durch anschließende Abschirmmaßnahmen (geerdete HSF 35-Anstriche an Wänden und Yshield Swiss naturell-Gewebe an Fenstern) konnten die Krankheitssymptome schlagartig, teilweise innerhalb von 2-3 Wochen behoben werden. Die Messwerte mit dem GIGAGERTZ HF 35C-Messgerät lagen im Schlafbereich jetzt bei 0,7-1,2 Microwatt/qm (vorher bis zu 80-120). Dieser symptomfreie Zustand dauerte bis Februar 2006, als plötzlich wieder Herzrhythmusstörungen auftraten.

Durch Messungen stellte sich (2006) heraus, dass inzwischen auf dem Turm eine neue Richtstrahlantenne installiert worden war, durch deren HF-Strahlung besonders im Nebengebäude (ebenfalls mit geerdeter HF-Abschirmung!) der bisherige HF-Schutz geradezu 'durchbrochen' wird. Die Messwerte sind seitdem zehnmal höher als vor Installation dieser Richtantenne (mit Spitzenwerten zwischen 11 und 50(!)Microwatt/qm).

Wie kann das 'Durchbrechen' der bisherigen HF-Schutzwirkung erklärt werden?

Addieren sich die HF-Strahlen von Sendeanlagen gleicher Richtung?
Sind gepulste Anteile möglich, die vielleicht von meinem Messgerät nicht erfasst werden können?
Spielen Reflexionen an Nebengebäuden eine Rolle?

Nach meinen Messungen ist die Richtantenne offenbar falsch, d.h. mit zu großer senkrechter Neigung montiert, dodass wir teilweise direkt bestrahlt werden.
(Die Strahlungsrichtung folgt einer gerade verlaufenden, vierspurigen Schnellstraße. Die nächsten Häuser sind etwa 4-5 km entfernt.)

Welche zusätzlichen Maßnahmen kann ich ergreifen für einen besseren HF-Strahlenschutz?

Es wäre nett, wenn sich jemand dazu äußern könnte.
MfG drukru

Melchior

Re: Änderung des HF-Schutzes durch neue Richtantenne

Beitrag von Melchior » 29. November 2006 23:46

Hallo Drukru

Vielleicht helfen Dir die Forumsbeiträge zum Titel "WLAN neu (802.11 a und b)" vom 28.11.06. Insbesondere im dritten Beitrag ist ein Link auf die Dämpfungskurve von Swiss Shield, die mit höheren Frequenzen abfällt.

MfG
Melchior

Drukru

Re: Änderung des HF-Schutzes durch neue Richtantenne

Beitrag von Drukru » 30. November 2006 10:54

Guten Tag Melchior

Vielen Dank für den Hinweis. Das mit Swiss Shield leuchtet ein, aber was ist mit dem Y-Shield HSF 35 -Anstrich der Wände, der ja geerdet ist? Kommt es dann etwa wegen Swiss Shield "Schwächen" im 5 Ghz-Bereich zu Reflexionen im Raum?

Welche Schutzmaßnahmen wären dann am sinnvollsten?

MfG
Drukru

mips

Re: Änderung des HF-Schutzes durch neue Richtantenne

Beitrag von mips » 30. November 2006 15:33

Abschirmfarbe enthalten elektrischleitenden Pigmente. Dabei handelt es sich um ein Korn aus Kupfer oder Kohle. Diese Pigmente liegen bilden nicht eine geschlossene Fläche, die Abstände sind mit Bindemittel gefüllt. Gerade bei höheren Frequenzen ist es entscheidend, ob die Abschirmfarbe einfach oder mehrfach aufgetragen wurde.

Drukru

Re: Änderung des HF-Schutzes durch neue Richtantenne

Beitrag von Drukru » 1. Dezember 2006 12:05

Guten Tag mips!

Vielen Dank für die Erklärung.

Folglich ist nur eine "Metallfolie" erfolgversprechend?!
Welche geerdete Folie aus welchem Metall wäre für die Innenwände die wirkungsvollste? Gibt es empfehlenswerte Produkte?
Oder wäre eine geerdete Verkleidung der Außenwände besser?

MfG
Drukru

mips

Re: Änderung des HF-Schutzes durch neue Richtantenne

Beitrag von mips » 1. Dezember 2006 14:09

Mit einer Metallfolie machen sie die Wand dampfdicht, wodurch ein Feuchteproblem entstehen könnte.
Sie können auch mehrere Anstriche übereinander auftragen, dann nimmt die Dämfung zu. Vielleicht gibt es aber bei den Fenstern oder sonst wo Lücken in der Abschirmung.
Am besten wenden sie sich an einen ausgewiesenen Baubiologen.

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