wieder eine Buch-Empfehlung

Margarete Kaufmann

wieder eine Buch-Empfehlung

Beitrag von Margarete Kaufmann » 11. November 2003 21:35

Heute eine Buchempfehlung in der - leider ja sehr meinungsbildenden - Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

F.A.Z. vom 11.11.2003, Technik und Motor, Informationen in Kürze, Bücher:

Strahlung im Mobilfunk. Elektrosmog - Fakten technisch anschaulich gemacht. Von Fritz Jörn, Franzis-Verlag, 130 S., 37 Abb., 14,95 Euro.

Text dazu von F.A.Z. (misp):

Jeder will mobil mit dem Handy telefonieren - ohne Funklöcher und in bester Gesprächsqualität. Eine Mobilfunksendeanlage sieht aber niemand gern in seiner Nachbarschaft: Die Strahlenangst geht um in Deutschland, viele Menschen fürchten sich vor dem „Elektro-Smog". Fritz Jörn, langjähriger Autor dieser Zeitung, geht der Sache auf den Grund. Was sind überhaupt Strahlungen, elektromagnetische Felder? Wie hoch sind die Grenzwerte, wann muß man einen Sicherheitsabstand zu entsprechenden Sendeanlagen halten? Der Ingenieur Jörn kommt zu manchen unbequemen Wahrheiten für die Mobilfunk-Gegner: Eine Antenne auf dem Dach zum Beispiel bedeutet keine extremen Feldstärken im Gebäude darunter. Die Strahlung von Handys, die vielzitierte „spezifische Absorbtionsrate" und vieles mehr wird hier präzise geschildert, ebenso die Wirkung elektromagnetischer Strahlung auf den Menschen. Dieses klar gegliederte Buch versachlicht die sehr emotional geführte Diskussion und ist eine Pflichtlektüre für jeden, der sich mit dem Thema Mobilfunk auseinandersetzen will. (misp.)
© F.A.Z.

Daneben steht eine Empfehlung unter ‘Kommunikation’: bequem im Auto telefonieren.

Und ebenfalls heute ein langer Bericht von Fritz Jörn.

Im Mobilfunk mit Festnetztempo surfen
Der Datendienst GPRS hat beachtliche Fortschritte gemacht - Die Vodafone-Connect-Karte.

Aber angeblich ist Herr Jörn ja eine „absolut neutrale Institution", siehe sein Beitrag hier vom:

Autor: Jörn Watch ()
Datum: 07.10.03 14:08

dass Dipl.-Ing. Fritz H. Jörn eine absolut neutrale Istitution ist, sieht man an den hier eingetragenen Artikeln:

http://www.joern.de/ErArtikel.htm


Aber diese „neutralen" und „objektiven" Haltungen der Pro-Mobilfunkilisten kennen wir ja inzwischen schon hinlänglich! Scheinen international sehr verbreitet zu sein (auch im Schwäbischen).

Übrigens schreibt Herr Jörn auch für die NZZ. Was schreibt er denn dort? Etwa über das Hemberger Komplott, - wenn er doch so „neutral" und sicher auch ausgewogen berichtet.

Evi

Re: wieder eine Buch-Empfehlung

Beitrag von Evi » 12. November 2003 15:56

Hallo Frau Kaufmann

Die Geschichte kommt mir reichlich bekannt vor, und ich glaube, dass wir sogar einen Beitrag von oder über Herrn Jörn schon früher mal im Forum hatten. Ich habe damals in seine Webseite hineingeschaut und ihm dann geantwortet, dass ich von einer Neutralität leider gar nichts heraus lesen konnte.

Aber es ist gut, wenn das nochmals aufs Tapet kam.

Gruss
Evi

Margarete Kaufmann

Re: wieder eine Buch-Empfehlung

Beitrag von Margarete Kaufmann » 12. November 2003 19:27

Ja, liebe Frau Gaigg, mit der "Objektivität" und "Neutralität" ist das ja so eine Sache, - natürlich erst recht dann, wenn sie sehr von "Subjektiven" verbal aufgestellt wird!
Aber inzwischen bin ich überzeugt, dass es auf der "anderen Seite" der Pro-Mobilfunk-Leute genauso fies und mit üblen Methoden zugeht!
Da schau man mal nur, was sich etwa alles so unter den "Link-Hinweisen" des (deutschen) Bundesamts für Strahlenschutz (Mobilfunk-Forschungsprojekt) angesammelt hat! Was sich da so alles als "Forschungsgesellschaft" präsentiert, wo sich doch nur simpelste Geschäftemacherei dahinter verbirgt (neuedings mit neu gestalteter Homepage)!
Es ist ein Graus, was da alles im Schlepptau mitgezogen wird. Ja, ist auch schon wiederholt ausgesprochen worden. Am liebsten würde ich endlich die konkreten Namen nennen, aber so wie man vor Gerichtsurteilen immer noch ein "mutmaßlich" davor setzen muss, so muss man auch hier erst gewisse Entscheidungen abwarten.
Höhere Instanzen müssen endlich Entscheidungen treffen, - und solche Medien wie die F.A.Z. oder NZZ müßten sich dem widmen, - endlich auch solche Leute wie Fritz Jörn, - und nicht wieder die funfundneunzigste Handy-Besprechung wöchentlich dem Leser präsentieren.
M.K.

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