Hutchison 3G stoppt UMTS-Ausbau in Salzburg wegen Umwelt-Auflagen
Engagement in zweistelliger Millionenhöhe auf der Kippe
Wien, 16.08.04 - Der so genannte "Salzburger Grenzwert" für die Strahlung von Mobilfunkanlagen sorgt in Österreich erneut für Aufregung: Wegen der strengen Werte in der Stadt Salzburg beabsichtigt der Handy-Netzbetreiber "3" sein ursprünglich für die Landeshauptstadt geplantes Engagement in zweistelliger Millionenhöhe zu stoppen. Der Vizepräsident der Salzburger Wirtschaftskammer, Julius Schmalz schlägt vor, die Grenzwerte zumindest ein weiteres Mal zu diskutieren, berichtete der ORF Salzburg am Montag. Hutchison 3G gebe das für Salzburg vorgesehene Geld jetzt woanders aus, bestätigte Österreich-Geschäftsführer Berthold Thoma.
"Wir wollen eigentlich investieren, denn Salzburg ist für uns eine Schlüssel-Stadt. Die Mittel dafür sind da, doch leider dürfen wir nicht. Daher fließen die Mittel derzeit eher in Städte wie Amstetten, Leoben und andere. Wenn sich Salzburg aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht rechnen sollte, werden wir diesen Standort daher aufgeben." Derzeit gibt es in Salzburg 5.000 Kunden im Telefonnetz von "3". In den kommenden Jahren hätten es bis zu 50.000 werden sollen.
In der Alpenrepublik blockieren angeblich rund 600 Bürger-Initiativen die Entwicklung der Handy-Netze in Österreich. Der GSM-Ausbau stehe dadurch praktisch still und bei UMTS droht ein Milliarden-Debakel, so das Online-Magazin E-Media.