UNTERLUNKHOFEN
Stress wegen Mobilfunkanlage
Unerfreuliche Post für die Gemeinde Unterlunkhofen: Der Mobilfunkanbieter Orange hat gegen die erteilte Baubewilligung beim Regierungsrat Beschwerde eingereicht: Er will eine Bewilligung für die
beantragte Sendeleistung von 20 Kilowatt und nicht nur 12.
http://www.azonline.ch/pages/index.cfm? ... =101419135
«Die Sendeleistung ist absolut unverhältnismässig», ist Gemeindeammann Martin Vifian überzeugt. «Zurzeit benötigt die Anlage nicht einmal 5 Kilowatt.» Im November letzten Jahres traf ein Baugesuch des Mobilfunkanbieters Orange in der Gemeinde ein, das den Ausbau der Anlage auf eine Sendeleistung von 20 Kilowatt beantragte.
Orange teilt sich die auf dem Gebiet des Abwasserverbandes Kelleramt platzierte Anlage mit den beiden anderen Schweizer Anbietern Sunrise und Swisscom. Mit diesem Baugesuch reizt Orange den Grenzwert aus.
Martin Joho vom Departement für Bau, Verkehr und Umwelt, der das Ausbaugesuch beim Kanton auf seine Rechtmässigkeit überprüfte, bestätigt: «Mit dieser Sendeleistung nutzt Orange rein rechnerisch 98 Prozent des zulässigen Anlagegrenzwertes aus.»
Er ist überrascht über die Höhe der beantragten Leistung. Und auch das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) sagt: «Wenn die Anlage mit dieser Leistung betrieben wird, ist sie schweizweit die grösste.» Und das haben Orange und die beiden anderen Anbieter offenbar vor.
«Wir werden die Sendeleistung von 20 Kilowatt nutzen», sagt Mediensprecherin Marie-Claude Debons. Die hohe Leistung sei notwendig, weil sich drei Anbieter die Sendeleistung teilen würden. Zusätzlich würden die wachsenden Kundenbedürfnisse wie Surfen auf mobilen Internetportalen, Live-TV und mobile Datenkommunikation eine immer grössere Sendeleistung erfordern.
Sie gibt auch zu bedenken, dass das Vorgehen nichts Aussergewöhnliches sei für Sendeanlagen, die von allen drei Netzbetreibern genutzt werden. In der Schweiz gebe es verschiedene Antennen mit einer bewilligten Sendeleistung von 20 Kilowatt und mehr.
Die durchschnittliche Betriebsleistung sei wesentlich tiefer und werde nur erreicht, wenn viele Kunden gleichzeitig ihr Handy nutzten.
12 statt 20 Kilowatt
Das Baugesuch löste eine wahre Protestflut aus: «Es gingen über 500 Einsprachen ein», erinnert sich Vifian. Eine Interessengruppe formierte sich, um sich gegen das geplante Ausbauvorhaben zu wehren.
In der Folge ging der Unterlunkhofer Gemeinderat nicht auf das Begehren des Mobilfunkbetreibers ein, sondern bewilligte einen Ausbau mit 12 Kilowatt. «Damit haben wir die zur- zeit genutzte Sendeleistung verdoppelt und sogar noch 20 Prozent Reserve dazugegeben», erklärt der Gemeindeammann.
Dabei gehört die Gemeinde Unterlunkhofen als Mitglied des Abwasserverbandes Kelleramt indirekt auch zu den Nutzniessern der Anlage. Die Mobilfunkanbieter bezahlen den Grundeigentümern eine Nutzungsgebühr. Martin Vifian gibt zu bedenken: «Der Beitrag ist sehr gering. Wir wehren uns nicht gegen die Antenne, sondern nur gegen die Unverhältnismässigkeit der Leistung.»
Der Gemeindeammann ist verärgert über das Vorgehen von Orange. «Wir haben nach der Einspracheverhandlung nochmals das Gespräch mit Orange gesucht. Am Telefon war der Verantwortliche mit einer Leistung von 12 Kilowatt einverstanden.»
Umso erstaunlicher war es für den Gemeinderat, als er Ende Oktober erfuhr, dass Orange gegen die Bewilligung Beschwerde eingereicht hatte und auf den beantragten 20 Kilowatt Leistung beharrt. Für Orange sei diese angebliche telefonische Vereinbarung nicht nachvollziehbar, lässt die Mediensprecherin verlauten.
Die Chancen scheinen gut, dass Orange mit der Beschwerde Erfolg haben wird, denn das Gesuch liegt innerhalb des gesetzlichen Rahmens, den die eidgenössische Verordnung vorgibt.
Ist die Leistung einmal bewilligt, kann niemand mehr verhindern, dass auch die volle Sendeleistung ausgenutzt wird. Martin Joho aber stellt in Aussicht: «Wir werden mit Sicherheit nach Inbetriebnahme der Anlage eine Abnahmemessung durchführen.» (mz/raf)
Krebs durch Mobilfunk: ORANGE Anlage mit 20.000W ERP!
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open mind
die befehlspyramide greift
dieser beitrag zeigt sehr schön, wie befehlspyramiden* funktionieren: der verantwortliche ist mit der leistung von 12 kW einverstanden; dann wird er (wohl nach druck der global agierenden investoren) in die schranken gewiesen worden sein, so dass orange die gesetzlichen limiten (die in tat und wahrheit gar keine sind) voll ausnutzen kann.
die unterlunkhofer (und wir alle) merken nun immer deutlicher, dass wir vom mobilfunk-monster noch vollends aufgefressen werden, wenn es so weiter geht.
(leider scheint sich folgende befürchtung immer stärker abzuzeichnen: würden die demokratischen rechte (einsprachen, initiativ- und referendumsrecht) wirklich etwas bewirken und verändern, so wären sie wohl schon längst abgeschafft worden.)
open mind
*) vgl. "befehlspyramide" im beitrag:
read.php?f=1&i=12907&t=12907
die unterlunkhofer (und wir alle) merken nun immer deutlicher, dass wir vom mobilfunk-monster noch vollends aufgefressen werden, wenn es so weiter geht.
(leider scheint sich folgende befürchtung immer stärker abzuzeichnen: würden die demokratischen rechte (einsprachen, initiativ- und referendumsrecht) wirklich etwas bewirken und verändern, so wären sie wohl schon längst abgeschafft worden.)
open mind
*) vgl. "befehlspyramide" im beitrag:
read.php?f=1&i=12907&t=12907
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Hans-U. Jakob
Re: Krebs durch Mobilfunk: ORANGE Anlage mit 20.000W ERP!
Und diese Leistung könnte ferngesteuert, theoretrisch nochmals um das 20-Fache erhöht werden. Die Leistungsfähigkeit der Kathrein-Antennen wird nämlich nur zu etwa 5% genutzt.
Seid doch den flotten Mobilfunkern dankbar, dass sie jetzt ein sogenanntes Qualitätssicherungssystem in ihren Steuerzentralen einbauen, damit ihnen so etwas kriminelles ja nie passiert.
Die lieben Mobilfunker müssen dann nur alle 2 Monate dem Herrn Joho vom Amt einen Rapport schicken wann, wo, und warum sie zu hoch gefahren sind. Vielleicht findet der Herr Joho dann in den nächsten 18 Monaten einmal Zeit, die Rapporte anzuschauen. Bussen gibt es sowieso keine.
Bevor der Herr Joho nach Lunkhofen messen geht, sollte ihm vielleicht noch jemand beibringen, wie man so ein Messgerät überhaupt handhabt. Wenn ich Johos Berichte lese, kommen mir da schon gewisse Zweifel.
Hans-U. Jakob
Uebrigens auf andern Kantonalen Aemtern gibt es ähnliche Typen, sie heissen nur anders. Etwa Bösch, Hohl, Theiss oder Matti.
Seid doch den flotten Mobilfunkern dankbar, dass sie jetzt ein sogenanntes Qualitätssicherungssystem in ihren Steuerzentralen einbauen, damit ihnen so etwas kriminelles ja nie passiert.
Die lieben Mobilfunker müssen dann nur alle 2 Monate dem Herrn Joho vom Amt einen Rapport schicken wann, wo, und warum sie zu hoch gefahren sind. Vielleicht findet der Herr Joho dann in den nächsten 18 Monaten einmal Zeit, die Rapporte anzuschauen. Bussen gibt es sowieso keine.
Bevor der Herr Joho nach Lunkhofen messen geht, sollte ihm vielleicht noch jemand beibringen, wie man so ein Messgerät überhaupt handhabt. Wenn ich Johos Berichte lese, kommen mir da schon gewisse Zweifel.
Hans-U. Jakob
Uebrigens auf andern Kantonalen Aemtern gibt es ähnliche Typen, sie heissen nur anders. Etwa Bösch, Hohl, Theiss oder Matti.
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Karl
Re: 20 Kilowatt
Wie sind die 20 Kilowatt gemeint? Pro Senderichtung oder Gesammt?
Haben Sie nie Angst Herr Jakob das es mal zu einer Ehrverletzungesklage kommt? Das sind immerhin Beamte die Sie hier öffentlich beleidigen und denunzieren.
Haben Sie nie Angst Herr Jakob das es mal zu einer Ehrverletzungesklage kommt? Das sind immerhin Beamte die Sie hier öffentlich beleidigen und denunzieren.
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Hans-U. Jakob
Re: 20 Kilowatt
Es steht da nichts von 20kW sondern von Faktor 20 und das gilt als
Minimm für alle Kathrein-Antennen. Gemeint sind damit logischerweise
Sektor-Antennen.
Wenn in einem Standortdatenblatt Azimut 60° 1500 Watt ERP steht, heisst
das, dass die Antenne mit entsprechender Anspeisung mindestens 30'000
Watt ERP in diesen Sektor jagen könnte.
Vor einer Ehrverletzungsklage habe ich nichts zu befürchten.
Gigaherz verfügt zusammen mit der Bürgerwelle und der Diagnose Funk über
1000 Antenndossiers mit teilweise Cabaret-reifen Szenen von kantonalen
Fachstellen.
Ich würde den Richtern (und der Presse) gerne einige daraus vorstellen.
Uebrigens: Der Beamten-Status ist längstens abgeschafft. Es handelt
sich hier um einfache Staatsangestellte die im Auftrag ihrer politischen
Vorgesetzten so funktionieren müssen. Sonst werden sie befördert.
Nicht nach oben, sondern seitwärts, das heisst hinaus.
Hans-U. Jakob
Minimm für alle Kathrein-Antennen. Gemeint sind damit logischerweise
Sektor-Antennen.
Wenn in einem Standortdatenblatt Azimut 60° 1500 Watt ERP steht, heisst
das, dass die Antenne mit entsprechender Anspeisung mindestens 30'000
Watt ERP in diesen Sektor jagen könnte.
Vor einer Ehrverletzungsklage habe ich nichts zu befürchten.
Gigaherz verfügt zusammen mit der Bürgerwelle und der Diagnose Funk über
1000 Antenndossiers mit teilweise Cabaret-reifen Szenen von kantonalen
Fachstellen.
Ich würde den Richtern (und der Presse) gerne einige daraus vorstellen.
Uebrigens: Der Beamten-Status ist längstens abgeschafft. Es handelt
sich hier um einfache Staatsangestellte die im Auftrag ihrer politischen
Vorgesetzten so funktionieren müssen. Sonst werden sie befördert.
Nicht nach oben, sondern seitwärts, das heisst hinaus.
Hans-U. Jakob