UMTS-Strahlen: Aufruf einer «Omen-Familie»

The Future's Black

UMTS-Strahlen: Aufruf einer «Omen-Familie»

Beitrag von The Future's Black » 14. Oktober 2004 12:38

© St. Galler Tagblatt; 13.10.2004

Toggenburger

UMTS-Strahlen: Aufruf einer «Omen-Familie»

(Omen = Orte mit empfindlicher Nutzung und höchster Belastung).

Leserbrief zum Bericht «UMTS: Nun auch im Toggenburg» im «Toggenburger» vom 2. Oktober

Als Bewohner des Wattwiler Steintals, als Bewirtschafter des Landes u.a. auf dem Chapf (Standort der Mobilfunkantenne mit zukünftiger UMTS-Strahlung) sind wir seit ein paar Tagen sehr beunruhigt. Wie wir so beiläufig aus dem «Toggenburger» am 2. Oktober entnehmen mussten, werden wir mit all unseren Tieren und Pflanzen - unserer Lebensgrundlage - ab Ende 2004 mit gepulsten UMTS-Strahlen belastet werden. Denn im Umkreis von 1188 Metern der Chapf-Antenne ist die Strahlung erhöht. Warum sind es nur 30 Einsprachen, die bis zum Ablauf des Auflageverfahrens am 7. September eingereicht wurden?

Bürger wurde nicht informiert

Wer die Zeitung «Der Toggenburger» nicht abonniert hat, wer den kleinen Artikel bei der Zeitungslektüre verpasst hat, wusste von gar nichts! Aufgeschreckt durch den relativ grossen Zeitungsbericht am 2. Oktober haben wir in unserem Umfeld im Steintal kaum jemanden gefunden, der informiert war. Kurz gesagt: Man hat es nicht als nötig befunden, die «Omen-Einwohner» von Wattwil mit persönlichen Briefen zu informieren.

Die Einsprachefrist des Auflageverfahrens vom 27. August bis 7. September, also magere zwölf Tage, war zu schnell vorbei. Dies bestätigt, dass die Mobilfunkanbieter das UMTS-Projekt durchmogeln wollen.

«Markus Haag nimmt die Ängs te der Einsprechenden durchaus ernst...» und «Ebenfalls keine Stellung will Wattwils Gemeindepräsident zu den Auswirkungen der UMTS-Strahlung beziehen» sind Zitate aus dem «Toggenburger» vom 2.10.04.

Wir «Omen-Bewohner» von Wattwil haben doch ein Anrecht, über die neusten Erkenntnisse und Beurteilungen sowie über die Notwendigkeit der UMTS-Strahlung informiert zu werden. Zudem sollen öffentlich alle bekannten negativen Auswirkungen, wie DNA-Brüche (also Erbgutschädigungen), die zu einem teilweisen Verlust des Erinnerungsvermögens führen, und andere mögliche Krankheitsbilder durch Langzeitwirkung von UMTS-Strahlen genau bekannt gemacht werden.

«Keine Versuchskaninchen»

Doch wenn unser Gemeindepräsident die Ängste der Einsprechenden durchaus ernst nimmt, soll er öffentlich die «Omen-Einwohner» und alle übrigen Einwohner informieren in Form einer öffentlichen Informationsveranstaltung mit Fachpersonen, die über ein wissenschaftlich fundiertes Wissen verfügen. Wir lassen uns doch nicht wie Versuchskaninchen behandeln.

Magdalena und Peter Wagner-Giger

Steintal 745, 9630 Wattwil