Land OÖ rät zu sicherem Umgang mit Handys
Gehirntumor-Risiko verdoppelt sich bei intensiver Nutzung Bei Kindern besondere Vorsicht gefragt — Neue Broschüre mit Tipps
LINZ — Rund 2,3 Millionen Mobilfunkanschlüsse wurden in OÖ im Jahr 2013 betrieben. Damit gibt es bereits deutlich mehr Handys als Einwohner (1,42 Mio.). 2011 hat die Weltgesundheitsorganisation einen möglichen Zusammenhang von Handystrahlung mit zwei Arten (Hörnerv, Bindegewebe) von Gehirntumoren festgestellt. Bei mindestens zehnjähriger, intensiver Handynutzung verdoppelt sich demnach das Risiko. „Es ist keine Panik angesagt, aber man sollte darauf reagieren“, sagt Hans-Peter Hutter von der Medizinischen Universität Wien.
Das Land OÖ hat deshalb eine neue Broschüre aufgelegt, die wertvolle Tipps im Umgang mit dem Mobiltelefon enthält. Bei Telefonaten sollte etwa der Verbindungsaufbau abgewartet werden, ehe das Handy zum Ohr geführt wird. Weiters sollte möglichst wenig bei schlechtem Empfang telefoniert werden, weil die Strahlung in diesem Fall am höchsten ist. „Wir wollen keineswegs die Mobilfunktechnologie bewerten oder sogar schlecht machen, sondern nur aufklären. Jeder Bürger ist aufgerufen, selbstständig über sein Verhalten zu entscheiden“, betont Landesrat Rudi Anschober.
Mehr...Neues Volksblatt 11.11.2014